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Ich gebe mich ja immer als ein Mann, der Prinzipien hat, der zwischen gut und böse unterscheiden kann (zumindest seiner Auffassung nach) und ich betone eigentlich auch immer, dass mir sowas wie „Werte” wichtig sind. Ich sag dir was, Reader: Alles dummes Geschwätz. Klar hab ich Prinzipien, klar sind mir Dinge wie Moral wichtig – aber wenn es drauf ankommt, dann werf ich die ganz schnell über Bord. Seit Donnerstag Abend bin ich quasi ohne Internet. Vier Tage lang hab ich das Handy durchs Haus getragen wie so einen Geigerzähler, hab am Fenster gestanden, im Vorgarten, und einmal bin ich auf der Terrasse auf einen Stuhl gestiegen, und jedes Mal, wenn der zweite Balken kam, hab ich mich nicht mehr getraut, mich zu bewegen. Hochladen ging trotzdem nicht, dabei wollte ich einfach nur eine Rechnung verschicken... Weiter als 91% bin ich gefühlt nie gekommen. Und an Zoomcalls war schlicht nicht zu denken… Katti hat mich irgendwann gefragt, ob ich doch nicht arbeiten müsse, weil sie mich gar nicht am MacBook sieht. Also musste ich sie so enttäuschen, wie die Internetgötter mich hier am laufenden Band enttäuschen und ihr sagen, es „dauert noch und wird heut Abend auf jeden Fall später”. Gestern Mittag hab ich dann vom Auto aus auf einem Parkplatz in zwei Minuten eine Satellitenschüssel bestellt, zur Direktabholung im Store. Von einer Firma, deren Chef ich für einen der unangenehmsten Menschen dieses Jahrzehnts halte, und das sag ich jetzt mal so freundlich, wie es geht. Ich hab nicht mal gezögert. (doch, gezögert schon. Ungefähr so lange, wie das Ladesymbol gebraucht hat. Und da auf dem Parkplatz ja ganz normal mobiles Netz verfügbar war, ja…) Sonst erzähl ich immer: Menschen kaufen nach Werten. Gestern durfte ich am eigenen Leib spüren: Menschen kaufen das, was den Schmerz beendet, und schieben sich die Werte hinterher zurecht, damit sie sich im Spiegel wieder angucken können. Ich bin dieser ganzen Haltungsdebatte im Marketing übrigens deshalb so überdrüssig, weil Haltung nichts kostet, solange alles läuft. Sie kostet erst am vierten Tag ohne Netz. Und da war ich dann nicht mehr dabei. Deswegen verkauft Copy, die den Schmerz beim Namen nennt, besser als Copy, die Werte aufzählt. Ich kenne genug Texter, die dir bei einer Hopfenkaltschale oder einem Kaffee stundenlang erklären, warum KI den Beruf ruiniert, wie akkurat sie doch jeden KI-Text erkennen und dass die Menschen über kurz oder lang merken, dass KI-Copy nicht konvertiert. Die meisten davon haben Pure Persuasion AI abonniert, weil ein leeres Dokument um kurz vor Mitternacht am Deadlinetag mehr weh tut als ein Prinzip. Ich verurteile das nicht, ich hab mir ja gestern ein Starlink gekauft ¯_(ツ)_/¯ Markus PS: JA VERDAMMT – ICH HAB WIEDER INTERNET 🥳 (und ein klitzekleines bisschen ein schlechtes Gewissen) |
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Wir starren uns an. Ich fühle mich einen kurzen Moment lang wie John Wayne, mindestens. So fühlt sich also ein Showdown an. Während ich versuche, auf keinen Fall zu blinzeln, merke ich, wie mir ein Schweißtropfen von der Stirn aus in Richtung linkes Auge fließt… Bitte nicht. In exakt dem Moment, in dem der Schweißtropfen an meinen Wimpern vorbeigekommen ist, habe ich dieses Blickduell verloren. Und werde nie erfahren, was wirklich los ist hier. Also versuche ich alles, damit dieser Fall nicht eintritt. Den Blick abwenden kann ich nicht. In meiner rechten Hand halte ich mein iPhone, in der linken klammere ich mich an Söhnchen fest. (oder umgekehrt, Details verschwimmen manchmal) Ich verenge meine Augen zu Schlitzen und probiere den bösen Blick. Ich merke, wie sich zu allem Überfluss die bisherigen Strapazen des Tages in meinen Beinen bemerkbar machen, lang kann ich nicht mehr so stehen. Die Menge hinter mir starrt die Szenerie ebenso gebannt an, wie ich – nur dass ich quasi als Hauptdarsteller mittendrin bin. Und sie kommt inzwischen so nah, dass mir jemand schon in den Nacken atmet – gibt es ein ekligeres Gefühl auf der Welt, Reader? Er oder ich. Einer von uns zieht als strahlender Held weiter, der andere trägt die Schmach. Und ich schwitze immer mehr… Söhnchen wird quenglig. Er knatscht, als hätte er Hunger – was natürlich sein könnte, es ist ja inzwischen kurz nach 12:00 Uhr am Mittag. Katti ruft irgendwas, ich höre es nur als Rauschen in diesem angespannten Moment. Es klingt wie „weg da“ oder so. Aber ich KANN jetzt nicht. Manchen Situationen läuft man nicht davon. Man stellt sich. So wie jetzt. Ich nicke Söhnchen unmerklich zu, will, dass er die nächsten Sekunden voll bei mir ist, hole tief Luft und – Ein Blinzeln. Kaum zu sehen, so schnell geht das, aber es ist da: Der riesige Alligator, locker dreimal so groß wie seine Artgenossen im Gehege, ist ECHT. Auch wenn er allein aufgrund der absurden Größe wirkt, als wäre er aus Plastik, LEBT er. Und weil er merkt, dass er das Blickduell gegen mich verloren hat, reißt er sogar ungläubig und voller Entsetzen sein riesiges Maul auf. Mag sein, dass ich jetzt leicht übertreibe, aber in diesem Moment bin ich mir sicher: Der könnte auch nen Kleinwagen verschlucken. Einfach so. So nah war ich so nem Monstrum tatsächlich noch nie. Reader, ich hab dir bis zum Schluss nicht gesagt, WER mir da eigentlich gegenüber steht. Meinen „Gegner“ hast du dir selbst gebaut, aus John Wayne, einem Showdown mittags und meinem Schweißtropfen. Wenn dein Leser deine Story selbst im Kopf weitererzählt, während er liest, dann bringst du ihn bis zum CTA. Falls du SIRENE zufällig besitzt – welche beiden Werkzeuge stecken hier drin? (und falls nicht: hier werden Sie geholfen!) Markus |
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14 Sekunden. So lange hält hier das WLAN, Reader. Dann ist es weg, und ich fang von vorne an. Handy, Tablet, Rechner, völlig egal. Bleibt das mobile Netz: ein Balken. 3G. Trotzdem hab ich es gestern geschafft, einen Artikel zu laden. In Etappen, so wie man früher ein Bild im Netscape Zeile für Zeile runterrieseln sah. Geschrieben hat ihn Niklas. Und der hatte ein Problem mit seinem Van: Der wollte nicht mehr ausgehen. Zündschlüssel nach links, Motor aus, so weit die Theorie. In der Praxis passierte nichts. Also hat er ihn wochenlang abgewürgt, jedes Mal. Irgendwann fährt er zwei Stunden nach Schwetzingen, zu einem Mann namens Ibrahim. Ibrahim baut keinen neuen Motor ein. Er wechselt ein Ventil. Klein, billig, zehn Minuten. Danach geht der Van wieder aus wie jeder normale Van. Der ganze Artikel steht hier, ist lesenswert! Denn das Beste kommt vorher. Niklas hat auf genau dieser Fahrt nach Schwetzingen meinen Storytelling-Kurs SIRENE gehört. Komplett, in einem Rutsch. Sein erster Gedanke beim Aussteigen: „Was? Schon vorbei?" Und seitdem läuft bei ihm auch ein Motor, der nicht mehr ausgeht. Weil er eine Aufgabe aus den ersten Lektionen erledigt hat. Die dauert zwanzig Sekunden, und die schiebt selbst der härteste Prokrastinierer nicht auf: Handywecker stellen. 21:30 Uhr. Jeden Tag. Und da ist es, sein Ventil. Ich hör seit Jahren denselben Satz. „Bei mir passiert halt nichts, ich mach ja nur [Steuerberatung.] / [Fensterreinigung] oder [pass den ganzen Tag auf die Kinder auf]" Dein Motor läuft, Reader. Dir passiert jeden Tag genug, aus dem du geile Stories machen könntest, um Dinge zu verkaufen. Deine Dienstleistung zum Beispiel. Du kriegst das nur nicht mit, und am nächsten Morgen ist es weg, so wie mein WLAN nach 14 Sekunden. SIRENE kriegst du immer noch zum Beta-Preis, für weniger als ein Drittel des Normalpreisesl. Aber nur noch solange, bis ich die restlichen Bonuslektionen aufgenommen hab. Bei einem Balken Empfang und Söhnchen, der die Akustik hier hervorragend findet, wird das wohl oder übel ein paar Tage längern dauern als geplant… Aber je früher du anfängst, desto schneller bist du fertig! Markus PS: Die Schwimmbad-Geschichte von Töchterchen und mir kriegst du morgen. Falls das WLAN länger als 14 Sekunden mitmacht oder ich nicht irgendwas anderes dringend loswerden muss. |
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Gestern hab ich dich gefragt, warum ich wohl auf der Essbank schlafen musste – bei 3 Schlafzimmern in der Unterkunft. Das hatte viel mit meinem Umweltbewusstsein und wenig mit meinem Geiz tu tun (oder andersrum, wer kann das schon so genau sagen): Vor dem Hintergrund, dass ich ein Babybett mitgebucht habe, habe ich natürlich nur dreimal Bettwäsche bestellt: Katti, Töchterchen und ich brauchen ja. Am Abend stellt sich dann natürlich raus, dass das Babybett kaputt ist – und an der Rezeption kann man sich nur furchtbar entschuldigen, ganz betroffen sein und versprechen, man gibt das am nächsten Tag sofort weiter. Also schlief Söhnchen bei Katti im Doppelbett, Töchterchen in ihrem Bett – und nachdem ich nicht in einem Bett ohne Bettwäsche schlafen wollte, blieb mir nur: Die Essbank. Tamara war am nächsten dran und hat ihren Zugang zu SIRENE schon bekommen. Tag 2 vom „Urlaub” wäre also geschafft und bestand in großen Teilen darin, ein Örtchen zu finden, wo ich genug Internet zum arbeiten hab…auch mit Coworking sieht’s hier gar nicht ganz gut aus, weil: Hundi muss ja mit, sonst fessel ich den Rest der Bande ja an die Unterkunft… Ich such weiter. Vor allem brauch ich was für morgens…ich schreib meine Mails ja in der Regel in Google Docs, aber ohne Internet ist das tricky… Und meine Mails nicht mehr „live” schreiben, nur um da ein bisschen weniger Stress in aller Herrgotsfrühe zu haben, muss ja auch nicht sein ¯_(ツ)_/¯ Markus PS: was vermutlich eine komplett eigene Mail wert ist: Womit ein komplettes Schwimmbad im Traum nicht gerechnet hätte. Ich war gestern noch mit Töchterchen & im Schwimmbad, was DA passiert ist… Ja. Ich schick jetzt lieber mal ab, bevor mein einer Balken Empfang wieder weg ist ¯_(ツ)_/¯ |
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Was für ein Idiot kommt eigentlich auf die Idee, mit zwei kleinen Kindern in den Urlaub zu fahren? Abgesehen von uns… Dabei war der Plan überragend gut: Nachdem aus dem ursprünglichen, Nachts durchzufahren, nichts wurde, weil der Checkin erst zu spät möglich war, dachte ich mir nämlich, ich bin ganz schlau. Wir fahren um halb Vier in der Früh. Weil – so hab ich mir das gedacht, naiv wie ich bin, Töchterchen und Söhnchen dann aus dem Tiefschlaf gerissen werden (natürlich sehr liebevoll und äußerst kurz) und dann direkt im Auto wieder so fest einschlummern, dass wir schon fast da sind, wenn sie das erste Mal wieder aufwachen. Denkste, Reader! Die waren einfach…wach. Und haben Dinge gemacht, die wache Kinder halt während längerer Autofahrten so machen: Genervt. Hunger, müde, Pipi, kalt (oder wahlweise: warm), sind-wir-bald-da, wie-lange-noch, ich-will-was-anschauen und so weiter. Und das war nur Töchterchen. Söhnchen wollte wahrscheinlich alles auf einmal und hat deshalb erst mal geschaut, wie laut sein kleines Stimmchen eigentlich werden kann. Dauerhaft. Ich frag mich manchmal, ob ich als Kind auch so war – trau mich aber ehrlich gesagt nicht, Mama zu fragen. Hab Angst vor der Antwort. Angekommen sind wir dann doch, mit rund 3 Stunden Verspätung zwar, aber wenigstens ohne Stau. Und hey – Spaziergänge über Raststätten-Begrünung haben ja auch ihren ganz eigenen Charme. Dann ging der Ärger aber erst richtig los! Wir haben hier in Kaatsheuvel so ein Luxus-Mobile-Home gemietet: große (überdachte) Terrasse, Loungemöbel, Klimaanlage, 3 Schlafzimmer, komplette Baby-Ausstattung mit Wickelkommode, Hochstuhl, Babybett… Und trotz 3 Schlafzimmern mit insgesamt 5 Betten (plus 1 Babybett) für nur 4 Personen, wobei 2 davon spätestens seit Eheschließung daran gewöhnt sind, im selben Zimmer zu schlafen – durfte ich heute Nacht auf der ESSBANK schlafen. Frag nicht, wie’s meinem Rücken geht… Wie es dazu kommen konnte, überlasse ich gern deiner Fantasie, Reader. Wobei: Teil mir doch deine Gedanken dazu mit? Wenn du richtig liegst, schenk ich dir meinen Storytelling-Kurs SIRENE! Und wenn du daneben liegst hast du trotzdem gewonnen – du kannst SIRENE nämlich hier immer noch mit nem so fetten Rabatt kaufen, dass du weniger als ein Drittel vom Originalpreis zahlst. Markus PS: und um den Betreff aufzulösen – rate mal: Ich hab’s mal wieder geschafft, ausgerechnet einen von höchstens 6 Orten in ganz Europa als Urlaubsziel rauszusuchen, in dem es quasi KEIN INTERNET gibt. Quasi deshalb als bewussten Weichmacher, weil irgendwie geht es ja, sonst würdest du diese Zeilen gar nicht lesen. Aber frag nicht, wie: Das angepriesene WLAN kappt irgendwie automatisch 14 Sekunden nach Aufbau die Verbindung, egal ob an Handy, Tablet oder Rechner. Und beim mobilen Netz habe ich noch nicht mehr als einen (!) Balken Empfang gesehen. Und dann auch noch 3G. Also UMTS – das Netz, das in DE zumindest vor 10 Jahren oder so abgeschalten wurde? Wird also echt spannend mit Arbeiten… |
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Wir müssen ganz leise sein, Reader! Wenn Katti merkt, dass ich jetzt am Rechner sitze, nur um DIR noch ne Mail zu schreiben, dann kann ich mich auf was gefasst machen. Und ich muss ja jetzt noch so rund 9 Stunden mit ihr im Auto sitzen – glaub mir, da kann ich nix riskieren! Ich schreib extra klein, damit die Tastatur nicht so laut klappert… Gestern Abend hab ich ja kurz angedeutet, warum meine Mail fast 15 Stunden Verspätung hatte – für die ausführliche Fassung fehlt mir aber immer noch die Zeit, vielleicht morgen oder so. Fakt ist jedenfalls: Das hat mir den Zeitplan so dermaßen durcheinander geworfen, kannst du dir nicht vorstellen…was ich alles noch machen wollte, bevor es gleich losgeht… Unter anderem: Die noch fehlenden Bonus-Lektionen in SIRENE aufnehmen. Weil, sobald die stehen und online sind, darf ich ja offiziell mehr als den dreifachen Preis verlangen und ich muss da so ehrlich sein: Das macht mir viel mehr Spaß, als es jetzt quasi zu verschenken. Vor allem, weil ich ja unterwegs in Richtung Urlaub bin und ich hab so das ungute Gefühl, dass dort viel mehr Geld ausgegeben wird als sonst – aber das soll jetzt nicht dein Thema sein. Jedenfalls: Jetzt ist 3:15 Uhr, ich weck mal Katti, wir laden das letzte Zeug ins Auto ein (inkl. Kinder) und dann sind wir erstmal auf der Autobahn. Falls meine Mail morgen nicht pünktlich ist, denk dir nichts – vermutlich bin ich ein wenig ko von den letzten Tagen. Abgesehen vom Pure Persuasion AI Ausfall muss ich dir eh noch einiges erzählen, was los war… Markus |
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Du hast es ganz sicher bemerkt, oder? Heute morgen gab’s leider keine Mail von mir, Reader. Meine überaus sinnige Entschuldigung: Die Chinesen sind schuld 🤬 Die haben mich nämlich gestern Nachmittag, ganz unverhofft mitten in Töchterchens Reitstunde, darauf aufmerksam gemacht, dass sie meinen Server abschalten, löschen – und glücklicherweise nicht einmal ne Backup-Möglichkeit haben… Und Ende vom Lied: Ich war von gestern Nachmittag bis heute morgen um halb Fünf am Rechner, um schon einmal die wichtigsten Dinge umzuziehen…immerhin laufen über meinen Server lauter wichtige Dinge von mir, z. B. die Pure Persuasion AI. Und eben diese war heute Nacht um 3:02 Uhr DOWN, für keinen zahlenden Kunden mehr erreichbar. Für ganze 100 Sekunden – aber ist trotzdem Mist… Heut über den Tag hab ich dann ein wenig Schlaf nachgeholt, Server weiter umgezogen – und Sachen gepackt, morgen geht’s ja Richtung Urlaub. Ein Gutes hat der Umzug: Markus |
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Das Huhn kommt an dreizehnter Stelle. Von vierzehn. Hinter ihm kommt nur noch das Antioxidationsmittel. Das Produkt heißt Hühnersuppe. Hühnerfleisch: 0,2 Prozent. Das Hühnerfett steht übrigens weiter oben, bei 1,3 Prozent. Das Fett des Huhns ist in dieser Suppe also sechseinhalbmal wichtiger als das Huhn. Was wirklich drin ist: Nudeln. 66,6 Prozent. Die Zahl hab ich mir nicht ausgedacht, Reader. Und dann kommt der, um den es eigentlich geht. Position zwei, noch vor dem Salz, noch vor dem Zucker: „Natürliche Aromen". Kein Name. Keine Herkunft. Keine Prozentangabe. Er darf nicht sagen, wer er ist. Aber ohne ihn schmeckt das Ganze nach heißem Wasser mit Nudeln drin. Und weil hinter ihm ein Sternchen steht, und das Sternchen unten „natürliche Zutaten" bedeutet, ist er derjenige, der vorne auf der Packung das grüne Schild trägt: „Mit natürlichen Zutaten!" Vorne ist außerdem ein Foto. Ein Topf, dicke Karottenwürfel, Lauchringe, ordentlich was los da. Karotten: 1,0 Prozent. Lauch: 1,1 Prozent. Alles, was du auf der Vorderseite siehst, macht zusammen 3,6 Prozent des Inhalts aus. Was laut Packung drin sein könnte: Soja, Milch, Eier, Senf. Was laut Packung garantiert drin ist: 0,2 Prozent Huhn. Ein Teller hat 50 Kalorien. Und 4 Gramm Salz. Das sind 67 Prozent der Tagesreferenzmenge für einen Erwachsenen. Du kriegst also fast nichts zu essen und zwei Drittel deines Tagessalzes. Das einzige Kraut, das namentlich genannt wird, ist Rosmarin, und das ist noch nicht einmal wegen des Geschmacks drin. Es steht als Antioxidationsmittel da. Es ist also da, damit nichts ranzig wird. Und quer am Rand, in Schriftgröße vier, steht das eine Wort, das die ganze Vorderseite wieder einkassiert: Serviervorschlag. Das Huhn kommt an dreizehnter Stelle. Auf der Packung kommt es zuerst. So. Das war die Rückseite einer Maggi Hühnersuppe. 4 Teller. Steht bei mir im Schrank. Ich hab kein Wort dazuerfunden. Keine Zahl, keine Zutat, keinen Fakt. Alles steht da drauf, du kannst es nachlesen. Ich hab nur entschieden, was zuerst kommt, was ich zurückhalte und was in der letzten Zeile steht. Und jetzt kommt der Teil, den ich richtig geil finde: Bei Maggi saß jemand vor genau derselben Zutatenliste. Gleiche Zahlen, gleiches Huhn, gleiche 0,2 Prozent. Der hat daraus „Mit natürlichen Zutaten!" gemacht. Zwei Geschichten. Beide wahr. Deswegen stimmt der Satz auch nicht, den ich seit Jahren höre: „Bei mir gibt's halt nichts zu erzählen, ich mach ja nur Steuerberatung." (oder wahlweise auch Fenster, Krankengymnastik oder Strickanleitungen für Hamstersocken) Ich wette, du hast kein Story-Problem. Das Material liegt jeden Tag vor deiner Nase. Dir muss nur mal jemand zeigen, in welcher Reihenfolge es eine Geschichte ergibt. Genau das lernst du in SIRENE. Der komplette Grundkurs steht und du hast ab Kauf sofort Zugriff drauf, Beta-Preis läuft, solange ich aufnehme. (30 der 43 Bonus-Lektionen sind schon im Kasten. Sobald die online sind, steigt der Preis auf mehr als das Dreifache…) Markus PS: die Suppe steht übrigens immer noch im Schrank. Und ich werd sie auch irgendwann essen, ich mag die. Und Achtung, Captain Obvious: Es ging hier nie um die Suppe. |
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Mein Storytelling-Kurs heißt SIRENE. Und ich fand das ziemlich schlau von mir, weil: liegt ja auf der Hand, oder? Sirenen sitzen auf ihrer Insel, singen, und jeder Seefahrer, der vorbeikommt, dreht bei und fährt sein Schiff freiwillig auf die Felsen. Am Strand liegen die Knochen von denen, die vorher dachten, sie könnten ja mal kurz reinhören. Wenn das keine Metapher für gute Copy ist, Reader! Name stand lange vor dem Kurs fest, ich wusste noch nicht einmal, ob ich einen machen soll. Aber wenn… Dann muss er SIRENE heißen. Gestern ging dann meine 3.290 Wörter Salespage dazu raus. Und heute Nacht, da ist mir bewusst geworden: der Name ist ja noch auf ner anderen Ebene total geil. Weil die Sirenen nämlich kein „la la la" singen. Zwölfter Gesang der Odyssee, sie rufen Odysseus beim Namen: „Komm her, gepriesener Odysseus, du großer Ruhm der Achaier." Und dann kommt der Satz, um den es eigentlich geht: ἴδμεν γάρ τοι πάνθ' (ídmen gár toi pánth') – „Denn wir wissen alles." Alles, was in Troja geschehen ist. Alles, was auf dieser Erde geschieht. Die Sirenen galten als allwissend – das ist der Teil, den kaum einer auf dem Schirm hat. Und was bieten sie ihm damit an? Seine eigene Geschichte. Der Mann ist zehn Jahre auf See. Zehn Jahre, in denen ihm kein Mensch gesagt hat, was dieser Krieg eigentlich mit ihm gemacht hat. Und dann sitzen da zwei Stimmen auf einem Felsen und sagen: „Komm rüber. Wir erzählen dir, wer du warst.” Deshalb lässt er sich an den Mast binden, weil es um ihn geht. Und da liegt genau das Ding, das beim Storytelling die meisten falsch verstehen: Dein Leser braucht nicht zwingend Spannung, solange er den Verdacht hat, dass die Story von ihm handelt. Deswegen verpufft „ich war 2019 auch mal pleite" so zuverlässig. Und deswegen bist du bis hier unten gekommen, obwohl es die letzten Absätze um einen dreitausend Jahre alten Griechen ging. Ich sag natürlich NICHT, dass du nach SIRENE alles über Storytelling weißt. Aber irgendwas wird sich der Autor bei dem Namen wohl gedacht haben ¯_(ツ)_/¯ (aber nur noch, bis ich die restlichen Bonuslektionen aufgenommen hab – die ersten 21 von 43 sind schon im Kasten…) Markus PS: und weil wir schon bei Dingen sind, die man zu wissen glaubt… Die Sirenen waren ursprünglich keine Frauen mit Fischschwanz. Sondern Vögel mit Frauenkopf (und manchmal Bart?). Die Meerjungfrau kam erst rund tausend Jahre später dazu. Einfach, weil sie sich besser verkauft hat. Womit auch das irgendwie zum Thema passt. |
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Eigentlich wollte ich zum Launch meines Storytellingkurses SIRENE ne krass harte Salesstory aus dem Ärmel schütteln. Ich wollte Druck aufbauen, dass du auch auf jeden Fall kaufst, weil ich so krass FOMO generier, dass du SIRENE auf keinen Fall verpassen willst… Aber weißt du was? Eigentlich steht sowieso alles hier, ich hab mir ja 3.290 Wörter Salespage gegönnt ¯_(ツ)_/¯ Markus PS: falls du gestern schon einmal testlesen wolltest… Je nachdem, wann du das gemacht hast, liest du eventuell das gleiche oder was anderes. So oder so: Die Links funktionieren jetzt 😉 |