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Samstag.


Es ist jetzt 06:25 Uhr. Söhnchen ist gewickelt und brabbelt im Laufstall ein bisschen vor sich hin…


Katti liegt noch im Bett und schläft (die Nacht war vermutlich kurz, Söhnchen hat ein paar mal geschrien), Töchterchen auch – und Hundi konnte sich nicht entscheiden, wo sie am besten liegt. Deshalb liegt sie jetzt im Flur am perfekten Dreieckspunkt zwischen uns allen.


Ich hab grad ne knappe halbe Stunde damit verbracht, zig (meist ziemlich sinnlose) Automationen einer Kundin verstehen zu wollen…und jetzt schreib ich dir, Reader.


Alles friedlich.


Aber ich denk mir: „Heute ist Wochenmarkt.”


Würschtlestand. Espresso-Käse.


Ich liebe den Wochenmarkt.


Und dann kommt dieser Gedanke:


„Was, wenn ich heut einfach allein gehe?”


Nur ich. Keine Kinderwagen-Choreografie. Kein "Papa, kann ich das haben?"-Aushandeln. Kein Hundi, der an jeder dritten Bude stehen bleiben muss, weil da ein anderer Hund ist. Kein Stress.


Einfach ich.


In Ruhe über den Markt schlendern. Beim Würschtlestand stehen bleiben, so lange ich will. Und vielleicht nochmal ne Portion nachordern. Espresso-Käse kaufen, ohne dass mir jemand reinquatscht.


Eine Stunde. Nur für mich.


Klingt gut. Klingt verdammt gut.


Und dann kommt dieser andere Gedanke:


„Macht mich das zum schlechtesten Ehemann, Vater und Herrchen der Welt?”


Ich meine, es ist Samstag.


Family-Time. Quality-Time. Zeit-mit-den-Liebsten-Time. Und ich will einfach nur meine Ruhe haben?


Bin ich ein egoistisches Arschloch?


Sollte ich nicht dankbar sein für meine Familie und jeden Moment mit ihnen genießen wollen?


Aber weißt du was?


Ich glaub, ich geh trotzdem.


Allein.


Weil ich das gerade brauche.


Eine Stunde ohne „Papa, schau mal!”. Ohne „Markus, kannst du mal...”.


Nur ich und der Würschtlestand. Und Espresso-Käse.


Ist ja wie mit deiner Copy.


Du kannst nicht allen gleichzeitig geben, was sie brauchen.


Versuchst du, jeden zu bedienen, bedienst du niemanden richtig.


Deine Copy kann nicht für kalten Traffic UND warmen Traffic funktionieren.

Sie kann nicht gleichzeitig hard sellen UND soft pitchen.

Sie kann nicht Entertainment UND reine Value-Vermittlung sein.


Du musst dich entscheiden.


Für wen schreibst du? Was willst du erreichen? Was ist jetzt wichtig?


Und dann machst du das. Ohne schlechtes Gewissen.


So wie ich jetzt zum Wochenmarkt gehe.


Allein.


Markus


PS: vermutlich renn ich da gleich hin – und bring dann Frühstück mit.


Dann kann ich so tun, als wär ich nur deswegen aus dem Haus.

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