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Du hast (vielleicht sogar stundenlang) recherchiert: Du hast dich mit dem Produkt deines Kunden auseinandergesetzt… Es in alle Einzelteile zerlegt. Du hast alles gelesen, was dein Kunde bisher an Rezensionen bekommen hat. Du hast alle Rezensionen bei seinen Mitbewerbern studiert. (vor allem die negativen, du willst ja auch wissen, was konkret Leute stört, die schon gekauft haben – so kannst du mögliche Einwände nämlich direkt im Vorfeld entkräften…) Du hast dir ein Framework ausgesucht, mit dem du das Angebot deines Kunden leicht verkaufen kannst… Hast die Copy-Grundregeln wie kurze verständliche Sätze oder Cialdinis Wege der Überzeugung beachtet… Ein 5-jähriger würde deinen Text verstehen… Du hast ein bisschen mit der Angst potentieller Kunden gespielt…nicht zu viel, aber gerade so viel, dass beim Leser das Gefühl entsteht „ich muss was tun…“… Dein Text folgt einem roten Faden…und führt in logischer Konsequenz zu dem Angebot, das du machst… Kurz – deine Copy ist gut. Und trotzdem: In dem Moment, wo du den “Senden”-Button in deinem Mailprogramm drücken möchtest… Kommt die kleine Stimme im Kopf, die sagt: “Reader, deine Copy ist nicht gut genug…was, wenn sie deinem Kunden nicht gefällt?” Grundsätzlich: Die Copy muss deinem Kunden nicht gefallen – seine Kunden müssen wegen der Copy kaufen. In der Praxis ist das ein Unterschied wie ayurvedischer Gemüsereis und Currywurst mit Pommes. Beides füllt den Bauch – das wars dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten… Denk immer dran, was eigentlich dein Ziel ist, Reader… Leo Burnett hat das so schön gesagt: „We want consumers to say that‘s a hell of a product instead of that’s a hell of an ad!“ Entscheidend ist, was die Kunden deines Kunden denken – nicht, was dein Kunde denkt… Markus |