Freitagvormittag.


Webinar ist am Sonntag.


Slack Notificatoin.


Ich seh den Namen. Und bevor ich auch nur eine Zeile lese, weiß ich es schon. Dieser eine Moment, wo dein Körper schneller begreift als dein Kopf.


Ich lese trotzdem.


Angebot hat neuen Namen. Und neuen Inhalt. Zoom-Link ist neu. Aufzeichnung soll noch rein. Mailserie bitte anpassen.


Und dann – ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll – es passiert einfach:


Ich spring vom Stuhl auf.


Mein ganzer Körper verspannt sich. Schultern hoch, Kiefer zusammen, Hände zu Fäusten.


NEIN. NICHT SCHON WIEDER. ICH WUSSTE ES. ICH WUSSTE ES. ICH–


Ich dreh mich einmal um mich selbst. Dann nochmal. Dann nochmal.


Steh da. Mitten im Büro. Wie ein Kreisel, der ausläuft.


Tief einatmen. Langsam ausatmen. Nochmal. Nochmal.


Okay.


Ich setz mich wieder hin. Öffne die Mails. Schreibe um. Zum gefühlt zehnten Mal in diesem Launch.


Und dann — zähle ich die CTAs.


Eins. Zwei. Drei.


Vier.


In jeder effing FollowUp Mail.


Ich schließe kurz die Augen und denke an meinen Therapeuten (den ich zwar noch nicht habe, aber langsam ernsthaft brauche).


Und jetzt kommt der Twist:


Ich kenn die Kundin. Gut.


Ich hatte eine Ahnung, dass das passiert. Deshalb hab ich die Mails noch nicht ins System eingepflegt.


Alle Änderungen? Copy-Paste. Bisschen umformulieren, 30 Minuten. Fertig.


Hätte ich die schon in ActiveCampaign in die Automation eingebaut gehabt – ich schreib's nicht auf, weil ich nicht weinen will.


Zurück zu den vier CTAs.


Wer seinem Leser vier Optionen gibt, bekommt als vermutlich einzige Reaktion: keine.


Das Gehirn hasst Entscheidungen. Zu viele davon – und es schaltet ab. Macht es sich leicht.


Es klickt auf gar nichts.


Ein CTA. Eine Entscheidung. Eine Aktion. Das ist die Regel. Immer. Ohne Ausnahmen.


Auch nicht Freitagvormittag, auch nicht wenn die Kundin noch eine Idee hat.


Ich hab ihr das natürlich gesagt, mit Nachdruck. Aber: sie denkt, ihre Leads sind „schlau genug, die kommen schon mit 4 Links klar”.


Bestimmt…


Da müsste ich ihr direkt empfehlen, sich mal das Cashcow Copywriting Compendium anzuschauen, dass sie lernt, wie’s geht.


Oder auch nicht, wer weiß – hinterher schmeißt sie mich dann raus, weil sie’s selbst kann.


Markus


PS: Allein in diesem Launch gab es mehr red flags als in der Sowjetunion und China zusammen.


Das war nicht die erste kurzfristige Änderung und auch nicht nur die fünfte.


Aber das ist eine Geschichte für eine andere Mail.

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