fbpx

Neujahrsmorgen. Kurz nach 5 Uhr.


Söhnchen wacht auf. Wie immer. Weil Babys scheißen auf Feiertage, Wochenenden und die Tatsache, dass Papa gestern Nacht eindeutig 8 Einheiten Schlaf zu wenig bekommen hat.


Also schleppe ich mich aus dem Bett, schnappe mir den kleinen Mann und wickle ihn.


Oder besser gesagt: Ich versuche, ihn zu wickeln, während er wie ein durchgeknallter Oktopus um sich schlägt und nach allem greift, was in Reichweite ist.


Spielt damit rum. Ist happy.


Ich bin sowieso im Halbschlaf, die Windel war mehr als voll und ich war ein kleines bisschen stolz, dass ich es trotz seiner Zappelei und meiner Verfassung geschafft hab, ihn zu wickeln.


Windel zu. Fertig. Weiter geht's.


Wir spielen. Ich trink Kaffee. Er krabbelt rum. Alles gut – ich konnte dir ja sogar ne Mail schreiben gestern.


Dann wacht Töchterchen auf.


Ich mach Frühstück für beide. Wir essen zusammen. Sie erzählt mir irgendwas von Einhörnern, Wichteln und den bunten Raketen. Ich nicke und tue so, als würde ich alles verstehen.


Töchterchen und ich basteln. Sie malt. Ich trinke noch einen Kaffee. Söhnchen spielt derweil alleine im Laufstall. Alles entspannt.


Kurz nach 9 Uhr steht Katti auf.


Ich mache ihr einen Kaffee. Sie kuschelt kurz mit Töchterchen. Dann schnappt sie sich Söhnchen aus dem Laufstall.


Und macht ein Gesicht.


So ein Gesicht, das jeder Vater kennt.


Das „irgendwas stimmt hier nicht”-Gesicht.


Sie fängt an, ihn zu untersuchen. Tastet seine Windel ab.


Und dann kommt der Satz, der mich aus meinem Kaffee-Koma reißt:


„Scheißt der Steine oder was? Hast du ihn nicht gewickelt?”


Ich schwöre dir, Reader, in diesem Moment dachte ich: „Natürlich hab ich ihn gewickelt. Vor vier Stunden. Was redet die wieder?”


Aber Katti guckt mich so an, wie nur Mütter gucken können, wenn sie wissen, dass du als Vater Scheiße gebaut hast.


Also gehen wir nochmal wickeln.


Sie macht die Windel auf.


Nichts.


Keine Steine. Kein Haufen. Nichts Hartes.


Nur…


Warte.


Was ist das?


Ein Fläschchen.


Ein verdammtes Fläschchen mit ätherischem Öl.


(falls es dich interessiert: Fenchel, Lavendel, Orange und Zirbelkiefer – soll entspannenden Schlaf ermöglichen)


IN. DER. WINDEL. Rückseitig…


Ich hab's im Halbschlaf beim Wickeln irgendwie IN die Windel gepackt. Oder er mit seinen Oktopusarmen…


Und der arme Kerl saß die ganze Zeit – vier Stunden – AUF diesem Fläschchen.


(und er hat ja grad die Phase, wo er versucht, zu stehen und zwei, drei winzige Schritte zu machen. Danach landet er mit Schwung auf dem Allerwertesten – also ebenfalls: auf der Flasche…)


Katti guckt mich an.

Ich gucke sie an.


Söhnchen guckt uns beide an, als würde er sagen: „Ja, und? Ist doch bequem.”


Ich fang an, nervös zu lachen.


Katti schüttelt den Kopf.


Und ich denke mir: „Willkommen in 2026, Markus. Läuft bei dir.”


Markus


PS: ich nehm noch Wetten entgegen:


Wie lange wird Katti noch sämtlichen Freundinnen (und vor allem Schwiegermama) davon erzählen, was „der Markus wieder gemacht hat”?

Datenschutz-Übersicht
zukunftsich

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Unbedingt notwendige Cookies

Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.