Wer mich mehr oder weniger gut kennt, weiß:


Ich bin fast schon ein Apple Fanatiker.


Aber der Slogan „it just works” stimmt halt einfach – in so vielerlei Hinsicht!


Gestern zum Beispiel wurde mir mal wieder in der Fotos App ein „Erinnerst du dich an diesen Moment” angezeigt…


Und das war ein Screenshot von einer Nachricht, die mir Annika mal geschickt hat.


Da ging es um meine Odyssee durch Copyland, ein Aboprodukt, das ich mal angeboten habe…


Das gibt’s zwar nicht mehr, aber mit dem Copy Club gibt es den direkten Nachfolger davon – mit mehr Inhalt, mehr Live-Calls, mehr – alles.


Lies mal, was sie geschrieben hat damals:


Gibt also einen ROMS (return on Markus spend) von: 1:23,8


Was du mit der Info machst…


Das überlasse ich ganz dir, Reader.


Zum Copy Club geht es jedenfalls:


Da lang.


Markus

Die meisten Mensch sind – wenn sie ehrlich zu sich selbst sind:


Einfach viel zu faul.


Wirklich, vor allem die, die das Gegenteil behaupten.


Mal angenommen, du träumst davon, 5 Millionen auf dem Konto zu haben und entspannt in deinem kleinen Strandhäuschen in der Karibik zu leben…


Dann ist der Weg dahin doch ganz easy:


Du musst einfach nur…


Hart arbeiten, ein überdurchschnittliches Gehalt im Monat reinholen, alle unnötigen Ausgaben auf 0 fahren und jedes Jahr 70% deines Einkommens in Indexfonds anlegen.


Das machst du 30, 40 Jahre lang…


Und du hast wahrscheinlich sogar mehr als 5 Mio auf dem Konto.


Wann fängst du an?


Gar nicht – oder?


Das ist dir viel zu anstrengend…


Du willst lieber nen Hunni in irgendeine Kryptowährung stecken, abends ins Bett gehen – und am nächsten Morgen als Millionär aufwachen.


Warum?


Aus demselben Grund, warum du vielleicht ein paar Kilo zu viel (oder zu wenig?) auf den Rippen hast:


Es ist einfach viel zu anstrengend, auf ein Kaloriendefizit zu achten, auf gesunde Ernährung zu setzen und sich dazu noch ausreichend zu bewegen…


Beim Traumkunden sieht es genauso aus…


Du kannst an 7 Tagen in der Woche 20+ Menschen anschreiben…


Kannst jeden Tag 8 Erstgespräche führen…


Und wenn du das mal ein halbes Jahr durchziehst: Dann wirst du so auch Kunden finden.


Du willst aber nicht…


Du willst:


3 Menschen kontaktieren (oder noch besser: die sollen dich kontaktieren) – und damit mindestens 2 Kunden gewinnen.


Was haben die 3 Beispiele gemeinsam?


Es geht immer darum:


Das System zu schlagen. Den EINEN „Hack” zu finden. Den „unfairen” Vorteil zu haben.


Wenn du das versprechen kannst in deiner Copy…


Also zum Beispiel: das Investment, das dich garantiert in 6 Monaten finanziell frei macht…


Oder die Wunderpille, die überflüssige Pfunde schmelzen lässt…


Oder die eine Strategie, mit der du Kunden wie am Fließband gewinnst…


Dann kaufen sie alle – du bestimmt auch, oder Reader?


Markus


PS: wenn du jetzt auch Kunden…


Ne.


Lassen wir das für heut 😉

Opa hat mal zu mir gesagt:


„Biable, wenn’d it weisch, wia’d di entscheide sottsch – na wirfsch an Zwickl. Well in deam Moment, worar durch’d Luft seglat, woisch, was d’r liabr isch.”


(für die „Ausländer”, die Allgäuerisch nicht so gut verstehen: „Büble, wenn du nicht weißt, wie du dich entscheiden sollst – wirf eine 2-Euro-Münze (zur Entscheidung). Weil in dem Moment, in dem sie in der Luft ist, weißt du, was dir lieber ist”)


Was Opa nicht wusste:


Dass ich mal nen täglichen Newsletter schreiben werde.


Und wie mir jetzt eine Münze dabei helfen soll, den passenden Storylead für den heutigen Pitch zu finden…


Ich hab keine Ahnung.


Hm.


Tatsächlich ist so unfassbar viel passiert die letzten Tage, ich könnte wahrscheinlich nen ganzen Monat Newsletter damit füllen…


Aber da ich seit Freitag quasi alleinerziehend bin, schaff ich’s zeitlich einfach nicht.


Markus


PS: hoffentlich nur vorübergehend, Katti nächtigt grad im Krankenhaus…


Drück mir ihr die Daumen, dass sie bald wieder rauskommt, Reader!

Bist du eigentlich auf Tinder unterwegs?


Ja? Nein? Darf keiner wissen?


Prinzipiell ist mir das egal, Reader.


Aber ich verurteile jede Einzelne und jeden Einzelnen, der nicht auf Tinder ist – AUFS SCHÄRFSTE. Wenn…


Wenn er oder sie sich beschwert, dass er oder sie keine Kunden findet.


Jeder sagt doch immer: „think outside the box” – oder?


Wenn du als Copywriter also Schwierigkeiten hast bei der Akquise…


Probier dein Glück doch mal bei Tinder?


Ähem – nein, du sollst dir da weder Sugardaddy noch Sugarmommy suchen, Reader...


Darum gehts nicht – ich mein, du könntest es mal mit Tinder bei deinem Business versuchen.


Ich muss dir das echt erklären, wie ich das meine?


Sei froh, dass ich dir hier nur ne Mail schreib – bei Zoom hätte ich jetzt ordentlich mit den Augen gerollt.


Was für Menschen sind denn auf Tinder? Menschen, die andere Menschen suchen für…gemeinsame Aktivitäten oder so.


Und was entscheidet, ob nach links oder rechts geswiped wird?


Erstmal das Bild – dann aber immer der Text.


Jetzt gibt es Menschen, die mit einer dermaßenen Attraktivität gesegnet sind, dass allein aufgrund des Bildes jeder richtig swiped.


(geschickt umgangen, dass ich keine Ahnung hab, ob rechts oder links richtig ist)


Das sind aber die Wenigsten.


Bei allen Anderen:


Entscheidet der Text über den Erfolg.


Als Copywriter kannst du sowas…


Ich wette, es gibt jede Menge Tinder-User, die dir nen Fuffi zahlen würden, damit ihr Text mehr Matches anzieht.


Oder aus 😇


Klar ist das nix zum reich werden…


Und die Amis würden sagen, even not enough for a living.


Aber:


Es ist eine gute Möglichkeit, sich im Akquise-Game zu üben – ohne großes Risiko, dein Tinder-Profil ist ja schnell gelöscht.


Und ein bisschen Taschengeld ist obendrauf drin.


Deshalb: immer außerhalb vom Schachterl denken – für Copywriter gibts überall Kunden.


Markus


PS: und wer weiß – vielleicht gibts ja auch den Traumpartner obendrauf…


Win-Win und so.


PPS: und ja…


Wenn du mich schon länger verfolgst, ist dir wahrscheinlich aufgefallen:


Den Newsletter hab ich fast genauso schon mal geschrieben – am 14. Juli vorletztes Jahr.


Ich musste aber grad wieder dran denken und fand ihn einfach zu gut, um ihn nur einmal zu schicken ¯_(ツ)_/¯

Wenn du Copywriter bist, Reader...


Dann bist du vielleicht schon auf folgende Idee gekommen:


Anstatt planlos (oder auch geplant, wer weißt) cold outreach zu betreiben…


Könntest du dich ja einfach auf LinkedIn, StepStone & Co umschauen, wer grade einen Copywriter sucht?


Lass. Es. Sein.


Auch wenn es dein „Traumkunde” ist.


Du ihn (oder sie) ziemlich spannend findest…


Und die Rahmenbedingungen zu passen scheinen (Stunden, Kohle…).


Weil:


Auf die Idee kommen zeitgleich mit dir ne Menge andere…


Was passiert also?


Du überlegst dir nen netten Pitch – und schickst ihn ab.


Gut, heute haben sie nicht geantwortet.


Aber morgen…


Ja, morgen auch nicht.


Tage vergehen.


Wochen vergehen.


Und du hörst nicht einmal ein „danke, wir haben schon jemanden” oder so.


Du hörst einfach: NICHTS.


Warum?


Weil sich dutzende, wenn nicht hunderte andere Copywriter auch auf den Job gestürzt haben wie die Motten ins Licht!


Ist ja auch logisch – weil ja jeder Kunden will.


Trotzdem gibt es sinnvollere Wege, als kompletten cold outreach.


Du könntest dich zum Beispiel bei den Jobangeboten umschauen auf LinkedIn, Stepstone & Co.


Hehe…ich muss das kurz einwerfen – ich sehe buchstäblich dein Gesicht, Reader…dieser entgeisterte Ausdruck…


Lass mich noch kurz genießen, ok?


Erst sag ich dir, „mach das auf keinen Fall” - und dann rat ich dir:


„Machs stattdessen”


Also:


Schau dich nach Jobangeboten um – aber scroll weeeeeit nach unten.


Warum?


Wenn jemand vor nem halben Jahr nen Copywriter gesucht hat, dann weiß er, wie wichtig ein guter Copywrtier ist.


Du hast auch ein super Thema zum Aufgreifen: er hat gesucht, wahrscheinlich gefunden – vielleicht sind seine Texte trotzdem, hm, ausbaufähig?


Und:


Du konkurrierst in seiner Inbox nicht mit 500 anderen.


Klingt vielversprechend, oder?


Jetzt ist das aber grundsätzlich so eine Sache…


Was zum Beispiel, wenn da Anforderungen drinstehen, die du einfach nicht hast?


Oder was, wenn du deine Bewerbung an eine „alte” Ausschreibung schickst und trotzdem keine Antwort oder eine Absage bekommst?


Let me guess:


Dann hast du dir wahrscheinlich noch nicht „Kundenakquise auf Einfach” bei mir gekauft – oder?


Markus

Weil ich keine Ahnung hab, was ich dir sonst erzählen könnte heute…


Vielleicht einfach mal ein kleiner Einblick in einen Launch, den ich vor ein paar Jahren begleiten durfte?


Pass auf, Reader:


Ich durfte mir mal eine kurzfristige Strategie einfallen lassen für einen Buch-Launch.


Also kein Infoprodukt, sondern klassisch: Roman.


Das Ergebnis meiner Strategie (die die Autorin keinen Cent an Werbeausgaben gekostet hat):


Platz 1 auf der Amazon Bestsellerliste im Genre nach 36 Stunden.


Das Buch, das sie auf Platz 2 verdrängt hat: irgendein komischer Roman mit gerade einmal 52.000 Rezensionen…


War ja leicht 😉


Die spannende Frage aber:


Wie hab ich’s gemacht?


Ich hab das Buch unter anderem an meine Liste „verkauft”.


Jetzt sind in meiner Liste aber zum damaligen Zeitpunkt höchstens 3 Menschen gewesen, die sich für das Buch interessiert hätten…


Immerhin ging’s da ja weder um Copywriting im Speziellen, noch Marketing im Allgemeinen…


Trotzdem haben ganz viele das Buch gekauft – die meisten sogar mindestens 3 x (!).


Warum?


Weil ich Ihnen nicht das Buch angepriesen habe in meiner Mail…


Sondern damals VEED.


Und mein Offer war:


Wer das Buch 3 x kauft und mir den Beleg schickt, kriegt VEED for free.


Offensichtlich mag der Amazon Algorithmus das, wenn jeder Kunde gleich 3 Bücher kauft 🙂


VEED, mein Playbook für erfolgreiches E-Mail-Marketing, gab es damals noch nicht – und heute quasi nicht mehr


Und ich hatte es auch noch nicht fertig geschrieben…


Aber ganz viele Menschen auf meiner Liste wollten es offenbar for free haben.


Du bist jetzt leider zu spät dran, Reader, um VEED einfach so abstauben oder auch kaufen zu können...


Link existiert zwar noch in den Weiten des Internets – aber ich hab den Preis ja verzehnfacht, dass nicht aus Versehen gekauft wird.


Und Niemand würde sollte 2000 Tacken für ein hässliches PDF ausgeben.


Markus


PS: auch wenn ich denke, dass es offensichtlich ist, hier nochmal die Erklärung:


Wenn du etwas verkaufen willst…


Und eine gute Liste hast…


Die das Angebot aber nicht interessiert…


Dann verknüpf das Angebot einfach mit was anderem, was sie unbedingt haben wollen.

Katti hat mich angeschrien.


Und zwar so richtig.


Hätte sie mir geschrieben – es wären Großbuchstaben gewesen.


In Fett.


Aber nochmal von vorn, du hast ja keine Ahnung, um was es geht, Reader...


Wir waren Fahrrad fahren mit Töchterchen – zum ersten Mal.


Hätte mir jemand vorher gesagt, dass das Ende vom Lied ein komplett Blut verschmiertes Gesicht ist…


Ich hätte vorab ein Veto eingelegt.


Ich wusste es halt nicht besser, ok?


Also…


Beim Radfahren – da war: gar nix.


Nicht einmal umgefallen, die Kleine…


Dafür musste sie unbedingt, als wir grade wieder zur Tür rein sind daheim – ’s Mäusle fangen.


Für die Nicht-Allgäuer:


Sie hat sich der Länge nach hingelegt, irgendwie über die eigenen Füße gestolpert oder so…


Und statt sich – wie normale Menschen - mit den Händen abzufangen…


Wollte sie testen, wie cool es ist, einfach direkt mit dem Gesicht aufzuschlagen.


Das Ergebnis:


Laut.


Heulen.


Ich natürlich heldenhaft losgestürmt, wollte sie trösten–


„Nein Papa, Mama soll kommen”


Sie rappelt sich hoch…


Und ich seh schon das Blut.


Überall.


Verrat es keinem, aber: da war ich halt schon recht froh, dass sie zu Katti wollte…


Katti kommt, nimmt sie in den Arm und tröstet sie.


Für mich hieß das:


Situation entschärft, back to business: erstmal Schuhe ausgezogen, ordentlich ins Regal gestellt, Jacke an die Garderobe gehängt – und ab in die Küche, Kaffeemühle anwerfen.


Das wohlige Geräusch der mahlenden Basoni-Bohnen wird aber jäh von Katti unterbrochen:


„BEWEG DICH, MARKUS!!”


Nanu?


Will sie jetzt so schnell nen Cappuccino? Ich dachte ja, sie tröstet erstmal Töchterchen…


Aber gut.


Mit der Milchkanne in der Hand geh ich Richtung Flur…


Uiuiui, Reader, ich sag’s dir – wenn Blicke töten könnten…


Woher hätte ich denn wissen sollen, dass Katti unbedingt jetzt ein Tempo oder sowas für Töchterchen braucht?


Mann, mann, mann…


Wie man’s macht…


Ich dachte, sie freut sich, dass ich ihr nen Cappuccino mit mache und nicht nur an mich denke…


Markus


PS: der kleine Link oben, der führt zu meinen Lieblingsbohnen von Basoni.


Und herauszufinden, welche das sind…


Das war anstrengend.


Einfach weil die alle so gut sind.


Wenn du das nicht glaubst…


Kauf dir halt hier mal ein Probierpaket, dann wirst du das selbst feststellen!


(ist übrigens unbezahlte Werbung und kein Affiliate-Link…aber Vale freut sich bestimmt über die ein oder andere Bestellung ❤️)

Weh tut das ja schon ein bisschen…


Aber es ist wohl ein Fakt:


Ich kann halt nix, Reader.


Anders lässt sich das einfach nicht erklären…


Ich lass dich jetzt mal tief in mein Inneres blicken:


Ich dachte immer, ich wäre ganz okay im Copywriting.


Vor allem, weil ich mit meiner Copy recht gute Klickraten generiere…


Und…


Ich hab ja auch immer behauptet, dass ich keine Angst vor KI hab und KI gar nicht besser sein kann als ich.


Bis gestern…


Und das Ergebnis ist sogar noch schlimmer, als ich es mir je hätte erträumen können…


Ich hab nämlich gestern meinen Newsletter gar nicht geschrieben.


Ich hab ihn nichtmal von einer KI generieren lassen.


Ich hab einfach nur 200 Wörter Lorem-ipsum-Blindtext reinkopiert und nen Link dazu gepackt.


Das Ergebnis?


Kann sich sehen lassen.


Effing 21,64 Prozent KLICKrate.


Und ein unsubscribe ¯_(ツ)_/¯


Das ist halt schon ziemlich geil eigentlich.


Jetzt dachte ich nur immer, meine hohen Klickraten lägen an meiner geilen Copy…


Das hab ich mir aber wohl eingebildet, wenn sogar Blindtext zu so vielen Klicks führt…


Und wenn sogar Blindtext das schafft…was wäre mit ner guten KI möglich?


Vielleicht sollte ich einfach aufhören, Copy zu schreiben? Bringt ja nix…


Markus


PS: gibt’s grad irgendein cooles shiny new object? Auf Dropshipping, KDP, Trading & Co hab ich eher weniger Bock…

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua.


At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum.


Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.


Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua.


At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum.


Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.


Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy.


Eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua.


At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum.


Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.


Duis autem vel eum iriure.


Dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi.


Markus

Unlängst bin ich fremdgegangen.


Reader, ich erzähl dir das, um mein Gewissen zu erleichtern – und es aufzuschreiben ist nur halb so schlimm, wie die Betrogene direkt damit zu konfrontieren…


Blöderweise ist mir das auch noch kurz vor Muttertag passiert…war aber eigentlich nur eine Verkettung unglücklicher Umstände:


Ich wollte Katti ja mit der ein oder anderen Überraschung erfreuen…ein Teil davon hatte aber Lieferverzug und ich war mir ziemlich sicher, dass es nicht rechtzeitig käme…


Gleichzeitig konnte ich aber auch nicht wie sonst üblich durch die Stadt schlendern, um mich nach einer Alternative umzusehen, weil wieder einmal alles auf einmal kam: Töchterchen muss zum Sport, Katti schickt mich irgendwohin, was von Kleinanzeigen zu holen, zur Post muss ich – und in dem ganzen Trubel ist es passiert:


Ich bin mit dem Auto gefahren und habe nicht in meiner normalen Tiefgarage geparkt, sondern in einem anderen Parkhaus.


Ein passendes Präsent gefunden, dann aber schnell, am Ticketautomaten wenigstens nicht ganz so viel los, nur eine Frau vor mir.


Kurz wurde ich dann aber doch ungeduldig, immerhin nestelte sie ziiiiiemlich lang in ihrer Handtasche umeinander, um den Geldbeutel rauszuholen…


Aber hey: Geschenk organisiert, einigermaßen rechtzeitig dran, alles halb so wild.


Sie findet den Geldbeutel, grunzt zufrieden – holt ihre Karte raus und versucht zu zahlen.


In dem Moment nehme ich eine winzig kleine Bewegung wahr.


Wirklich, kaum merklich war das…


Aber Tatsache:


Da liegt auf dem Boden, direkt hinter besagter Frau: ein mehrfach gefalteter Hunderter.


Da strengen sich die Synapsen natürlich an:


Hat sie es bemerkt? Ne, bestimmt nicht – so hektisch wie die war…


Wird sie es noch merken? Ne, bestimmt nicht – sie wird sich nach dem Zahlen nach links umdrehen und hat dann keine Chance mehr, den Geldschein zu sehen…


Das Teufelchen in meinem Kopf hat sich schon über 100 Euro gefreut, mit denen man irgendeinen Quatsch machen kann…


Und dann kam die blitzartige Erkenntnis:


Markus, was soll der Mist? Warum denkst du überhaupt darüber nach, Geld einzustecken, das dir nicht gehört?


Also gebückt, den Hunni aufgehoben, meinen ganzen Mut zusammengenommen und die fremde Frau angequatscht:


Entschuldigung – ich glaub, Sie haben eben Geld verloren, das muss aus Ihrer Tasche gefallen sein…


Sie schaut mich an wie ein Teletubby, greift nach dem Hunderter…


Und kramt in ihrer Tasche?!?


Schaut wieder hoch, lächelt auf einmal – und streckt mir einen Zwanziger hin:


„Hier bitte, Ihr Finderlohn!”


Nein danke, ich hab’s ja nicht gefunden, ich hab nur gesehen, wie Sie es verloren haben…


„Doch, Sie nehmen das jetzt. Und wenn Sie es nicht brauchen, dann können Sie es ja spenden oder so.”


Macht auf dem Absatz kehrt – und stürmt raus.


Jetzt stand ich da.


Hundi und Laptoptasche in der einen Hand, Parkticket und 20 Euro in der anderen.


Kurze Überforderung meinerseits, was ich denn jetzt machen soll…


Bis die rettende Idee kam:


Direkt vor dem Tickethäuschen hab ich vorhin einen „Bettler” sitzen sehen.


Da dachte ich: der kann’s doch brauchen, geh nochmal kurz in die falsche Richtung, drück ihm den Zwanni in die Hand, wünsch ihm nen schönen Abend…


Da sagt er:


„Nee du, das ist zu viel. Und ich hab das drin eben gesehen von dir – das ist doch dein Geld”.


Vielleicht machen die ja hier irgendwas ins Wasser oder so in Kempten…


Oder warum will hier keiner Geld?


Ja.


Jedenfalls war ich von seiner Reaktion so überrascht, dass ich ihm den Zehner, den ich in der Hosentasche hatte, auch noch zugesteckt hab mit den Worten:


Jetzt grad mit Fleiß. Schönen Abend noch!” und bin gegangen.


Hundi ins Auto geladen und während ich in Richtung Ausfahrt fahr, da hab ich realisiert:


Ich hätte 100 Euro haben können – war dafür aber zu ehrlich.


Ich hätte 20 Euro haben können – und hab’s lieber jemand anderem gegeben, der das Geld (vermutlich) dringender braucht.


Und dann hab ich auch noch 10 Euro von meinem eigenen Geld verschenkt – tolle Wurst.


Naja.


Jetzt hab ich halt ein bisschen Angst:


Was, wenn mir das in Zukunft öfter passiert?


Was mach ich dann?


Ich kann schließlich nicht jeden Tag rechnerisch 130 Tacken Miese machen…


Folgender Vorschlag:


Du kaufst dir hier FRANK – da hast du wenigstens was von.


Und ich kann vielleicht ein kleines Polster aufbauen, dass Tage wie dieser nicht ganz so weh tun.


Markus


PS: oben…


Wo ich geschrieben hab, dass die Frau zufrieden grunzt…


Vielleicht hab ich mir das nur eingebildet.


Es hätte aber halt echt gut zum Moment gepasst.