Mein Opa hatte für alles einen Spruch, Reader, und die meisten davon hab ich vergessen, aber einen hab ich behalten, weil er der einzige war, der wirklich funktioniert hat:

​
​

„Biable, wenn'd it weisch, wia'd di entscheide sottsch, na wirfsch an Zwickl. Well in deam Moment, worar durch'd Luft seglat, woisch, was d'r liabr isch."

​
​

(Für alle nördlich von Kempten: Wenn du nicht weißt, wie du dich entscheiden sollst, wirf eine Münze. Weil du in dem Moment, in dem sie durch die Luft segelt, plötzlich weißt, was dir lieber wäre.)

​
​

Die Münze entscheidet nichts. Sie macht nur sichtbar, was du längst willst – davon hatte ich ja Ende Mai schonmal geschrieben.

​
​

Und dann gibt's die Gegenversion davon.

​
​

Ein Esel steht auf einer Wiese. Links ein Heuhaufen, rechts ein Heuhaufen, beide gleich groß, beide gleich weit weg, und er steht genau in der Mitte und wägt ab. Links wäre gut, rechts wäre auch gut, und links hätte ja diesen einen Vorteil, andererseits…

​
​

Der Esel verhungert. Im Futter. Das Heu war am Ende auch nicht mehr frisch, aber da war's ihm schon wurscht.

​
​

Das Ding heißt Buridans Esel, nach einem französischen Philosophen aus dem 14. Jahrhundert. Buridan hat diesen Esel nie erwähnt. Kein Wort, nirgends. Seine Gegner haben sich das Vieh ausgedacht, um ihn lächerlich zu machen.

​
​

Hat funktioniert, ironischerweise. Der Mann ist seit siebenhundert Jahren berühmt für einen Esel, den er nie besessen hat. ¯_(ツ)_/¯

​
​

Jedenfalls: ich steh gerade auf dieser Wiese.

​
​

Ich hab da was in der Mache. Storytelling. Mehr sag ich heute noch nicht, sonst nehm ich mir wieder Stoff für eine der nächsten Mails weg…

​
​

Aber ich hab eben auch gerade zwei Heuhaufen.

​
​

A: Ich nehm das komplette Ding auf, jede Lektion, bis der letzte Satz sitzt. Und dann kriegst du alles auf einmal.

​
​

B: Ich nehm das erste Modul auf, geb es raus, und leg dann jede Woche nach, während ich noch dran baue. Du wärst dabei, während das Ding entsteht, und wenn dir in Woche 2 was fehlt, könnte ich das in Woche 3 noch einbauen. Das ist der Teil, der mich kribbelig macht. Und gleichzeitig der, bei dem ich nachts wach werde, weil ich dann live liefern muss und keinen Puffer hab, wenn Söhnchen fiebert oder der Drucker wieder OW_4XX_OWSWS00001 sagt.

​
​

Den Zwickl hab ich in der Tasche.

​
​

Aber ich glaub, du weißt es besser als der, Reader!

​
​

Antworte einfach auf diese Mail. A oder B. Ein Buchstabe reicht, du musst nicht mal Hallo sagen.

​
​

Markus

​
​

PS: Und das Schlimmste daran ist, dass mich die Entscheidung soweit blockiert, dass ich noch nicht einen Satz überhaupt aufgenommen habe. Dabei könnte Modul 1 längst fertig sein, mindestens.

​
​

Ich verhungere quasi…

N

I

C

H

T!

​
​

Weil Mama Geburtstag hat. Nicht du, Reader.

​
​

Und während ich mir hier zum gefühlt achthundertzwanzigsten Mal seit gestern Nacht den linken Unterarm kratze und überlege, was ich dir eigentlich schreiben soll, fällt mir auf, wie viele fremde Menschen mir in den letzten Wochen etwas verkaufen wollten, nur weil bei ihnen irgendwas los war.

​
​

Geburtstag vom Gründer. Firmenjubiläum. Sommeranfang. Ende der Sommerpause. Und einmal der fünfte Geburtstag eines Newsletters, den ich nie abonniert hatte.

​
​

Ich warte eigentlich nur noch auf 20 Prozent zum Geburtstag vom jüngsten Hamster meines Nachbarn.

​
​

Der Anlass ist dabei gar nicht das Schlimme. Anlässe kann man erfinden, dafür sind sie ja da.

​
​

Schlimm ist, was danach kommt: das gleiche Angebot wie sonst, nur billiger.

​
​

Und das kostet dich zweimal.

​
​

Einmal bei dem, der gestern zum vollen Preis gekauft hat und heute dasselbe Ding mit 30 Prozent im Postfach liegen sieht. Der kauft nicht nochmal bei dir, und ich versteh ihn.

​
​

Und einmal bei allen anderen. Die lernen nämlich ziemlich schnell, dass sie nur lange genug nichts tun müssen. Ich mach das selbst bei einem Anbieter, dessen Vollpreis ich noch nie bezahlt hab. Warum auch, in sechs Wochen ist ja wieder irgendwas.

​
​

Wenn du also unbedingt einen Anlass nutzen willst, Reader: dann gib den Leuten etwas, was es sonst nicht gibt. Einen Call, den du danach nie wieder anbietest. Oder eine Aufzeichnung, die am Montag wieder offline geht. Hauptsache, du fasst den Preis nicht an.

​
​

Ich hab das dieses Jahr zum Geburtstag übrigens auch gemacht, nur andersrum: Ich hab angekündigt, den Verkauf von fast allem einzustellen, was ich je gebaut hab. VEED, BANG, CRASH, KYCCE, TRIP, MEFFdigital.

​
​

Ist bis heute so geblieben.

​
​

Deshalb kriegst du heute auch nichts Besonderes von mir, obwohl Mama Geburtstag hat.

​
​

​Die Pure Persuasion AI kostet heute exakt das, was sie gestern gekostet hat. Testen kannst du sie 7 Tage für 0 Euro, aber das steht da morgen auch noch, und an jedem anderen Tag, auch wenn niemand Geburtstag hat ¯_(ツ)_/¯

​
​

Markus

​
​

PS: Mama kriegt trotzdem was Ordentliches, keine Angst.

Wenn ich heute Nacht eines gelernt habe, dann ist es…

​
​

Bei offenem Fenster schlafen bringt GAR nix, außer Juckreiz.

​
​

Ich hatte nämlich die wahnwitzige Idee, etwas gegen die Hitze zu tun, in der Hoffnung auf ein wenig Abkühlung in der Wohnung über Nacht…

​
​

Was ich nicht bedacht hatte:

​
​

Töchterchen.

​
​

Die musste nämlich im Lauf der Nacht mal auf die Toilette (du erinnerst dich, Reader? Alle außer mir Magen-Darm…) und hat natürlich über all Licht eingeschaltet…

​
​

Flur, Badezimmer, Küche (weil sie noch was trinken wollte)...

​
​

Ja.

​
​

Abgesehen von den horrenden Stromkosten, die man dadurch hat – was ist noch passiert?

​
​

Na?

​
​

Naaaaa?

​
​

Wer liebt es, wenn er des Nachts sperrangelweit geöffnete Fenster vorfindet hinter denen eine regelrechte Festbeleuchtung wartet?

​
​

Mücken, Schnaken, Moskitos – auf jeden Fall irgendwelches Viehzeug, das mich heute Nacht öfter gestochen hat, als ich spontan zählen kann.

​
​

Markus

Während ich maximalst ausgelastet war, mich vor Ansteckung durch diese lebenden Epizentren namens Familie zu schützen, schreibt mir doch tatsächlich eine Kundin, sie wäre mit einem Skill in der Pure Persuasion AI nicht glücklich…

​
​

Sie nutzt ihn ständig, er liegt bei ihr auf Platz 3. Und trotzdem: „Die Ergebnisse lade ich nur zur Inspiration."

​
​

Autsch.

​
​

Gestern Abend war der Skill komplett neu gebaut. Nicht geflickt, neu gebaut: BANG Subject Lines v3.0 erntet jetzt erst den Rohstoff aus deinem Material, bevor er auch nur eine Betreffzeile formuliert. Dann schleift er die Sätze, siebt intern 15 bis 20 Kandidaten auf die 3 bis 5 besten runter und sagt dir sogar, welche er aussortiert hat und warum. Wer lieber selbst schreibt, bekommt einen Sparringsmodus: Du bringst deine Betreffzeile mit, der Skill liefert die kleinste wirksame Korrektur statt zwölf Alternativen.

​
​

Ihre Reaktion: „BANG! Liefert jetzt... aber hallo! 🤩"

​
​

Das war aber nur eines von sechs Skill-Updates in den letzten 24 Stunden. Erst die anderen fünf, dann wird es richtig interessant – denn die über 20 kleineren Mechaniken, die nebenbei in bestehende Skills gewandert sind, haben es in sich.

​
​

Marketing-Plan (90 Tage) ist neu im Katalog. Der Skill für alle, die sich fragen, wo sie überhaupt anfangen sollen. Er fragt zuerst, wer da eigentlich plant: Zielzahl, Können, Wollen. Dann rechnet er dein Umsatzziel rückwärts gegen dein Zeitbudget und baut daraus einen 90-Tage-Plan mit Messpunkten. Jede Maßnahme nennt den Skill, der sie umsetzt.

​
​

Pitch-Architektur ist neu. Der Moment, in dem aus deinem Inhalt ein Angebot wird, hatte bisher keinen eigenen Skill. Jetzt schon: eine Vier-Listen-Inventur deiner Zielgruppe, dann führst du mit dem, was ihr fehlt, und schließt mit der Passung. Mein Lieblingsdetail ist die Nachschlag-Diagnose. Wenn nach deinem Pitch eine lange Bonus- und Garantie-Liste kommt, hat der Pitch selbst nicht genug geliefert.

​
​

Hook-Miner ist neu. Er gräbt Hooks aus deinem vorhandenen Material, statt sie auf dem leeren Blatt zu erfinden. Und er sucht das Problem, das deine Zielgruppe wirklich hat. Das ist selten das, das sie zugibt.

​
​

Zweite Reise ist neu und mein persönliches Highlight. Fast jeder Verkaufs-Bogen endet am Gewinn: Problem, Suche, Entdeckung, Angebot. Was aber, wenn dein Leser den Erfolg schon HAT und er sich hohl anfühlt? Genau da stehen viele Coaching- und Dienstleister-Zielgruppen. Dafür gab es bisher keine Story-Struktur. Jetzt gibt es zwei, inklusive dem Bogen, der nativ für Community-, Membership- und Mastermind-Angebote gebaut ist.

​
​

Webinar-Skript v3.0 räumt mit der einen amerikanischen Einheitsvorlage auf. Vier Dramaturgien mit Diagnose-Weiche: Belief-Shift, Lehr-Webinar für Fachpublikum, Mitmach-Workshop, Diagnose-Webinar für High-Ticket mit Termin-Ziel. Dazu die Verweildauer-Diagnose: Die Absprung-Kurve deiner Webinar-Software verrät, welcher Block leckt. Und der Skill ist von VIP zu Pro gewandert, steht also ab sofort allen Mitgliedern offen.

​
​

So. Und jetzt die Mechaniken. Über 20 Stück, quer durch den Katalog. Ich zeig dir die wichtigsten, sortiert nach dem, was sie für dich lösen.

​
​

Wenn der Interessent zögert. Das objection-system beherrscht jetzt den Zweifel-Abschluss: fünf Bewegungen für den Moment, in dem jemand eigentlich überzeugt ist und trotzdem nicht kauft. Und es hat eine Antwort auf den Klassiker „Ich muss darüber nachdenken". Nachdenken ist Problemlösung – wer den Satz sagt, hat ein ungelöstes Hindernis, das er nicht nennt. Die Zukunftsfrage macht es sichtbar: „Angenommen, du denkst darüber nach und es klärt sich. Wie sieht es dann aus?" Die gelöste Lage lässt sich nicht beschreiben, ohne das Hindernis zu verraten. Dieselbe Frage steckt jetzt auch im dm-verkauf, für alle, die per Chat abschließen.

​
​

Wie deine Sätze wirken, bevor der Leser den Inhalt versteht. Persuasive-language hat drei neue Teile bekommen. Die Adressierungs-Regel: Negatives verallgemeinerst du („viele Selbstständige kennen das"), Positives personalisierst du („du hast es geschafft"). Klingt banal, dreht aber die Wirkung ganzer Absätze, sobald du einmal drauf achtest. Dazu das Kadenz-Handwerk: Es reicht nicht, dass jeder Satz gut klingt – jede Zeile muss die vorige erklären, sonst liest sich der Text wie eine Sammlung von Behauptungen. Und die Einbau-Verben: Statt dem Leser eine Handlung zu befehlen, benennst du das Ergebnis. Direkte Befehle verhindern nämlich oft genau die Handlung, die sie verlangen.

​
​

(bestes Beispiel: dieses so oft verwendete „Stell dir vor” – da passiert genau eins, nämlich dass man es sich nicht mehr vorstellt)

​
​

Wenn nach dem Kauf Schluss ist, obwohl es nicht sein müsste. Der upsell-funnel-builder kennt jetzt drei saubere Downsell-Wege: Rabatt, Ratenzahlung, Perspektivwechsel. Inklusive ner fetten Warnung: Wer vorn Rabatt lernt, kauft hinten auch Rabatt. Dazu der Upsell-Softener in drei Bewegungen und das Termin-Anhängsel – Erstgespräche nicht als eigene Funnel-Stufe, sondern als Selbstauswahl an einer bestehenden: „Ich mach's selbst" oder „Wir machen es mit dir". Das dreht die Rechnung, weil der Termin den Bestellwert erhöht, statt dich Conversion zu kosten.

​
​

Wenn deine alte Copy nicht mehr zieht. Lead-types kann jetzt den Vorspann: Statt die alte Anzeige oder Mail neu zu schreiben, tauschst du nur das Vorderteil und führst den Gedanken weiter, den dein Leser ohnehin schon im Kopf hat. Also ein Muster-Weiterführen statt eines Muster-Bruchs. Dazu in headline-generator und BANG der Aktualitäts-Anker – gegen die stille Leser-Frage, die jede ältere Copy tötet: „Funktioniert das überhaupt noch?"

​
​

Wenn deine Zahlen gut aussehen, aber nichts verkaufen. Der meta-ads-writer erkennt jetzt den Über-mich-Effekt: hohe Interaktion bei niedriger Klickrate heißt fast immer, dass deine Anzeige deine Geschichte erzählt statt die deines Kunden. Die Prüffrage ist simpel: Wer ist das Subjekt des Satzes – er oder ich? Und bullet-mastery baut jetzt Dreifach-Stapel: drei Bullets, die dasselbe Versprechen aus drei Winkeln treffen, mit klarer Dosierungs-Regel, damit es nicht nach Aufzählungs-Tapete aussieht.

​
​

Wenn dein Preis nicht zu deiner Position passt. Positioning-system unterscheidet jetzt vier Verkaufs-Ebenen: Werkzeug, Leistung, Zugang, Zugehörigkeit. Jede Ebene hat ihren eigenen Preis-Spielraum, und der häufigste Fehler ist nicht der zu ambitionierte Aufstieg, sondern der stille Abstieg – du positionierst dich als Zugang und verkaufst dich im Text als Werkzeug. Dazu in crash-kaufgruende der Identitäts-Satz in fairer Form, mit eingebauter Prüffrage: Bleibt der Satz auch wahr und freundlich, wenn der Leser NICHT kauft? Wenn nein, fliegt er raus. Copy, die unter Druck verkauft, endet in Rückerstattungen.

​
​

Und die Ehrlichkeits-Schicht. Der claims-compliance-check prüft jetzt auch die eigenen Autoritäts-Zahlen – Vertragswert als Umsatz ausgeben, Team-Ergebnisse als eigene, Einmaliges im Präsens erzählen. Genau die Stellen, die beim Copy-Check immer übersprungen werden, weil sie sich nicht wie Claims anfühlen. Und die Nurture-Mails haben eine neue Grundregel: Die Mail verkauft den nächsten Schritt, nie das ganze Produkt. Nachgefasst wird mit neuem Blickwinkel statt mit Wiederholung.

​
​

Warum ich dir das alles erzähle, Reader?

​
​

Weil genau DAS der Unterschied zu jedem Kurs ist, den du kaufen kannst. Ein Kurs ist fertig, wenn du ihn kaufst. Die Pure Persuasion AI war gestern besser als vorgestern und ist morgen besser als heute. Kundenfeedback vom Vormittag steckt abends im Skill. Dein Abo-Preis bleibt derselbe.

​
​

​Wenn du das mal an deiner eigenen Copy erleben willst: Teste die Pure Persuasion AI 7 Tage für 0 Euro.​

​
​

Markus

​
​

PS: Du hast die Pure Persuasion AI schon? Dann lade heute einfach einen der neuen Skills in Claude – alles ist bereits in deinem Abo freigeschaltet.

Töchterchen hat Sonntag Abend schon damit angefangen…Katti hat gestern voll nachgezogen – und Söhnchen auch:

​
​

Magen-Darm.

​
​

Hätte man mit rechnen können, stand ja letzte Woche schon im Kindergarten auf einem Aushang…aber dass dann gleich wieder alle krank werden…

​
​

Außer mir.

​
​

Bis jetzt.

​
​

Aufgrund einer Idee, die ich gestern Abend noch hatte, lag mein MacBook aus mir völlig unerfindlichen Gründen heute beim Aufwachen neben meinem Kopfkissen…

​
​

Also direkt aufgeklappt und losgetippt, im Liegen.

​
​

Ich weiß jetzt nicht:

​
​

Merke ich auch schon, dass es bei mir losgeht, sobald ich aufstehe – oder nicht?

​
​

Und wenn ich jetzt einfach die Augen wieder zumache und weiterschlafe, muss ich mich nicht einmal damit auseinandersetzen.

​
​

Für den Fall der Fälle:

​
​

Was gibt es noch an Hausmittelchen, außer Salzstangen und Cola?

​
​

Markus

​
​

PS: meine Chancen stehen eher so…

​
​

Semi-gut.

​
​

Also drück mir die Daumen!

„Hallo? Sie da! He! Wenn Sie den Umzug anschauen möchten, müssen Sie noch bezahlen…”

​
​

„Danke, wir wollen den Umzug gar nicht anschauen, wir wollen eigentlich nur – ”

​
​

„Der Umzug findet aber jetzt statt und wenn Sie da jetzt durchgehen, können Sie ihn ja sehen, deshalb müssten Sie noch bezahlen. Macht 10 Euro pro Person, die Kinder sind frei.”

​
​

„Ich will ja nicht aufmüpfig sein, aber…wenn ich mir die Massen anschaue, die vor den Absperrungen stehen, dann…KÖNNEN wir ja gar nichts sehen? Kinder klein, Frau klein – und ich bin ja auch nicht der Größte.”

​
​

„Ja, aber theorethisch…”

​
​

„Theorethisch könnte ich ja auch mit verschlossenen Augen dran vorbeilaufen?”

​
​

„…”

​
​

Ich hab natürlich bezahlt, Reader.

​
​

Man will ja auch keinen Ärger. Gesehen haben wir trotzdem nichts – wobei das technisch nicht ganz stimmt, Töchterchen hat sich nämlich ein paar Mal durchaus soweit nach vorn durchgemogelt, dass sie zumidnest was gesehen hat…

​
​

Aber Kinder waren ja eh frei.

​
​

Wo wir waren, fragst du (hoffentlich, sonst wird die Überleitung holprig)?

​
​

Bei „Wallenstein 1630 in Memmingen – Bürger der Stadt spielen ihre Geschichte”

​
​

Johannes Kepler hat Wallenstein ja für das Frühjahr 1634 dunkle Stunden prophezeit – und tatsächlich wurde er im Februar selbigen Jahres beim Egerer Blutbankett (ok nicht er, aber sein Gefolge, er dann später im Bett) niedergemetzelt…

​
​

Was die wenigsten über Johannes Kepler wiederum wissen, ist die Tatsache, dass er während seiner Tätigkeit als kaiserlicher Hofastronom in den 1620ern die ein oder andere treffende Vorhersage für die Zukunft getroffen hat.

​
​

Wallenstein war eine prominente davon, eine eher unbekannte war die folgende:

​
​

​„Wie die Planeten den Gesetzen des Himmels gehorchen, also gehorcht auch der Markt seinen eigenen Ordnungen. Wer sie missachtet, verliert sein Gold. Wer sie erkennt, gewinnt mehr, als bloßer Fleiß je vermöchte. Darum, so rate ich Euch: Dienet Euch der Pure Persuasion AI, ehe Eure Mitbewerber es tun. Sieben Tage möget Ihr sie prüfen – und kein Kreuzer werde von Euch gefordert.”*​

​
​

Markus

​
​

PS: Wallenstein würde rückblickend vermutlich zur 7-Tage-Testphase raten.

​
​

Im Nachhinein wirken Prophezeiungen erstaunlich überzeugend.

​
​

*Quelle: Keplers verschollenes 4. Gesetz der Planetenbewegung. Historisch nicht belegt, inhaltlich jedoch überraschend plausibel.

Sagt man doch so, oder?

​
​

Dass das allerdings schon um kurz nach 22 Uhr der Fall ist, wenn man auf ne Geburtstagsparty eingeladen ist – damit kann keiner rechnen ¯_(ツ)_/¯

​
​

Wir reden übrigens tatsächlich von „Party”, Reader, immerhin war’s ein 40er…

​
​

Und ja, es gab eine Candybar. Die hat nur leider nicht sehr lange überlebt, weil irgendwelche Menschen auf die wahnwitzige Idee kamen, ihre Kinder mitzubringen…wir hatten ja extra unsere Lieblingsbabysitterin zuhause.

​
​

Du kannst dir vorstellen, was eine frei zugängliche Candybar mit Kindern macht?

​
​

Die werden davon angezogen wie die Motten vom Licht!

​
​

Leider Gottes sind Candybars und Kinder naturgemäß keine allzu sinnvolle Kombination – und ich war echt froh, dass Töchterchen zuhause geblieben ist. Die hätte aufgedreht…nicht schön. Zucker ist einfach Teufelszeug!

​
​

Leider hat das im Umkehrschluß natürlich zur Folge gehabt, dass für uns Erwachsene, die wir ja augenscheinlich die geladenen Gäste waren – kaum was übrig blieb.

​
​

Traurig, echt.

​
​

Je nachdem, wie gut du mich kennst, weißt du ja: ich trinke keinen Alkohol, konnte mir dieses traurige Ereignis also nicht einmal „schön saufen”. Und der Versuch, meinen Frust in jeder Menge Mineralwasser (Zucker ist auch für unsereinen schlecht, Reader!) zu ertränken, hatte lediglich zur Folge, dass ich – vielleicht auch dem Durst aufgrund der gestauten Hitze in der Location geschuldet – relativ häufig die Toiletten aufgesucht habe.

​
​

Und nach dem letzten Toilettengang…

​
​

Kommt mir die Gastgeberin entgegen…

​
​

Und meint – um kurz nach 22 Uhr, wohlgemerkt…

​
​

„Du Markus, kannst du mit Name vergessen noch die Stühle aufstuhlen, die Tische zusammenklappen und dann alles da nach hinten bringen?”

​
​

Bitte…WAS?

​
​

Versteh mich nicht falsch, ich bin der letzte, der nicht sofort zur Hilfe eilt, wenn irgendwo eine helfende Hand gebraucht wird – allein schon, weil ich mir ja so schwer tue, zu irgendwas „nein” zu sagen – aber das war dann doch…

​
​

Seltsam.

​
​

So um…kurz nach 22 Uhr, an einem Samstag.

​
​

Und ich habe den leisen Verdacht, dass das ein bisschen an der Zusammensetzung der geladenen Gäste gelegen hat…

​
​

Ohne über Sachen zu urteilen, die mich nichts angehen:

​
​

Ich hätte so nie meinen 40er gefeiert.

​
​

Markus

​
​

PS: auch wenn’s nicht so rüberkommt:

​
​

War eigentlich schon ganz nett ¯_(ツ)_/¯

Du glaubst nicht, was ich (respektive wir) gestern für einen Aufwand betreiben mussten, nur um am Ende des Tages vollkommen enttäuscht zu werden!

​
​

Eigentlich war alles ganz easy:

​
​

Wir waren auf den 40er einer Freundin eingeladen. Besagte Freundin meinte in der Einladung schon, eigentlich alles zu haben, weshalb ihr Geldgeschenke am liebsten seien…

​
​

Nur:

​
​

Man verschenkt doch nicht einfach Geld im Umschlag, wir sind ja nicht die 70-jährige Großtante, der man das durchgehen lassen würde.

​
​

Nein, nein, wir waren da ne ganze Ecke kreativer unterwegs:

​
​

Vase gekauft und selbige rundherum mit aufgeklebten Yogurette-Riegeln (in Summe 52!) aufgepimpt…in die Vase dann ein Steckstaumziegel, in den wir dann Rosen und Gerbera gesteckt haben. Mittig eine kleine Flasche Lillet platziert, Schleifchen drum und als Finale:

​
​

Am oberen Rand rundherum mit zu Herzen gefalteten, aufgeklebten Geldscheinen verziert.

​
​

Das war nicht nur eine scheiß Arbeit, sondern sah auch richtig geil aus.

​
​

Und dann haben wir dieses Präsent sogar heil zum Veranstaltungsort gebracht und konnten es dem Geburtstagskind überreichen.

​
​

Wir waren einigermaßen früh dran, es waren längst noch nicht alle Gäste da, aber…

​
​

Was dann passiert ist, war unfassbar.

​
​

Leider wurde es gestern naturgemäß ein wenig später, weshalb ich mich mit Katti noch nicht wirklich drüber unterhalten konnte, ob ich das teilen sollte oder lieber nicht.

​
​

Und im Moment schläft sie noch.

​
​

Markus

​
​

PS: falls ich es morgen vergess, zu beschreiben, erinner mich an zwei Dinge, dann hol ich das nach:

​
​

Candybar & Mineralwasser.

Die Uhr tickt, Reader!

​
​

Jetzt, also um Punkt 07:00 Uhr Kemptner Normalzeit, sind es noch 60 Minuten, bis…

​
​

Heißt:

​
​

Je später du das liest, desto knapper wird’s!

​
​

​Heute um 08:00 Uhr (Kemptner Normalzeit) erscheint mein neuer Artikel auf Substack.​

​
​

Und wenn du meinen Account dort nicht vorher abonniert hast…

​
​

Dann kriegst du das überhaupt nicht mit.

​
​

Schreckliche Vorstellung, oder? Also für mich zumindest…

​
​

Jetzt steht aber erstmal ne Grundsatzentscheidung an:

​
​

Mit Söhnchen (wach) alleine auf den Wochenmarkt – oder warten, bis Katti und Töchterchen auch aufwachen?

​
​

Markus

Eigentlich echt verwirrend.

​
​

„Alea iacta est.” – wird seit Jahrzehnten (wenn nicht länger) vor allem einem Menschen in den Mund gelegt:

​
​

Iulius Caesar.

​
​

Das war bei mir ja nicht anders, der kleine Markus hat natürlich früh angefangen, die Asterix-Hefte regelrecht zu verschlingen und konnte schon immer Schlaubi-Schlumpf-mäßig damit auftrumpfen, dass er ja schon Latein könne, weil die Würfel sind gefallen und so.

​
​

Später, in der fünften Klasse, war ich dann erstmal sehr verwundert, weil „alea” irgendwie so nach Plural klang, „est” hingegen ja ganz klar dritte Person Singular ist.

​
​

Ach ja…good old times…

​
​

Fakt ist jedenfalls:

​
​

Offensichtlich hat der gute Iulius den „Spruch” wohl höchstens geprägt, aber eigentlich hat er sich einer griechischen Redewendung bedient: „ἀνερρίφθω κύβος”.

​
​

[anerriphtho kybos]

​
​

Und wenn man Plutarch glauben mag, und das sollte man, immerhin bezieht er sich ja auf den Augenzeugen Gaius Asinius Pollio, dann hat Caesar dies wohl sogar auf Griechisch gesagt, als er am 10. Januar 49 v. Chr. am Rubikon stand.

​
​

Spannend daran:

​
​

Seitdem wurde es immer falsch übersetzt.

​
​

Egal, ob du jetzt „die Würfel sind gefallen” oder „der Würfel ist gefallen” im Kopf hast, es ist schlichtweg falsch.

​
​

Schauen wir uns das Ding nämlich auf Griechisch an, fällt jedem auf:

​
​

ἀνερρίφθω ist ja ganz offensichtlich die 3. Person des im Deutschen wie im Lateinischen nicht vorhandenen Imperativ Perfekt Passiv von ἀναρρίπτειν ¯_(ツ)_/¯

​
​

Korrekt heißt das nämlich:

​
​

Der Würfel soll geworfen sein.

​
​

Warum erzähl ich dir das, Reader?

​
​

Ich weiß es auch nicht so genau, finde aber durchaus, dass man ja auch in seinem Newsletter einen gewissen Bildungsauftrag haben darf.

​
​

Also – bitte, gern geschehen!

​
​

Das fällt eindeutig in die Kategorie „Unnützes Wissen”, aber man kann auf Parties bestimmt wahsinnig intelligent wirken damit.

​
​

Oh – und bei mir ist auch eine Entscheidung gefallen:

​
​

Ich mach den besten Storytellingkurs, den du je gekauft haben wirst.

​
​

Markus

​
​

PS: und worum es bei „alea iacta est” tatsächlich geht, ist Folgendes:

​
​

Wenn der Würfel geworfen sein sollen, dann hat man a) nicht mehr in der Hand, wie etwas weitergeht und b) kann der Würfel ja auch auf verschiedenen Seiten landen, oder einer Kante.

​
​

Es geht also darum, dass eine Tat unwiderruflich Folgen haben wird, deren Ausgang jedoch noch nicht absehbar ist.

​
​

Weshalb diese ganze Mail eigentlich Quatsch ist, weil ich weiß, was passieren wird:

​
​

Ich konzeptionier den Kurs, biete ihn zum Kauf an – und Käufer wissen nach Kauf und Durcharbeit haargenau, wie sie Copy schreiben, bei denen Leser buchstäblich am Bildschirm klebt, solange, bis er nicht mehr anders kann, als sich vom Klick auf den „Kaufen”-Button von seiner Sehnsucht (die du natürlich vorher aufgebaut hast) zu erlösen.

​
​

Vielleicht sollte ich also nochmal ran und den Betreff ändern…aber dann bräuchte es auch einen anderen Einsteig…und ich müsste die ganze Mail neu schreiben…und da wir schon 06:57 Uhr haben, sollte ich mich sowieso beeilen, damit sie pünktlich rausgeht…

​
​
​

Datenschutz-Übersicht

zukunftsich

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Unbedingt notwendige Cookies

Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.