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Halb drei, Reader. Söhnchen SCHREIT. Ich kenn seine verschiedenen Schreie mittlerweile. Das Hunger-Schreien. Das Langeweile-Schreien. Das „ich weiß selber nicht, warum, aber ich hab Bock”-Schreien. Das hier ist keins davon. Ich bin noch halb im Schlaf (Überraschung, nachts um halb drei…), als ich in sein Zimmer gehe. Er steht im Bettchen, Gesicht rot vor Anstrengung, Augen zu und macht dieses Geräusch – dieses heisere, erschöpfte Wimmern, wo man merkt: der schläft schon seit Stunden nicht, der muss schon länger weinen. (warum ist Katti eigentlich nicht aufgestanden? Also – vorher? Ich mein, sie ist doch die Mama, sie kann das doch sowieso viel besser…) Ich glaub: der kann nicht mehr. Ich nehm ihn hoch. Er schmiegt sich an mich, hört kurz auf. Dann fängt er wieder an. Während ich eigentlich vorhatte, ihn beruhigend wieder in den Schlaf zu wiegen, merkt meine Nase: Der hat die Windel voll, aber sowas von. Also wickeln…liiiiiiiiebe ich, vor allem nachts. Ich leg ihn hin, mach die Windel auf… und ich versteh in diesem Moment, warum er schreit wie am Spieß. Der Po ist nicht rot. „Rot” trifft's nicht – und ich seh’s ja eh nicht. Der ganze Arsch sieht aus, als hätte man ihn auf selbigem nackt 3 Kilometer über Asphalt geschleift mit über 100 Sachen. Der ist wund. Ich mein, ich hab schon Windelausschläge gesehen, aber nicht SO. Söhnchen schreit beim Saubermachen, exakt in dem Moment, als das Feuchttuch zum ersten Mal Kontakt mit seiner wunden Haut hat. Wobei „schreit” maßlos untertrieben ist. Der BRÜLLT mit mindestens 150 Dezibel – und strengt sich dabei so an, dass er schon gar keine Luft mehr bekommt. Eincremen. Katti hat doch mal gesagt, eincremen ist wichtig. Aber – womit? Zinksalbe? Ich probiers vorsichtig…und er BRÜLLT wieder. Vielleicht ist die falsch…wir haben auch Windelbalsam. Und Beinwellsalbe. Und aufgrund von Überforderung, völlig hilflos: Klatsch ich ihm einfach alles drauf. Viel hilft viel, denk ich mir. Bevor ich die neue Windel drum mach, noch alles schön mit Heilwolle ausstopfen, dass er es nicht wieder „feucht” hat, sollte er weiter schlafen. Also – er MUSS weiterschlafen. Ich bin am Ende. Gewickelt ist er, also als nächstes Fläschchen…vielleicht beruhigt ihn das. Er trinkts, ich leg ihn hin. Er ist ruhig…die Äuglein fallen zu…Flasche leer, ich nehm sie vorsichtig – UND ER BRÜLLT. Schon wieder… Er hält meine Hand…das scheint ihn zu beruhigen…gut, dass ich das Handy dabeihab. Ich fang an, zu schauen, was das sein könnte…und tatsächlich: Durchfall. Beim Zahnen. Sein Körper produziert mehr Speichel, der Magen dreht durch und die Säure macht ihm den wunden Hintern. Toll. Heißt wohl: Der wunde Po ist nur ein Symptom, die Cremes helfen da alle nicht…die Ursache liegt ja viel weiter oben: im Mund. Also wie bei so vieler Copy, die nicht verkauft… Da wird an der Headline rumgebastelt, an den CTAs, vielleicht noch am Design der Page – statt einfach mal zu überlegen, warum jemand kauft. Oder eben nicht. Anyways: ich tippe die Mail heute am Handy. Mit nur einer Hand, die andre hält Söhnchen ja fest umklammert… Und es ist schon kurz vor 5 jetzt. Deshalb bin ich mir sehr sicher: schick ich jetzt nix ab (bzw. plane die Mail auf 7 Uhr ein), dann kommt heut nix. Und das wollen wir ja nicht riskieren. Markus PS: Und Katti… Die kriegt nachher was zu hören von mir. Und ihre Noise-Cancelling-Kopfhörer, die nehm ich ihr auch weg! |
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Ich bin froh, Reader. Wirklich. Froh, dass ich mich damals für Copywriting entschieden hab und nicht für eine Karriere als Musiker. Weil heute, Karfreitag, würde mich die bayerische Staatsregierung schlicht mundtot machen. Stiller Feiertag. Bayern lässt da nicht mit sich reden. Wer heute auf der Bühne steht, kriegt einen Brief vom Amt. Mit Bußgeld. Als Texter? Kein Problem. Ich tipp heute so viel ich will. Der Staat hat kein Problem mit meiner Existenz – es sei denn, das Klackern der Tastatur gilt als Percussion… Hauptsache, der Schlagzeuger in der Wohnung über mir hat heute frei. (hoffe ich für ihn, sonst muss ich den Alman spielen) Markus PS: Falls du heute in Bayern tanzen willst – ich hab nix gesehen! |
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ES IST EINFACH UNGERECHT. Schau, irgendjemand hat sich vermutlich irgendwas dabei gedacht, als er den Solidaritätszuschlag mal ins Gespräch gebracht hat… Ich mein: Natürlich war nicht alles schlecht, damals – aber den neuen Bundesländern geht es tendenziell einfach schlechter als den „alten”. Und unter uns: Da unterstützt man doch gern, wo man kann – oder, Reader? Der Soli ist aber ein klassisches Beispiel für „gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht”, weil, mal ehrlich: Wer zahlt denn Soli? Ich auf jeden Fall nicht – und du vermutlich auch nicht. (no front, falls du doch Soli zahlst. Ehrt dich!) Laut Gemini, zahlen geschätzt 90-95% der deutschen Bevölkerung KEINEN Soli. Ja wie soll das denn dann funktionieren, wenn keiner zahlt? Also hab ich mir was überlegt…wenn ich mich schon nicht automatisch über die Steuererklärung an der Förderung der neuen Bundesländer beteiligen kann, dann muss ich das anders angehen. Natürlich nicht, indem ich ne GoFundMe-Kampagne aufmach oder so, da muss was subtileres her…irgendwas, bei dem man meine Absichten auch nicht direkt erkennen kann. (ich hasse es, als „Gönner” wahrgenommen zu werden) Nach reiflicher Überlegung…vielen verworfenen Ideen, unzähligen, vollgekritzelten Seiten im ReMarkable hatte ich dann eine Idee. Eine Idee, soooo gut. Niemand würde draufkommen, dass ich damit freiwillig Soli bezahle… Also: direkt in die Tat umgesetzt. Und, was soll ich sagen: Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert! Ab sofort darf ich mich offiziell „Aufbau Ost: förderndes Mitglied" oder so nennen. Ich hab mich nämlich auf dem Weg nach Berlin letzten Monat extra blitzen lassen… Und gestern die „Rechnung” vom Freistaat Thüringen bekommen. Bitte, gern geschehen – ich helf, wo ich kann! Markus PS: falls du zufällig ebenfalls den Aufbau Ost unterstützen möchtest, dir aber ein bisschen Kleingeld dafür fehlt… Weil es ja so schwer ist, heutzutage an Kunden zu kommen, jaahaaa, ich weiß schon… Aber: Denk doch mal um die Ecke und mach dein eigenes Business? Das geht heute einfacher, als du denkst – und Tim* hat dafür sogar ne step by step Anleitung for free. Kriegst du hier**. *Tim ist…wie sagt man im Internet? Ein guter Freund? Mein guter Freund? Oder einfach: Tim. **nope, kein Affiliatelink. Aber ich weiß zufällig, dass die Seite seit gestern online ist und wollte dir das nicht vorenthalten! |
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Reader, heute möchte ich mit dir über etwas sprechen, das mir wirklich am Herzen liegt. Denn die Wahrheit ist: KI-Copy verändert unsere Branche. Grundlegend. Nachhaltig. Unwiderruflich. Und ich frage mich: Siehst du das auch so? Lass mich das kurz einordnen. Wir leben in einer Zeit des Wandels. Die Digitalisierung schreitet voran, die Technologie entwickelt sich weiter, und die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Nicht weil wir es wollen — sondern weil es die logische Konsequenz einer sich verändernden Welt ist. Und mittendrin: KI-generierte Texte. Texte, die klingen. Die fließen. Die funktionieren — zumindest auf den ersten Blick. Aber weißt du, was sie nicht können? Sie können nicht fühlen. Sie können nicht erleben. Sie können nicht authentisch sein. Die drei größten Probleme mit KI-Copy: Erstens: Sie klingt professionell, aber sie sagt nichts. Zweitens: Sie wirkt strukturiert, aber sie berührt niemanden. Drittens: Sie erscheint vollständig, aber sie ist leer. Und genau deshalb ist es so wichtig, dass wir als Copywriter — als Menschen, als Geschichtenerzähler, als Kommunikatoren — einen Schritt zurücktreten und uns fragen: Was macht unsere Texte wirklich wertvoll? Die Antwort liegt auf der Hand. Es ist die menschliche Verbindung. Die echte Geschichte. Die authentische Stimme. Nicht die Perfektion — sondern die Persönlichkeit. Nicht die Struktur — sondern die Substanz. Nicht der Algorithmus — sondern das Herz. Ich sehe das täglich in meiner Arbeit. Copywriter, die großartige Texte schreiben wollen. Die wirklich etwas bewegen möchten. Die tief in sich wissen, dass es mehr geben muss als generische Phrasen und austauschbare Formulierungen. Und weißt du, was ich ihnen sage? Du hast recht. Denn am Ende des Tages — und das ist die unbequeme Wahrheit, die niemand gerne hört — gewinnt immer der Mensch. Immer der Charakter. Immer die echte, ungeschliffene, imperfekte Stimme. KI kann vieles. Aber sie kann nicht DU sein, Reader. Was bedeutet das für dich konkret? Es bedeutet, dass du eine Entscheidung treffen musst. Heute. Jetzt. In diesem Moment. Willst du Copy schreiben, die klingt? Oder willst du Copy schreiben, die bleibt? Willst du Texte, die beeindrucken? Oder willst du Texte, die bewegen? Willst du Worte, die gelesen werden? Oder willst du Worte, die gefühlt werden? Die Wahl liegt bei dir. Und ich glaube, du weißt bereits, was die richtige Antwort ist. Ich habe in den letzten Jahren viel darüber nachgedacht, wie wir als Copywriter in dieser neuen Realität bestehen können. Und ich bin zu einer Erkenntnis gekommen, die alles verändert hat. Es geht nicht darum, besser zu sein als KI. Es geht darum, menschlicher zu sein. Tiefer. Echter. Verletzlicher. Und wenn du das verinnerlichst — wirklich verinnerlichst, auf einer fundamentalen Ebene — dann wird deine Copy eine Qualität erreichen, die kein Algorithmus dieser Welt je replizieren kann. Das ist mein Versprechen an dich. Markus PS: 😜 Wie wunderbar, dass heute 01. April ist 🥳 Hast du mitgezählt? Mindestens sieben Dreiklänge, vier „nicht weil, sondern…”-Konstruktionen, drei rhetorische Fragenkaskaden und einmal auf einer „fundamentalen Ebene”. Und trotzdem NICHTS gesagt mit der Mail. Das CCC existiert genau dafür: https://copystuff.de/ccc |
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Es gibt so Momente, die vergisst man nicht. Egal wie lang sie her sind. Einer, den ich für immer auf der Zunge schmecken kann, war im November 2018. Katti und ich haben einen spontanen Urlaub gemacht in Bardolino. Eigentlich ne ziemliche scheiß Idee, weil – Gardasee im November ist halt echt nix. Da hatte alles zu… Cafes, Restaurants – sogar Supermärkte. Aber ein ganz kleines Restaurant hatte geöffnet. Zwar nur an 2 von 7 Tagen, die wir dort waren, aber immerhin. Die hatten ein Risotto, Reader...wenn es das letzte überhaupt gewesen wäre, was ich in meinem Leben gegessen hätte – ich wäre mit einem Lächeln abgetreten. Cremig, al dente, Parmesan, und irgendwas, das ich nicht benennen konnte, aber einfach geil war. Ich wollte das zuhause nachkochen, ich wollte das unbedingt immer essen können, wenn ich Bock drauf hab. Also suche ich seit über 7 Jahren nach dem perfekten Risotto-Rezept. Erst letztens hab ich’s wieder mal versucht – und bin: gescheitert. Erst waren die Reiskörner hart wie Kieselsteine, dann das ganze Risotto schlotziger wie gut gemachter Haferschleim (oder neudeutsch: Porridge). Der dritte Versuch hätte passen können – ich wollt’s grad vom Herd nehmen, da kommt Katti. Rührt dreimal um, zieht den Kochlöffel raus und meint: „Das braucht noch 2 Minuten.” Ich schau sie an und mein, einigermaßen verwirrt: „Woher willst du das wissen? Du weißt ja gar nicht, wie lange das schon köchelt, du warst doch gar nicht dabei? Und außerdem kennst du ja das Rezept nicht!” Sie schaut mich mit diesem mitleidigen Blick an, den Frauen ihren Männern zuwerfen, wenn sie wissen, dass der Mann nicht den Hauch einer Ahnung hat und meint: „Ja, aber es läuft so vom Löffel.” Es läuft so vom Löffel…JA KLAR. Davon stand NICHTS im Rezept. Wie auch, kann ja gar nicht. Kein Tutorial der Welt kann beschreiben, wie Risotto vom Löffel laufen muss, wenn es fertig ist – weil man sowas nicht „aufschreiben” kann. Das ist was, das du einfach weißt, nachdem du es hundertmal gemacht hast. Du schaust drauf und siehst es. Fertig. Es ist zwar ein anderer Herd, aber das gleiche Problem hat jede einzelne Copywriting-Ausbildung auf dem Markt. Die geben dir das „Rezept”. Gut gemeint, ordentlich aufgeschrieben oder in Videos aufgenommen, aber… Warum dieser Satz verkauft und der fast identische daneben nicht – das kommt da nicht vor. Das lässt sich nicht aufschreiben. Das kommt aus Jahren, in denen jemand Copy gelesen und geschrieben hat, bis er es einfach sieht. (mit Klick auf den Link kannst du dir ein Video ansehen, in dem ich ich mich maximal unwohl fühle – und alles für 1 € ausprobieren. Ohne Kleingedrucktes.) Markus PS: ein legendäres Mitglied im Copy Club ist übrigens der weit über Schwaben hinaus bekannte Copykoch Martin. |
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Was ne miserable Kombi! Kaum hast du ne 4 vorne dranstehen, werfen dich die einfachsten Dinge aus der Bahn… Gestern zum Beispiel. Zeitumstellung. Hat mir nie was ausgemacht. Und jetzt? Hänge ich total durch und bin an Tag 2 völlig groggy – direkt nach dem Aufstehen. Es ist jetzt 06:51 Uhr und die zweite Tasse Kaffee ist schon leer. Trotzdem konnte ich mich eben erst aufraffen, das MacBook überhaupt aufzuklappen… Und obendrauf: Schmerzen am ganzen Leibe, Reader! Ich hab Muskelkater des Todes: Arme. Beine. Rücken. Es gibt quasi nichts, was mir NICHT weh tut. Und das alles nur wegen der komischen Zeitumstellung. Von was soll es denn sonst kommen? Ich glaube, dass gestern Hallenbad mit den Kids ja wohl kaum ausschlaggebend dafür sein kann. Wenigstens gab’s Schwimmbadpommes. Schwimmbadpommes sind einfach dreimal geiler als normale Pommes, egal wo – keine Ahnung, woran das liegt. Ich würd dir echt gern welche anbieten, weil ich glaube, es ist immer der richtige Zeitpunkt dafür, selbst wenn es 7:00 Uhr morgens ist… Stattdessen hab ich nur das CCC im Angebot. Das sorgt aber wiederum dafür, dass sich dein Angebot (oder das deines Kunden), verkauft WIE Schwimmbadpommes. Markus |
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Ich sehe es vor meinem geistigen Auge in dem Moment, bevor es passiert – und halte instinktiv die Luft an: Das kann nicht sein. Das darf nicht sein. Das wird nicht… Doch. Doch, Reader, es ist exakt das passiert, was nie hätte passieren dürfen. Söhnchen. Dieser wunderbare Mensch…isst ja inzwischen fleißig am Tisch mit. Keine Ahnung, ob das jetzt grob fahrlässig ist oder nicht (es gibt da beide Lager, ich hab recherchiert!), aber bei uns isst er einfach „mit”. Es wird ein bisschen weniger gewürzt als üblich, aber das war’s dann auch. Der kleine Prinz braucht ja nicht meinen, dass sich die ganze Welt um ihn dreht – und man am Ende noch extra für ihn kocht oder so 🙄 Jedenfalls: Egal, wie viel Mühe ich mir schon gegeben hab – so richtig klappt das nicht, mit dem Essen. Also prinzipiell, vom Ergebnis her schon (= Essen in Mund), aber… WIE, halt. Der saut umeinander, kannst du dir vermutlich nur vorstellen, wenn du selbst Kinder hast oder zumindest welche im näheren Umfeld. Ja…und als der vorausschauende, Sauberkeit liebende und schmutzige Finger verabscheuende Markus, der ich nunmal bin, hab ich da natürlich vorgesorgt: Söhnchen trägt beim Essen einen Latz. Und zwar einen von der besseren Sorte, der hat nämlich vorne so ne Art Tasche (wie bei vielen Kapuzenpullovern), die nach oben hin offen ist. In der Theorie landet das verkleckerte Essen also komplett da drin. Und in der Praxis auch. Nur: WAS FÜR EFFING SADISTEN HABEN DIESE STRUNZDUMME IDEE BITTE GEHABT?? Wer trägt solche Lätzchen? Na? KINDER. Und warum tragen die die? Weil sie es mit dem Essen noch nicht so auf die Kette kriegen und ALLES EINSAUEN. Was könnte mir also schon vorher klar gewesen sein? Dass das gar nicht funktionieren kann: Söhnchen isst mit uns Spaghetti Bolognese. Viele Spaghetti und noch mehr Soße finden den Weg in den Mund NICHT, sondern fließen schön langsam in die Tasche vom Latz. (ist so ein Silikonding. Spülmaschinenfest.) Was dann passiert, kommt einer Kettenreaktion gleich: Der kleine Saukerl macht seinen berühmten „ich-hab-gute-Laune-Kreischer”, den man sicherlich noch 2 Straßen weiter hört, hüpft in seinem Babystuhl auf und ab, soweit es die glücklicherweise eingeschränkte Bewegungsfreiheit zulässt… UND ZIEHT SICH DEN LATZ ÜBER DEN KOPF. Das heißt, die (richtig rum angezogen) nach oben geöffnete „Tasche” voller Spaghetti Bolognese erlebt eine ruckartige Drehung um 180 Grad – und ist auf einmal nach unten offen. Und zwar in genau dem Moment… IN DEM DER LATZ EXAKT ÜBER SÖHNCHENS KOPF IST. Einer fands extrem lustig und hat gekreischt, Töchterchen hat mich ausgelacht, weil ich jetzt alles sauber machen darf – und Katti meint trocken: „Also ich würd ihm das nicht durchgehen lassen.” Ja – wie denn? Der versteht doch nicht, was ich zu ihm sage…und außerdem: sie saß ja neben ihm. Anyway: Dieser Latz hat exakt das noch viel schlimmer gemacht, was er eigentlich hätte verhindern sollen. Und meine Laune war nahe dem Gefrierpunkt. Danke, Produktdesigner! Happy sunday, Reader! Markus PS: an die Eltern hier… Wie kriegt man diese Problematik in den Griff? Die letzten verbleibenden Ideen, die ich noch habe, sind:
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Ich hab es geschafft, Reader 🥳 Fast 4 Jahre war ich jetzt Teil der Freedom Writer Academy. Hab jede Menge Copy geschrieben, unfuckingfassbar viele Calls gehalten – und jetzt: Ist. Es. Vorbei. Mein neuer Donnerstag-Abend: ich kann mit Töchterchen ne Folge Feuerwehrmann Sam anschauen, sobald Söhnchen im Bett ist. Und dann sie. (oder was halt grade angesagt bei ihr – aber gestern wollte sie das zumindest noch) Und dann…kann ich noch ein bisschen Copy schreiben oder so, mit Hundi Gassi gehen – und ins Bett. Das einzige, was ich vermissen werde: Regelmäßig zu sehen, wie Copywriter in Ausbildung Fortschritte machen. Aber – dafür hab ich möglicherweise bald ne ganz coole Lösung. Also, eine unabhängig hiervon. Schon klar, dass das für die meisten manche einfach viel zu teuer ist. Und außerdem ist es eine Lösung, die ich so NOCH NIE woanders gesehen hab. Du könntest also Pionier sein, Reader! Und war es nicht schon immer ein Traum von dir, wenigstens einmal offizieller first mover zu sein? AAAAAAAAAAAAH. Ich sags dir. Ich hab gestern Abend noch überlegt, ob ich nicht einfach schnell ein Produkt dazu erstellen soll, um einfach mal zu testen, ob andere die Idee genauso gut finden, wie ich… Aber: Nachdem hier kein Link ist, weißt du ja, wofür ich mich entschieden hab. Ich bitte also um ein wenig Geduld und konkrete Vorschläge: Was soll ich mit meiner neu gewonnenen Freizeit anfangen? Direkt den nächsten Kunden suchen? Welche Hobbies sind 2026 „in”? Und – was ist dein aktuell größtes Problem im Copywriting, das du gerne gelöst hättest? (bitte nicht „ich brauch Kunden” – das hab ich selbst schon im Kopf) Markus PS: ich werd jetzt dann mal Richtung Wochenmarkt schlendern… Vielleicht pfeif ich sogar dabei vor mich hin. Immerhin hab ich gute Laune! PPS: Martin hat gestern 2 ziemlich coole Bilder mit KI erstellt, um das „end of an era” bildlich festzuhalten… Danke, Martin! |
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Gestern Morgen im Allgäu: Schnee. Also, vielleicht 4-5cm oder so, der lokale Wetterdienst hat nicht einmal Warnstufe 1 ausgerufen. Aber hast du eine Ahnung, was passiert, wenn hier ein paar Zentimeter Schnee fallen? Die komplette Region erlebt einen unerwarteten Sturz des verfügbaren Intelligenzniveaus auf unter Zimmertemperatur. Einer vor mir fährt 20 km/h auf dem Ring. Warnblinker an. Beide Hände am Lenkrad. Körper nach vorne gebeugt, als würde er durch seinen eigenen Kopf schauen wollen, um besser zu sehen. Ich überhole – und sehe sein Gesicht. Weiß wie das Schneefeld daneben. Augen groß. Kiefer zusammengebissen. Alter. Es. Sind. Fünf. Zentimeter. Schnee. Und du Depp wohnst im Allgäu, seit möglicherweise Jahrzehnten. Es schneit hier JEDEN WINTER! Nen Kilometer weiter dann der nächste. Der denkt, sein SUV ist ein Raumschiff. Physik gilt für andere. Vollgas in die Kurve. Ich seh's kommen. Jeder sieht's kommen. Wahrscheinlich sieht's der Typ selbst kommen – aber Gas wegnehmen kommt ihm überhaupt nicht in den Sinn. Rutscht. Lenkt gegen. Rutscht mehr. Lenkt noch mehr dagegen. Steht quer – mitten auf der Straße. Und dann – ich schwör bei allem, was mir heilig ist – hupt er. Er. Hupt. Ich steh da, komm nicht weiter und frag mich ernsthaft, wen oder was er da jetzt anhupt. Die Straße? Den Schnee? Isaac Newton persönlich? (du weißt schon – als Physikreferenz. ich wollte auch mal schlau klingen) Er steigt aus. Schaut sich um. Schüttelt langsam den Kopf. So ein „Unglaublich, was mir heute wieder passiert”-Gesicht. Als wäre er das Opfer. Als wäre der Schnee heute Morgen extra seinetwegen gefallen. Ich atme tief ein – und aus. Und nochmal, sonst krieg ich Bluthochdruck oder mir platzen irgendwelche Adern auf der Stirn. Ich will doch nur einigermaßen pünktlich ins Büro… Dabei wär das Konzept so simpel: Langsamer fahren. Mehr Abstand lassen. Zwei Sekunden vorausdenken. Das lernt jeder Fahrschüler vor der ersten Praxisstunde. Vielleicht hätte ihm das mal jemand sagen sollen? Einfach so, mit ganz kurzen, verständlichen Sätzen? Weil: Deine Leser im Internet sind genau so, Reader! Du schreibst irgendwas schlaues und sie überlesen es. Du schreibst „Kauf jetzt” und sie kaufen. Ähnlich intelligent wie verschimmeltes Toastbrot… (no offense!) Aber deine Leser haben im Schnitt 2 Sekunden für deinen Text. Die schauen gleichzeitig auf ihr Handy, hören mit einem Ohr ihrem Podcast zu und überlegen, was sie heute Abend essen. Du hast diesen einen Moment – entweder sie verstehen sofort, was du willst, oder sie sind weg. Genau wie der Typ im SUV: Wenn du eine Sekunde zu spät reagierst, stehst du quer auf der Straße. Tipps, wie du „Kauf jetzt” ein bisschen weniger plump erreichen kannst – findest du im Cashcow Copywriting Compendium. Grad paar frische Exemplare reingekommen 😉 Markus PS: wenn das oben wieder zu clever war… |
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Letztens Videocall mit einem alten Hasen. Wir wollten uns einfach mal wieder sprechen, so ein lockerer Austausch. Dann, nach zwanzig Minuten Smalltalk, wird seine Stimme leiser: „Darf ich dir kurz was zeigen, Markus? Mein Kunde ist nicht zufrieden mit seiner Salespage. Aber er weiß selbst nicht, warum. Kunden halt.” Ich schau drauf, drei Sekunden. Mehr brauch ich nicht. „[Name der Redaktion bekannt], du kannst doch jemandem wie [Kundenname der Redaktion ebenfalls bekannt] eine KI-Copy hinrotzen? Warst du so unter Zeitdruck?” Stille. Dann EXPLODIERT er förmlich. Seine Stimme wird lauter, schneller, härter (ich bin mir sogar ziemlich sicher, er hat hyperventiliert. So ein kleines bisschen zumindest): „Hör mal! Alles selbst geschrieben! Kein ChatGPT, kein Claude, nichts! Ich mache das seit Jahren, das weißt du! Ich würde sowas nie machen!” Die Webcam wackelt. Er lehnt sich vor und ich sehe die hektischen Schwitzflecken in seinem Gesicht. „Okay”, sag ich. „Dann zeig mir, wie du schreibst. Live. Jetzt.” Wir gehen kurz ins Brainstorming, was an der emotionalen Sequenz ein bisschen wacklig ist aktuell und beschließen, ein paar Sektionen zu überarbeiten. Screensharing. Er öffnet ein leeres Dokument. Und dann fängt er an – und ich bekomme Gänsehaut. Worthülsen. Eine nach der anderen. Jeder Satz sitzt perfekt in der Struktur. Kein Suchen. Kein kurzes Innehalten. Kein „warte mal, das klingt komisch.” Er tippt einfach durch, Zeile für Zeile, flüssig aus dem Ärmel geschüttelt, als würde nur abtippen. „Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele zu erreichen.” „Unsere Lösung bietet Ihnen maximale Flexibilität.” „Profitieren Sie von unserer langjährigen Expertise.” Ich sitze da. Stumm. Und schaue zu, wie ein Mensch schreibt wie eine Maschine. So schreibt kein Mensch. So schreibt jemand, der zu lange zu viele KI-Text gelesen hat. Er hat sich das abgeschaut, ohne es zu merken. Sein Gehirn hat die Muster aufgesogen wie ein Schwamm und jetzt spuckt er sie aus, als wären es seine eigenen Gedanken. Das ist wie, wenn du im Allgäu aufwächst: irgendwann verschluckst du die Endungen, weil das täglich um dich rum überall passiert. Und es sich einfach vertraut anfühlt. Mit KI-Copy ist es genauso. Du liest sie. Du korrigierst sie. Du arbeitest damit. Und irgendwann – schleichend – schreibst du selbst so. Worthülsen in Kombination mit inhaltsloser Professionalität. Du wirst zur Kopie der Kopie. Und du merkst es nicht einmal… Deine Kunden schon. Die klicken weg. Die kaufen nicht. Die können nicht sagen warum, aber sie spüren es: Da ist kein Mensch mehr. Denise Lippek, eine gute Freundin von mir, hat – Überraschung – dafür ein Tool gebaut. KITO heißt das Ding, läuft über Claude. Du gibst ihm deinen Text, und es findet die KI-Muster. Die leeren Formulierungen, die professionell klingen und nichts sagen. Egal ob du sie mit KI geschrieben hast oder selbst. Dann schreibt es dir pro Stelle drei Varianten. Du suchst dir die aus, die dir am besten gefällt – und fertig. Reader: Kauf das – wirst du definitiv nicht bereuen. Und das sag ich dir, obwohl Denise mich nicht drum gebeten hat. Ich hab auch keinen Affiliatelink. Aber: Nur wenn möglichst viele Copywriter KITO nutzen, haben wir noch eine Chance, Markus PS: Meinem Kollegen [Name der Redaktion bekannt] hab ich hinterher gesagt, was ich gesehen hab. Er wollt's erst nicht glauben. Dann haben wir uns eine Copy von ihm aus dem Jahr 2021 angeschaut. Da hat ein anderer Mensch geschrieben – und von dem ist NICHTS mehr übrig. |