Ich glaube, es ist an der Zeit, dass man offen zugibt:


Es ist fucking schwer geworden, als Copywriter Kunden zu gewinnen.


Und…


Wahrscheinlich stimmt es sogar.


Das liegt aber einfach nur daran:


Dass die meisten Copywriter auf die völlig falsche Art und Weise versuchen, Kunden zu gewinnen!


Klar „funktioniert” Kaltakquise in DMs, mit Mails oder übers Telefon…


Ist halt nur nicht für jeden was. Und ist furchtbar anstrengend.


Weil der zu erwartende Output halt echt low ist:


Beim Telefon – da muss der Entscheider erstmal dran gehen…


Über Mail – da muss die Mail erstmal geöffnet und gelesen werden…


Und auf Social Media?


Auf Social Media nerven uns die ganzen Kaltakquise-Johnnys doch selbst schon genug!


Und wenn wir als Marketer schon keinen Bock drauf haben…


Wie geht's dann wohl Nicht-Marketern?


Eben.


Ich hab damals in meiner Odyssee durch Copyland mal eine Kundengewinnungsstrategie geteilt, die quasi by design schon eine Erfolgsgarantie bietet…


Und weil sie so gut funktioniert, dachte ich mir: ich mach einfach noch mehr Kohle damit 😜


Kannst du hier kaufen – heißt treffenderweise „Kundenakquise auf Einfach”.


Markus


PS: Ja, ich gebs zu: die Strategie ist schon älter als 2 Jahre.


Aber:


Ich kenn niemanden, der die dir sonst beibringt – und aus aktuellem Anlass weiß ich, dass sie immer noch funktioniert.


Hat nämlich nichts mit irgendwelchen Trends zu tun, auf die man schnell draufspringt, sondern einfach mit zeitlosen Prinzipien.


Damit wirst du heute Kunden gewinnen. Morgen. Und in ein paar Jahren immer noch.


(dafür kostet dich das Ganze halt auch unverschämt viel Geld – außer du bist im Copy Club. Da ist die nämlich im Classroom einfach so verfügbar)

Beim gestrigen Gewinnspiel…


Gab es mit Anja tatsächlich nur eine einzige Siegerin.


Schade eigentlich, aber kann man nicht ändern.


Mein Vatertag sah so aus:


Ich war Vormittags noch kurz im Büro, bisschen was fertig machen, was Mittwoch liegengeblieben ist, weil – kannst du dir echt nicht ausdenken:


Der Kindergarten geschlossen hatte.


Wegen Betriebsausflug…dann Donnerstag Feiertag – und gestern natürlich Brückentag. Ich hab mich echt für den falschen Job entschieden…


Zurück zum Vatertag:


Dacht ich mir, ich mach mal was cooles und sag zu Katti:


„Pass auf: du legst dich jetzt hin, ruhst dich aus und ich geh mit den Kids in die Stadt.”


Halbherzige Proteste von ihr, aber ich glaub, sie war ganz froh…


In Kempten war verkaufsoffener Feiertag und in unserem Einkaufszentrum hier waren ganz besondere Gäste angekündigt:


Ryder, Chase, Marshall, Skye, Rocky, Rubble und Zuma – die Helden auf 4 Pfoten.


Und ich wusste, dass ich Töchterchen damit eine riesen Freude mache…


Was ich nicht wusste:


Dass Töchterchen hier ein einzelnes Mitglied der Paw Patrol hart korbt 😱


Den armen Rubble…von allen hat sie sich umarmen lassen, Fotos, hat mit ihnen getanzt…nur mit Rubble wollte sie nicht. Weil „der Rubble ist total doohoooof”, hat sie gemeint.


Also wollte ich ihr einen Vortrag halten, dass der arme Kerl jetzt bestimmt ganz traurig ist – aber sie hat mich eines besseren belehrt:


Weißt du Papa, wir sagen das aber nicht Mama, ok? Das ist nämlich nicht so schlimm, weil…ich glaub, das waren gar nicht die echten Paw Patrol. Ich glaub, das waren Schauspieler. Ich hab nämlich beim Marshall gesehen, dass der eine Hose anhatte. UNTER seinem Fell. Und das würden die echten Paw Patrol nicht machen, weil das sind ja Hunde. Oder hat Hundi eine Hose unter ihrem Fell? Siehst du…aber sag’s nicht Mama, sonst ist die wieder traurig.


🥺🥺🥺


Hat wohl doch ein Herz aus Gold – die kleine Mobberin, die.


Markus


PS: falls du dich fragst, was du heute aus der Mail lernen kannst…


Oder wie ich da wenigstens die Brücke zu nem coolen Pitch hinkrieg…


Ich hab keine Ahnung, Reader ¯_(ツ)_/¯


Ich versuch es mal so:


KAUF.

Ein klein bisschen hab ich mich schon gefreut, dass gestern mein ganz besonderer Tag war…


Vatertag.


Gut, das Wetter hätte besser sein können, war kalt und regnerisch – die geplanten Aktivitäten konnten aber trotzdem durchgeführt werden.


Nachdem ich mit einem ziemlich dicken Kopf aufgewacht bin (hoffentlich werd ich nicht krank) und mir das Tippen grade schwer fällt, nur eine kurze Frage:


Was denkst du, hab ich gestern gemacht, ?Reader?


Markus


PS: unter allen Antworten, die am nächsten dran sind…


Verschenk ich 3 x „How To Manipulate People Online (fast)”

Ich weiß nicht, wie oft ich das schon von Kunden gehört hab…


„Meine Zielgruppe ist speziell” – mimimi.


Ich sag dir mal was:


Ich war ja früher im Vertrieb…hab unter anderem andere Vertriebler geschult…und ausnahmslos überall, wo ich war, hab ich das gleiche gehört:


„Aber die Kunden hier sind speziell.”


Literally everywhere, ich hab das im Allgäu gehört, in Berlin, in Rostock, in Köln, in Stuttgart, in Hannover und Heidelberg.


Und ich hab damals (das ist jetzt fast 20 Jahre her) schon gesagt:


„Das ist so komisch, die Kunden sind in ganz Deutschland so speziell – dass sie eigentlich doch wieder alle gleich sein müssten.”


Und das ist im Internet nicht anders…


Menschen sind alle gleich.


Halte dich an dieses „Template” – und deine Copy funktioniert. Immer.


Was denkt mein Leser jetzt? < - - - > was muss mein Leser denken, damit er kaufen will?


Dazwischen packst du deine Argumente.


Fertig.


Ein bisschen spezifischer ausformuliert hat das Gary Bencivenga mal in einem Seminar beschrieben:


…most ads win or lose not by the eloquence or quality of the copy... but by the

psychology – by how accurately you map out the way your prospects are going to behave at

each step.


Klar ist Schreiben wichtig im Copywriting.


Aber denken ist viel wichtiger.


Markus

Es gibt so Tage:


Da läuft es einfach.


Gestern war so einer…


Vormittags in einem Meeting gab’s endlich ein paar Zahlen zu einem Webinar vom Wochenende – und sie sahen echt nice aus…


Aber was interessieren mich Zahlen? Ich bin ein Wort-Mensch – und Worte gab es gestern jede Menge.


Zum einen hab ich ne Mailserie mit effing 21.312 Wörtern geschrieben. Gut, schreiben ist Dayjob, das ist nichts besonderes. Was besonders war:


Ich hab von 3 Kunden völlig unabhängig voneinander (und ungefragt, wohlgemerkt) sehr, sehr geiles Feedback bekommen.


Im Kern ging es immer um denselben Gedanken:


Das macht auf einmal alles so viel Sinn”, „Ich komm mir grad voll bekloppt vor, wie einfach es eigentlich ist” – und so weiter.


Die einzige Gemeinsamkeit der Kunden:


Alles aktive MARCO oder FRANK Kunden.


Was ich vielleicht mal abfragen sollte, wäre: finden die Kunden das Format genau so geil wie ich?


Für mich fühlt es sich manchmal einfach an wie:


Coworking.


Und da bin ich – auch wenn man mir das vielleicht nicht zutraut – sogar ein Fan von. Also, wenn’s virtuell ist. Ohne, dass ich Menschen um mich hab. Außer halt im Handy, das ist grade noch okay – und scheinbar macht es nicht nur mir Spaß –


sondern bringt sogar den Käufern was.


Muss dieses Win-Win sein, von dem immer alle sprechen…


Markus


PS: Falls du den subtilen Pitch nicht gesehen hast:


Ich habe dir oben ganz charmant angeboten:


Kauf MARCO – bzw. kauf FRANK.


(die ganz smarten finden vielleicht sogar den Orderbump bei FRANK, der MARCO günstiger macht 😉)

Wenn man diese 3 Worte hört…


DANN NÜTZEN AUCH KEINE ERKLÄRUNGEN MEHR WAS WIE „WIR KÖNNEN JA FREUNDE BLEIBEN” ODER SO.


Da bekommt man einfach ein Messer ins Herz gestoßen, der Boden tut sich unter den Füßen auf und man möchte sich am liebsten in Luft auflösen.


Oder die Zeit ein klein wenig zurückspulen und vielleicht das eine oder andere Erlebnis nochmal durchleben – einfach in dem Bewusstsein, dass es das letzte Mal ist.


Das Klischee behauptet ja, dass Trennungen für Männer (also, ausgehend von Frauen) sowieso meistens völlig aus dem Nichts kommen.


Hat man nicht kommen sehen…


Mit uns ist es übrigens nicht aus, Reader – und die Tatsache, dass du diese Mail liest, bedeutet sogar, dass du dich nicht feige über den Abmelden-Link aus dem Staub gemacht hast, ohne was zu sagen.


Naja…


Ich hab diese 3 Wörter jedenfalls gestern von Katti zu hören bekommen.


Und sofort weiche Knie bekommen.


Hab angefangen, mir zurechtzulegen, wie ich argumentieren kann…überlegt, ob ich meine Würde verlierend anfangen soll, zu betteln…


Da wird sie auf einmal lauter:


„Markus, hörst du mir überhaupt zu?”


Um ehrlich zu sein: nur so halb. Ich hatte nämlich gestern Abend noch ne Idee für nen Angle, den ich bei einer Kundin unbedingt mal testen wollte und hab angefangen, mir ein paar Hooks dazu aufzuschreiben auf dem reMarkable…


„Ich bin ehrlich: nein. Weil…”


Und dann kommt die Auflösung:


„Ich hab gesagt, das Koaladings, das Söhnchens Einschlafmusik spielt, ist schon wieder aus. Kannst du die Batterien wechseln?”


Du glaubst nicht, wie erleichtert ich war…


Gleichzeitig ist das ein super Beispiel dafür, was Worte eigentlich bewirken können – egal wie harmlos, wertschätzend oder sonstwie sie gemeint sind.


Ich durfte letztes Jahr mal einen Vortrag dazu halten…


Kannst du dir hier anschauen, wenn dir langweilig ist.


Markus

Rate mal, wer gestern wieder Unmengen Geld zum Fenster rausgeworfen hat.


Tipp: sitzt grade mit ner Tasse Kaffee auf dem Sofa, hat ein MacBook auf dem Schoß und tippt eine Mail…


Wir waren gestern nochmal auf dem Rummel.


Ungeplant, spontan – und Töchterchen musste Katti quasi alles zeigen, was wir schon am Freitag gefahren sind. Und natürlich nochmal fahren…


Ich weiß nicht, ob das früher ähnlich war, aber die Rummel-Bilanz von gestern sieht wie folgt aus:


  • Kettenkarussell: 3,50 € pro Fahrt (sie musste zweimal fahren, weil sie uns unbedingt noch „einen Trick zeigen” wollte)
  • Autoscooter: 10,00 € für 3 Runden
  • Riesenrad: 16,00 € (dafür waren wir alle in der Gondel, inklusive Söhnchen)
  • Anti-Gravity-Trampolin: 5,00 €
  • Super-8-Achterbahn: 3,50 € (natürlich 2 Fahrten)
  • eine mit weißer Schokolade überzogene Banane für Töchterchen: 4,50 €
  • mit Schokolade überzogene Trauben für Katti: 4,50 €
  • Greifautomat für Kuscheltiere: 1,00 € pro Spiel (nicht mitgezählt, aber wenigstens hatte ich kein Kleingeld mehr, als wir endlich doch kein Kuscheltier gewonnen haben)
  • Bratwurst im Semmel: 5,00 €
  • Currywurst mit Pommes: 9,00 €
  • Spiralkartoffeln: 6,00 €
  • und verschiedene „Kleinausgaben” bei Losen und Co.


Ich mein, ich will ja nicht meckern, aber…schon irgendwie teuer.


Was aber viel schlimmer ist:


Der ganze Spaß war nach nicht einmal einer Stunde schon vorbei.


Da gibt man sein Geld doch eigentlich lieber für Dinge wie das Cashcow Copywriting Compendium aus, oder?


Das hat man zwar auch recht schnell durchgelesen…


Aber dafür kann man sein (Copywriter-)Leben lang was damit anfangen!


Markus

Eine alte Frau liegt in einem Sanatorium. Blind und taub seit Jahren. Ihr Geld ist schon lange weg.


Jemand zahlt ihre Unterbringung – man weiß ja, was sowas kostet.


Die Blumen- und Grußkartenindustrie.


Also genau die Leute, gegen die sie 30 Jahre lang mit allem, was sie hatte, gekämpft hatte.


Die Rede ist von Anna Jarvis.


Gestern vor 101 Jahren, am 09. Mai 1905 stirbt ihre Mutter. Jarvis ist am Boden. Und sie hat eine Idee: einen Tag, an dem Kinder ihre Mütter würdigen. Einmal im Jahr. Bewusst.


1908 organisiert sie die erste offizielle Feier in einer Kirche in Grafton, West Virginia. Weiße Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter. Ein paar hundert Menschen.


Sechs Jahre später ist Muttertag nationaler Feiertag in den USA.


Und dann passiert das, was immer passiert, wenn eine Idee zu groß wird.


Die Industrie riecht Geld.


Innerhalb weniger Jahre ist Muttertag ein Milliarden-Geschäft. Grußkarten, Blumen, Restaurantreservierungen.


Jarvis dreht durch.


Sie schreibt Protestbriefe. Kracht in Jahresversammlungen von Süßwarenherstellern und schreit sie an. Organisiert Boykotte. Verklagt Händler.


Wird schließlich sogar verhaftet. Auf ihrer eigenen Veranstaltung. Wegen „Störung des öffentlichen Friedens”.


(überleg mal: ihr eigener Feiertag lässt sie verhaften…)


Sie gibt all ihr Geld aus. Schätzungsweise 150.000 Dollar über die Jahre, was damals echt ne Menge Holz war. Haus weg, Ersparnisse weg – wenigstens hatte sie keine Kinder. Wollte sie auch nie.


Die Schöpferin des Muttertags stirbt kinderlos, blind, taub und pleite.


Und die Industrie, gegen die sie ihr Leben lang gekämpft hat, zahlt am Ende die Rechnung.


Da fragt man sich schon, ob die das aus Respekt gemacht haben. Oder ob die einfach wollten, dass sie endlich still ist.


Jarvis hat mit dem Muttertag keine neue Emotion „erfunden”. Die Liebe zur eigenen Mama gab's schon immer.


Sie hat ihr nur ein Datum damit verknüpft, den Rest hat die Industrie übernommen: Wer keine Blumen kauft, ist ein schlechter Mensch. Wer das Datum vergisst auch. Der Mechanismus läuft von selbst – seit über 100 Jahren.


Über 1 Milliarde Euro im Jahr, allein in Deutschland – obwohl Restaurantbesuche und Gutscheinkäufe rausgerechnet sind.


Die stärksten Kaufgründe muss man nicht erfinden – sie sind schon da.


Markus


PS: Ich hab Katti natürlich trotzdem Blumen gekauft – plus bisschen anderen Stuff.


Ich bin ja kein Idiot nicht lebensmüde, !Reader!

„Aber jetzt will ich nochmal Riesenrad fahren, Papa!”


Na klar…


Sind wir ja erst zweimal heute. Und Kettenkarussell, Geisterbahn, Achterbah, Trampolin – gut, dass wir zwischendurch wenigstens immer wieder an irgendwelchen Fresshütten pausiert haben.


Konnte man wenigstens noch mehr Geld ausgeben…


Ich sag’s dir, Reader:


So gern ich meine Innenstadtwohnung hab, so sehr nervt es mich, dass der Rummel immer direkt nebenan ist.


Da war ich nämlich gestern mit Töchterchen, Katti hat mir das als wichtige „Papa-Tochter-Zeit” verkaufen wollen, aber ich hab den Braten natürlich sofort gerochen: ihre Ruhe wollte sie haben, um nix anderes gings!


Ja und ich kann Töchterchen halt immer nix abschlagen…


Und so sind wir alles gefahren und haben alles gegessen.


Tolle Wurst – also eigentlich nicht. Der Nibelungen-Grill war auch mal besser…


Jedenfalls:


Töchterchen hat schon so ihre Mittel, wie sie mich dazu bringt, genau das zu machen, was sie will. Und ich Opfer fühl mich dann nicht einmal schlecht dabei.


Ich hab also wahnsinniges Glück, dass sie erst 6 und noch nicht wirklich geschäftstüchtig ist.


Die könnte mir alles andrehen, egal zu welchem Preis.


Wobei sie sich das wahrscheinlich von Katti abschaut…die hat mich nämlich zusätzlich dazu überredet, dass wir (also ich) Schwiegermama heute zum Essen einladen.


Das bringt wieder den ganzen Samstag durcheinander – wie soll ich da genug Zeit für den Wochenmarkt haben?


Wann Söhnchen wohl endlich so kommunikationsfähig ist, dass er mich wenigstens ein kleines bisschen unterstützen kann?


Markus

Ist dir eigentlich bewusst, was heute für ein historisch bedeutsamer Tag ist?


Es war der 08. Mai – manche sagen sogar „Stunde Null” dazu. Für John war es wahrscheinlich ein völlig normaler Tag, nichts besonderes.


John Pemberton war krank, schwer drogenabhängig und er rührte wie an so vielen Tagen in seinem Hinterhof in einem Messingkessel herum.


Der Bürgerkrieg hatte ihm eine Säbelwunde beschert und das Morphium, das danach kam, ließ ihn zwanzig Jahre später immer noch nicht schlafen. Pemberton war Apotheker, also tat er das Naheliegende: Er forschte. Kokablätter, koffeinhaltige Kolanüsse, Kokain, Gewürze, Zucker. Ein Mittel gegen Kopfschmerzen und Erschöpfung, so die Idee. Er süßte nach, schmeckte ab, goss Sodawasser dazu.


Und in seinem Kessel…entstand etwas so viel besseres als ein Kopfschmerzmittel.


Er verkaufte es ab dem nächsten Tag in der Jacob's Pharmacy für fünf Cent das Glas. Sein Buchhalter Frank Robinson, der besser in solchen Dingen war als Pemberton, gab dem Getränk seinen Namen und schrieb ihn in geschwungenen Buchstaben auf: Coca-Cola.


1887 ließ Pemberton die Marke patentieren.


Bis dahin klingt das nach einer ordentlichen Gründerstory...


Aber dann geht’s rasant schnell bergab.


Pemberton wurde kränker. Er brauchte Geld. 1888 verkaufte er seine Rechte an den Unternehmer Asa G. Chandler, in mehreren Tranchen, für insgesamt etwa 2.300 Dollar. Im August desselben Jahres starb er. Er war 57 und hatte, soweit überliefert ist, nicht den Hauch einer Ahnung, was er für diesen (selbst zur damaligen Zeit!) Spottpreis verkauft hatte…


Chandler wusste es. Er kaufte die restlichen Anteile von Pemberton’s Erben auf, gründete 1892 die Coca-Cola Company, druckte Freigutscheine und brachte das Produkt in jeden Drugstore zwischen Maine und Georgia. Was Pemberton als Getränk gemacht hatte, baute Chandler zur Marke um.


Und heute…


Du weißt selbst, wie geil so ne eiskalte Coke an nem heißen Sommertag ist, Reader.


Pemberton hat etwas gebaut, das heute über 300 Milliarden Dollar wert ist. Sein Name steht auf keiner Flasche.


Klingt bekannt? Ist wie bei uns Copywritern…


Wir schreiben die Texte, die verkaufen – und alle sehen nur den Namen unseres Kunden.


Markus


PS: ja, schon klar.


Am 08. Mai waren natürlich noch jede Menge mehr historisch bedeutsame Ereignisse…


1974 gewinnt zum Beispiel der 1. FC Magdeburg als erste (und einzige) Fußballmannschaft der DDR den Europapokal…


Und 1980 erklärt die WHO die Pocken für ausgerottet.


Und ja:


Seit 08.05.1945 ist auch der Zweite Weltkrieg vorbei.