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Was. Für. Eine. Nacht. Es ist kaum vorstellbar, Reader – aber: ich schlafe. Tief und fest. Söhnchen hatte ausnahmsweise Mitleid – und hat durchgeschlafen. Zum ersten Mal seit gefühlt drei Monaten. Ich träume irgendwas Schönes. Katti liegt neben mir. Alles ist perfekt. Und dann stupst mich etwas an. Stupst. Katti wäre da nicht so zimperlich, die schlägt ja immer regelrecht nach mir, wenn ich aufstehen soll…und Töchterchen nimmt einfach Anlauf und springt aus gefühlten 10 Metern Höhe aufs Bett – meistens ziemlich zielsicher: auf mich. Also bleibt nur: Hundi. Sie steht neben dem Bett. Schaut mich an. Und ich weiß sofort, was das heißt: Sie muss raus. Fuck. Ich quäle mich aus dem Bett, werfe einen Blick in Richtung Handgelenk. Kurz nach 4. Fuck. Zieh mir die Jacke über, schlüpf in die Schuhe. Halb im Schlaf, halb im „Warum hab ich mir einen Hund geholt”-Modus. Tür auf. Und dann: BAM. Mich erwischt ein Gefühl, das wohl am ehesten vergleichbar ist mit dem eines Amateurs, der unvorbereitet an einem internationalen Slap Fighting Turnier antritt – und direkt in Runde 1 auf den späteren Sieger trifft. FUCKING MINUS 15 GRAD RASEN MIR ENTGEGEN UND TREFFEN MICH MIT VOLLER WUCHT. Bei jedem Atemzug brennt die Luft in der Lunge. Meine Finger sind nach 10 Sekunden taub. Die Augen tränen sturzbachartig und frieren direkt beim Austritt aus den Augenhöhlen an Wange und Bart fest. Es knistert sogar. Und Hundi? Die trottet gemütlich raus, als wär nix. Ich steh da, halb erfroren, und hab keine Ahnung, was zur Hölle ich grad eigentlich mache. Ich dachte, ich wär vorbereitet. Man weiß ja: es ist Winter, da kanns schon kalt werden. Jacke an, Schuhe an, Mütze auf und mentale Einstellung: „Wird schon gehen.” Aber -15 Grad ist was anderes als „kalt”. Das ist der Unterschied zwischen „Ich glaub, ich bin ready” und „Die Realität interessiert sich einen Scheiß für meine Vorbereitung”. Kälte fragt dich nicht, ob du bereit bist. Die ist einfach da. Und tut weh. Ist übrigens auch genau das, was mit deiner Copy passiert – sorry to say. Du denkst, sie ist gut. Du hast ne Headline, nen CTA, ein paar Bullets. Du hast dir Mühe gegeben, fühlst dich vorbereitet… Aber dann schickst du sie raus – und die Realität schlägt zu: Niemand klickt. Niemand kauft. Copy schreiben ist wie bei -15 Grad rausgehen: Du kannst dir vorstellen, wie's wird. Du kannst dich mental vorbereiten. Aber am Ende entscheidet die Realität. Und die interessiert sich nicht für deine Theorien. Und das ist mit ein Grund, warum ich das CashCow Copywriting Compendium geschrieben hab. 76 Tipps für Copy, die in der Praxis funktionieren. Markus |