Irgendwie hat mich gestern ein Algorithmus-Loophole erwischt…mir wurden ständig irgendwelche Ads ausgespielt, die ich rein zu „Recherchezwecken” angeklickt hab…


Und hinterher hatte ich fast ein schlechtes Gewissen, weil ich zum einen die Conversionrates der Landingpages negativ beeinflusst habe, zum andern, weil weil ich die CTR positiv beeinflusst habe.


Kann man nur hoffen, dass Mediabuyer da jetzt wegen mir keine vorschnellen Entscheidungen treffen…


Wobei ich mich da grad ein bisschen zu wichtig nehme, denke ich.


Aufgefallen ist mir dafür was spannendes:


9 von 10 dieser LPs legen dem Leser Worte in den Mund – und das ist fatal!


Ich weiß, dass einem jeder Copywriting-Kurs das so beibringt…


Man muss beim Leser das Gefühl wecken, dass man ihn ganz genau kennt…


„Ich weiß, was du denkst…”


„Du struggelst den ganzen Tag mit XY…”


„Du hast zwar [Ergebnis], trotzdem ist da immer noch [Problem]...”


And so on.


Das kann funktionieren, Reader.


Kann.


Wahrscheinlicher ist aber, dass es eben nicht funktioniert.


Nehmen wir mal an, du kennst die Zielgruppe nicht zu 100%...


(und sei ehrlich: du kennst die Zielgruppen, für die du schreibst, nicht zu 100%. Wenn du nämlich Zielgruppen zu 100% treffen würdest, würde ich deinen Newsletter lesen – und du würdest dich nicht durch meinen quälen Tag für Tag…)


Wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass einer der Punkte, die du ansprichst, NICHT auf den Leser zutrifft?


Ziemlich hoch.


Und dann wolltest du dieses „ich weiß genau wie es dir geht” Gefühl erzeugen – und bekommst stattdessen:


Kognitive Dissonanz.


Dann ist dein Leser raus aus dem Lesefluss…


Und wird am Ende nicht klicken.


Dabei kannst du das ganz einfach umgehen:


Hör auf, deinem Leser die Worte in den Mund zu legen – und fang an, sie Menschen in den Mund zu legen, mit denen er sich identifizieren kann.


Klingt kompliziert?


Ist es nicht:


Statt zu sagen „Du kommst erschöpft von der Arbeit nach Hause, freust dich auf eine Dusche und ne kleine Sporteinheit – und landest doch wieder mit der Tüte Chips vor Netflix”...


Kannst du einfach sagen:


„Die meisten [Zielgruppe] kommen erschöpft von der Arbeit nach Hause, freuen sich auf eine Dusche und ne kleine Sporteinheit – und landen dann doch wieder mit der Tüte Chips vor Netflix.”


Merkst du den Unterschied?


Ich freu mich vielleicht weder auf eine kleine Sporteinheit, noch komm ich von der Arbeit nach Hause – das Produkt wäre aber trotzdem interessant für mich…


Wenn ich lese, dass die meisten, die so sind wie ich, Problem XY haben – dann denk ich drüber nach, wie das bei mir ist.


Lese ich, dass ich ein Problem haben soll, das ich nicht habe – dann bin ich weg.


Markus

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