Gestern um 21:25 Uhr hast du live miterleben können, warum ich in der Regel meine Mails nicht vorplane:


Weil ich dann wieder irgendwas falsch mach.


So wie gestern. Ich sitz auf dem Sofa, hab ne Idee für morgen (also heute) und anstatt sie mir wie sonst zu notieren, dachte ich mir:


Laptop liegt neben mir…reMarkable ist in der Küche. Aufstehen und notieren – oder einfach runterkippen?


Klar, wofür ich mich entschieden hab.


Aber dann schlägt das Karma zurück – und jeder weiß, dass die Mail, die ich heute verschicken wollte, schon gestern geschrieben wurde.


Toll.


Wirklich klasse gemacht, Markus…


Da du es eh schon weißt, kann ich es ja zugeben:


Reader, die Mail, die ich dir eigentlich heute schicken wollte, hab ich gestern schon getippt – und natürlich direkt verschickt.


Falls du (noch) nicht gelesen hast (wer rechnet denn um die Zeit auch mit ner Mail von mir?)...


Hier lang – da ist sie. Ich find sie ganz wertvoll ¯_(ツ)_/¯


Markus

Ich weiß, was dich dieser Betreff denken lässt...


„Markus, du kannst doch nicht ernsthaft behaupten, dass Features wichtiger sind als Benefits.“ – wenn du nett bist. Vielleicht denkst du aber auch „Wo zur Hölle ist dieser verdammte Unsubscribe-Link, von so nem Opfer will ich keine Mails mehr lesen”.


Vielleicht aber denkst du auch, ich will dich mit diesem Betreff in die Irre führen…


Will ich NICHT, Reader.


Bevor du also nach unten scrollst und dich abmeldest, lies wenigstens meine Erklärung…


Ich hab letztens wieder so eine klassische „Benefit-Orgie“ gesehen: eine Salespage voller transformierender Ergebnisse, neuer Möglichkeiten und innerer Freiheit 🤮


Klingt ja ganz ok…nur: man hat halt keine Ahnung, was man da wirklich bekommt.


Und das ist das Problem.


Benefits sollen Emotion auslösen – aber wenn sie zu abstrakt sind, lösen sie nur eins aus: Gleichgültigkeit.


„Mehr Freiheit“, „mehr Selbstvertrauen“, „mehr Umsatz“ – das sind keine Gefühle. Das sind höchstens Überschriften mit ähnlich viel Gefühl, wie Steine es haben.


Was Menschen berührt, sind keine großen Versprechen. Es sind kleine, konkrete Details, die man spüren kann.


Nicht „mehr Freiheit“, sondern: „Du wachst auf, ohne zuerst aufs Handy zu schauen.“ Nicht „mehr Selbstvertrauen” sondern: „Du gehst in den Call, ohne vorher 17-mal deinen Preis vor dir selbst zu rechtfertigen.“ Nicht „mehr Umsatz“, sondern: „Du siehst zum ersten Mal 100 Bestellungen an einem Tag im Dashboard – und du weißt, das war kein Zufall.“

Dimensionalisierte Features geben diesen Bildern Substanz. Sie machen Emotion greifbar.

Und das ist der Witz:

Je konkreter du wirst, desto emotionaler wirkt es.

Also mein Vorschlag für heute: Lass die Benefits mal Benefits sein, und bring ein paar dimensionalisierte Features rein – die zeigen, was dein Angebot eigentlich möglich macht.

Markus

PS: Wer übrigens echter Experte für Dimensionalisierung ist – also das Greifbar-Machen von Aussagen – ist MEFFdigital.

(das Ding erkennt, ob deine Benefits noch Luftschlösser sind oder schon so real wirken, dass der Leser sie am liebsten anfassen, einstecken und mit nach Hause nehmen möchte)

Man sagt ja immer, dass man irgendwann im Leben (so gegen Ende hin) immer nur die Dinge bereut, die man nicht getan hat…


Well, Reader...


Ich bereue, dass ich etwas angefangen hab.


Wie du sicher weißt (spätestens in 11 Sekunden), bin ich immer auf der Suche nach dem einen Hebel, der DIR ermöglicht, bessere Copy zu schreiben…


Und ich hatte letzte Woche die Idee:


Was, wenn ich dir nicht beibringe, wie man Copy schreibt – sondern wie man denkt, bevor man schreibt?


Also die Denkmodelle hinter großartiger Copy. Warum sie verkauft (hat) – oder nicht.


Und klar, natürlich wollt ich da ein bisschen tiefer gehen, als nur „Offer muss zur Audience passen” und so…


Tja.


Und wie’s bei mir so ist – ich hab’s ausprobiert. Und jetzt sitz ich hier seit TAGEN, schreib mir die Finger wund, zeichne Modelle, streiche sie wieder durch, und verliere jedes Zeitgefühl.


Sehr zum Leidwesen meiner Family…


Aber gut:


Jetzt hab ich angefangen – und werd das wohl durchziehen (müssen).


Markus

Ich trau mich kaum, es zu schreiben.


Aber ja:

Der Fluch von Laibach hat zugeschlagen.


Erst Staus ohne Ende.

Dann kein Strom in der Küche beim Heimkommen.

Sicherung raus, Sicherung rein – läuft wieder. Zum Glück…


Ich dachte, das war’s.


WAR’S ABER NICHT.


War’s nicht, Reader...


Denn am nächsten Morgen…war. sie. tot.


Die Kaffeemaschine…


Keine Lebenszeichen. Kein Surren. Kein vertrautes Blinken oder röcheln, sobald der Druck im Kessel stimmt.


Nur Stille.


Ich stand davor wie bei einer Beerdigung. Tasse in der einen Hand, den Griff vom Siebträger noch in der anderen…Blick ins Leere.


Und hab mich gefragt, warum ausgerechnet sie.


Sie war nie die Schönste. Nie die Schnellste. Aber sie war zuverlässig.


Sie hat mir Tag für Tag den Start ermöglicht, dass ich genug Kraft habe, mich an mein MacBook zu setzen und die erste Mail des Tages zu tippen…


Und jetzt – kalt. Regungslos. Ein Opfer des FlUcHs VoN lAiBaCh.


Ich hab sie abends dann vom Strom genommen.

Und in stiller Dankbarkeit nochmal mit einem Mikrofasertuch abgewischt.


(man soll die Dinge ja loslassen in Würde – auch wenn der frisch gemahlene Kaffee schon soooo verführerisch duftet…)


Und genau da, Reader, kam mir der Gedanke:


Wie viele Copywriter da draußen halten genauso lange an ihren alten Texten fest?


Mails, die mal funktioniert haben.

Hooks, die mal gezogen haben.

Anzeigen, die mal Klicks gebracht haben – damals, als Meta-Werbung noch profitabel war…


Sie hauchen wieder Leben ein, wechseln Headline, ändern Button-Farbe, werfen noch ein „🔥“ ans Ende …


Aber manchmal – ist die Maschine Copy einfach tot. Und das ist okay.


Gute Copywriter versuchen, Texte zu reparieren – großartige Copywriter schreiben neue.


Also: Wenn deine alte Kampagne keinen Mucks mehr macht – trau dich, sie einfach neu zu machen.


Markus


PS: Meine Kaffeemaschine konnte ich offensichtlich nicht mehr reden…


Aber vielleicht deine Copy?


Ich würde einen Haufen Geld verdienen können, wenn ich dir jetzt mein persönliches Feedback verkaufen würde – immerhin liegt das aktuell bei mindestens 800 Euro.


(gut, dafür kriegst du auch 4 Feedbacks von mir in Summe…)


Viel günstiger wäre es da doch für dich, du würdest dir mit MEFFdigital einfach eine FEEDBACK-FLATRATE von mir kaufen – oder?

Mein Hirn mag noch nicht so…


Und meine Finger auch nicht.


Deshalb dachte ich:


Du könntest dir heute deinen Newsletter von mir selbst schreiben, Reader.


Wie findest du die Idee?


Ich arbeite ja immer mit den Notizen, die ich mir ständig auf einem meiner reMarkables mache…


Hier findest du eine Seite von gestern.


Wenn dir da zufällig ne coole Mail einfällt wie ich sie schreiben würde – klar, mit Pitch am Ende zu einem meiner Produkte…


Dann schick sie mir.


Und wenn ich die abnicke und so rausschicken würde (oder das vielleicht sogar mache), kriegst du als Dankeschön das von dir (an dich) gepitchte Produkt for free.


Bock?


Markus

Ich war gestern vermutlich Zeuge der ungewöhnlichsten Speech meines Lebens:


Daniel von Blechschädel Marketink.


Und als der angefangen hat, da hat er rausgehauen:


„Deine Dienstleistung interessiert auf Insta keine Sau”


Und dann meinte er sinngemäß, dass einem alle Welt permanent den Mittelfinger zeigt…


Weshalb er das direkt von der Audience eingefordert hat.


Kollektiv gingen dutzende Mittelfinger in die Höhe und haben sich ihm entgegengestreckt… – und genau das wollte er auch am Ende seines Vortrags nochmal haben. Statt Applaus


Was er nicht bedacht: mein altkluges Töchterchen, das in Reihe 1 saß. Und die mit ihrem judgung face natürlich mehr als empört war, dass er einfach den „böööööhsen Finger” zeigt – und alle mitmachen.


Naja.


Bin mal gespannt, wie sie reagiert, bei dem, was ich heute so von mir geben darf…


Mein Thema:


KI wird uns als Copywriter ersetzen.


Ich denke ja, die Frage ist nicht ob – sondern nur, wie lange wir noch Zeit haben.


Oder?


Markus


PS: ja, kurz…


Nein, kein Pitch…


Aber jetzt müssen hier erstmal so dringende Dinge wie Frühstück & Gassigehen geregelt werden – sorry.


PPS: Und ja – Recht hat er, der liebe Daniel.


In einer Welt, in der Menschen sich für uns oder unser Angebot wirklich interessieren, da fließt wahrscheinlich auch Milch und Honig in den Bächen…

Gestern ist mir wieder etwas passiert, was wirklich nur mir passieren kann…


Katti hatte auf TikTok so einen hippen Laden gefunden, der „instagrammable coffee“ anbietet (ja, so nennen die das wirklich).


Ich – als möglicherweise einziger Tee-Trinker in ganz Ljubljana – bestell mir also einen Tee.


Und dann ging’s los…


Teebeutel in die wirklich schön geschwungene Tasse gelegt.

Heißes Wasser aus der Kanne drauf.

Tasse voll.

Kanne aber immer noch halbvoll.


Also kurz gewundert (vor allem war der Teebeutel so riesig, der hat das halbe Wasser in der Tasse verdrängt), Teebeutel raus, Tee getrunken und 10 Minuten später zweiten Aufguss gemacht – der natürlich nicht mehr so lecker war (weil Wasser lauwarm, Geschmack weg).


Und kurz vorm Bezahlen denk ich mir:


„Verdammt. Ich Depp hätte den riesigen Teebeutel einfach in die Kanne werfen können.“


Gut daran ist:


Das ist exakt der Fehler, den die meisten Copywriter machen – du vielleicht auch, Reader?


Die meisten packen all ihre Ideen, Stories und Benefits in die erste „Tasse“ (= eine Mail, eine Anzeige, eine Headline).


Sie überfüllen das Ding – und wenn sie später noch was brauchen, bleibt nur ein schaler Nachguss.


Besser:


Pack den Teebeutel gleich in die Kanne.


Heißt: Sammel erstmal ALLES.


Die volle Portion Stories, O-Töne, Benefits, kleine Side-Notes.


Und daraus schenkst du dir dann beliebig viele „Tassen“ ein: Headlines, Ads, Newsletter, Social Posts.


So schmeckt jede Portion frisch – und du verbrennst nicht dein ganzes Pulver in einem einzigen Aufguss.


Heute also kein Pitch, sondern nur ein kleiner Reminder:


Mach deine Copy nicht zum lauwarmen zweiten Aufguss.


Denk größer, setz beim Ursprung an – und genieße den Luxus, immer wieder neu ausschenken zu können.


Markus

Ich bin einfach zu alt für diesen Scheiß.


Da will man nur nen kleinen Ausflug mit der Family machen…Gesamtreisedauer laut Navi: bisschen über 6 Stunden, davon 28 Minuten Ladestopp.


Ja…


Hätte ganz entspannt sein können, Reader.


War. Es. Aber. Nicht.


Und es waren nicht wie befürchtet die Kids, ganz im Gegenteil – die waren: traumhaft.


Es waren die anderen Autofahrer…ich mein:


Es ist ja grundsätzlich okay, wenn man es selbst nicht sonderlich eilig hat an sein Ziel zu kommen…


Aber:


Warum muss man dann extra Staus verursachen, damit alle anderen auch nicht voran kommen?


Das Ende vom Lied:


Ich war nach 5 Stunden erst aus Deutschland draußen…das muss man sich mal vorstellen.


Entsprechend schlecht lief dann der gestrige Abend:


Ich hab eben nicht die LP für eine Kundin schreiben können, wie ich es vorhatte. Ich konnte eben nicht die Mailkampagne für nen anderen Kunden schreiben und direkt aufsetzen…


Und das Schlimmste von allem:


Ich hab auch noch mein jour fixe mit Adrian & Chris verpasst – und sie einfach versetzt.


War einfach nicht mehr im Kopf…


Hm.


Manchmal läufts einfach nicht…


Aber du kannst dir ja gern mal den Copy Club hier anschauen – quasi das Baby von Adrian, Chris & mir.


Und ich hab den beiden auch schon versprochen:


Ich versetz sie nicht mehr – außer: ich bin der eine, wegen dem alle anderen im Stau stehen, aber dann hab ich vermutlich andere Probleme…


Markus

Heute geht’s auf nach Ljubljana…und ich bin mir sicher, dass unser Auto dafür zu klein ist.


Also hab ich gestern Nägel mit Köpfen gemacht – und lass mir heute Vormittag noch schnell so ne Dachgepäckbox montieren. Die kann man bei meinem Autohändler nämlich mieten, wie er mir gestern angeboten hat. Schon smart.


Und vermutlich bitter notwendig, denn mit müssen (wahrscheinlich nicht nur):


  • Katti
  • Hundi
  • Töchterchen
  • Söhnchen
  • ich
  • Klamotten für alle
  • Futter für Hundi
  • MEFFdigital
  • Futter für Söhnchen
  • Snacks für Katti & Töchterchen
  • Windeln
  • Babynahrung
  • der Fläschchenzubereiter
  • der Fläschchenwarmhalter
  • der Fläschendesinfizierer
  • Das Cashcow Copywriting Compendium
  • Ersatzbodys
  • der Kinderwagen
  • Spielzeug
  • CRASH!
  • MacBook
  • iPad
  • reMarkable
  • diverse Ladegeräte
  • und jede Menge Zeug, von dem ich im Moment vermutlich noch nicht einmal weiß, dass wir es besitzen


Da machst so ne Dachbox wahrscheinlich schon Sinn, Reader!


Drück mir die Daumen, dass es keine Zwischenfälle gibt, über die ich morgen in meiner Mail an dich lamentieren muss…


Ich versprech dir:


Wenn nix aufregendes ist bei der Fahrt, fällt mir trotzdem was ein!


Markus

Ich beginne diese Mail mit dem meist-zitierten Satz von Töchterchen der vergangenen Wochen:


Du wirst es nicht glauben, Papa Reader!


Letzte Woche krieg ich eine Messenger-Nachricht von einem ehemaligen Klassenkameraden…


(dachte ich zumindest, stellte sich aber als fataler Irrtum heraus, möglicherweise ein Enkeltrick-Versuch oder sowas in der Art)


Jedenfalls stand da drin:


„Servus Markus, nachdem unser Abi ja jetzt 20 Jahre her ist, organisieren wir grad Kontakte für ein Klassentreffen – magst mir mal deine Handynummer schicken, dann füg ich der Gruppe hinzu.”


Jetzt muss man dazu wissen:


Der, der das geschrieben hat, hat nen eher…seltenen Namen. Zumindest hab ich den nirgendwo anders mehr gesehen als damals in der Schule.


Und keine Ahnung, durch welche social-engineering-black-magic der an meinen Kontakt auf Facebook kam…aber für einen Moment hat es sich „echt” angefühlt.


Bin aber nicht drauf reingefallen.


Weil: nicht mit mir!


Hätte ich vor 20 Jahren Abi gemacht, dann müsste ich ja fast 40 sein.


Um andere vor Schaden zu bewahren (und natürlich zu Recherche-Zwecken, wer weiß, vielleicht kann man da mal nen Newsletter drüber schreiben), bin ich zum Schein natürlich drauf eingegangen. Wollte ja auch keinen Verdacht erregen, ohne wenigstens Kontakt zu den Hintermännern zu haben…


Und ich sag’s dir:


Krass, wie diese Scammer da inzwischen auffahren!


In der WhatsApp-Gruppe waren lauter Namen, die mir vage bekannt vorkamen…und auch das ein oder andere Gesicht sah irgendwie…vertraut aus. Also nicht wirklich vertraut, aber das hätten gut und gern Mama & Papa meiner ehemaligen Klassenkamerad:innen sein können…


Verrückte Welt.


Man stelle sich nur mal vor: ich zieh das durch und geh tatsächlich auf so ein fingiertes Klassentreffen mit lauter alten Menschen.


Wie läuft das wohl ab? Was passiert da? Ist das so wie in den Filmen?


„Schau, ich mach jetzt dies..”, „…aber als dann der Dings und die…Dings damals…” – „…und sag mal Markus, was machst eigentlich du?”


Wahrscheinlich muss man da dann mit Superlativen um sich werfen, wie toll man ist, was man alles erreicht hat, wie viel Kohle man scheffelt und was man für eine wahnsinnige Verantwortung trägt.


Aber mal ehrlich: Diese Angeberei beim Klassentreffen ist nichts anderes als ein Scam.


Nur auf einer anderen Ebene:


Wir halten an Masken fest, spielen Rollen – und merken nicht mal, dass wir uns selbst austricksen.


Witzigerweise gibt es ab heute genau dazu einen Podcast (lohnt sich, anzuhören – trust me!):


„Leise Kraft” – Wie du vom Getriebenen zum Gestalter wirst.


Ich wünschte, der wäre von mir – aber: David hat nicht nur die viel bessere Stimme am Mikro, er hat auch wesentlich mehr Ahnung vom Thema als ich.


Wenn du ihn ein bisschen unterstützen möchtest, hör dir seinen Podcast an – und für den Algorithmus solltest du ihn auf jeden Fall auch abonnieren.


Wenn du dich dabei erwischt, dass du mehr rennst als lebst – gönn dir Davids Stimme in den Ohren. Weniger Lärm im Kopf, mehr Leise Kraft im Herzen.


Markus