Wow.


WOW.


Was war das gestern für ein Tag – ich wurde überhäuft mit Glückwünschen, Katchings und dann die fette Party am Abend…


Ein Wunder, dass ich dir heute überhaupt schreiben kann.


Erstens bin ich ja jetzt offiziell „alt” – mein (einziger) Onkel rief mich gestern an und startete das Telefonat mit „Na Markus, jetzt gehörst du offiziell auch zu uns alten Säcken” – und außerdem:


Die fette Party, die hätte ich vermutlich gar nicht erst überlebt.


Ich sag dir mal, wie’s wirklich war:


Eigentlich wollte ich mit Katti schick Essen gehen gestern…


Nur Söhnchen hatte darauf keinen Bock.


Der wollte nämlich nicht einschlafen…hat dann auch nur von ca 18:15 - 21:30 Uhr gedauert, bis es soweit war.


Und dann war er seit 1 wieder wach. Seit EIN UHR. IN DER FRÜH.


Naja.


Dafür hatte ich gestern eine ganz grandiose Kundin, nicht nur, weil sie sich mein Birthday Special gesichert hat, neeeeee:


Sie hat mir auch ne Nachricht mit einer echt coolen Idee geschrieben, weil…


Sie hat ja schon alle Produkte von mir.


Sie hat also nur gekauft, um den Bonus zu bekommen. Und ihre Frage war, ob sie die doppelt gekauften Produkte nicht vielleicht „spenden” könnte an Leute, die sie gerne hätten, wo aber die Kohle grade knapp ist.


Und die Idee finde ich…


GRANDIOS.


Leider will sie anonym bleiben – aber ich weiß es ja, sie weiß es ja – und jetzt kommst du ins Spiel, Reader:


Findest du in meiner Signatur ein Produkt von mir, das du gerne hättest – bei dem der Kauf aktuell aber einfach nicht drin ist?


Dann…


Schenk ich’s dir.


Der einzige Haken: die anonyme Großzügige kann natürlich jedes Produkt nur einmal spenden.


Aber:


Ich weiß von mindestens 3 weiteren wunderbaren Abonennten, die ebenfalls schon alles von mir hatten und trotzdem nochmal gekauft haben.


Und deshalb entscheide ich eigenmächtig:


Die werden ebenfalls „gespendet”.


(auch wenn alles digital ist, zum rumliegen und verstauben sind sie einfach zu schade…)


Es gibt also jedes Produkt: 4 mal for free.


Und weil ich gut drauf bin, die Idee wahnsinnig cool fand und der Verkauf ja sowieso Ende der Woche vorbei ist:


ERHÖHE ICH AUF 10.


Jedes Produkt aus der Signatur (außer dem Copy Club, sorry – aber der war ja auch nicht im Birthday Special) wird 10 mal verschenkt.


Wenn du was davon haben möchtest, hier die Bedingungen:


  1. Du bekommst maximal 1 Produkt
  2. Du sagst mir, welches das in deinem Fall wäre
  3. Du versprichst hoch und heilig, demnächst irgendwas gemeinnütziges zu unterstützen – wie und in welcher Form (und wenn’s ne Dose Hundefutter fürs Tierheim ist oder du mal am Sonntag in der Kirche jemandem die Tür aufhältst), ist mir egal und ich will auch keinen „Nachweis”. Dein virtuelles Wort reicht.


Und wichtig natürlich:


Ich will nicht auslosen und du musst mir auch keinen Grund nennen, warum du es gerne hättest, aber gerade nicht kaufen kannst.


Es zählt einzig und allein nur die Reihenfolge – wer zuerst kommt, mahlt zuerst.


Schreibst du mir mehr als 1 Produkt oder mehrere Mails, bist du leider raus.


Wäre ja unfair gegenüber den anderen.


Markus

PS: falls ich dir nicht auf Glückwünsche geantwortet hab, Reader...


Sorry.


Viel los gestern…

Die Tatsache, dass du jetzt von mir liest, bedeutet wohl:


Ich konnte mich heute trotz des mitten in der Nacht erreichten, fast schon biblischen Alters von 40 Jahren ans MacBook quälen.


Wie geil es doch ist, in der Zukunft zu leben – noch vor ein paar Jahrhunderten wäre ich längst Geschichte gewesen…


Aber 2026 – da konnte ich nicht nur überraschenderweise einigermaßen „normal” aufstehen…


(abgesehen von Rückenschmerzen, aber wer hat die nicht?)


Nein:


Ich kann dir sogar dieses Angebot machen.


Und jetzt genieß ich den ersten Kaffee in der zweiten Lebenshälfte…


Markus


PS: noch mehr als über Glückwünsche, freue ich mich über dieses „Katching”, das mein Handy macht, wenn du mein Birthday Special kaufst, Reader!


PPS: ich will natürlich zu nix überreden oder so…


Aber das wird man wohl noch sagen dürfen!

Vor ein paar Jahren, Reader...


Neuer Kunde. Erstes Briefing. Ich frag ihn, wie er seine Marke beschreiben würde.


Er lehnt sich zurück. Macht das Gesicht, das Leute machen, wenn sie gleich was Wichtiges sagen.


„Wir sind frech, herzlich und visionär.”


Stille.


Ich hab genickt. Hab „mhm” gesagt und mir gedacht: Ich hab das letzte Woche schon gehört. Und die Woche davor. Und davor.


Frech. Herzlich. Visionär. Innovativ. Authentisch. Nahbar. Mit Augenzwinkern. Auf Augenhöhe.


Die Adjektive, die jeder nimmt, wenn er keine Ahnung hat, wie er klingt – aber trotzdem so tut, als hätte er drüber nachgedacht.


Sein Wettbewerber klingt genauso. Seine Konkurrenten auch. Alle frech. Alle herzlich. Alle visionär.


Und dann wundern sie sich, warum ihre Copy nicht zieht.


TRIP räumt mit dem Adjektiv-Bingo auf.


Ein CustomGPT, das dich durch fünf Elemente führt. Conviction Codes, Messaging, Story, Voice. Am Ende weißt du nicht nur, wie deine Marke klingt – du weißt auch, warum. Und kein Wettbewerber kann das kopieren, weil es von dir kommt. Nur von dir.


Normalerweise 59 Euro.


Heute 25. Weil ich mit 25 noch jung und unbeschwert war. Bevor Katti, Kinder, Hund und Steuerberater mein Leben übernommen haben.


Bis Mitternacht. Gutscheincode: GoodOldTimes – sollte über den Link hinterlegt sein.


Markus


PS: Morgen bin ich 40. Da kommt das Hauptding. Heute ist noch Aufwärmen.


PPS: denk dran:


👇 Die Angebote, die du hier unten siehst – verschwinden spätestens am Montag. 👇

Seit Sonntag krieg ich jede Menge Mails, Reader...


„Ja ja, alles wird teurer, kenn ich”, „und am Ende sagst du sowieso, es war anders gemeint”....und so weiter.


Also nochmal:


Schau in meine Signatur. BANG!, CRASH!, KYCCE, VEED, TRIP, Manipulation, MEFFdigital, Stimme, MDMR…


Ab nächster Woche kosten die alle das Zehnfache.


MEFFdigital: von 200 auf 2.000 Euro. MDMR: von unter 1.000 auf unter 10.000. Die anderen entsprechend, ich kann ja jetzt auch nicht alles hinschreiben. Denk dir einfach am Ende ne 0 an den Preis (vor dem Komma natürlich).


Warum? Weil ich 40 werde und keine Lust mehr habe, einen Shop mit zehn Produkten zu pflegen, zehn Salesseiten zu erklären und jedem einzeln zu sagen, was er zuerst kaufen soll.


Das ist einfach vorbei.


Heute gibt es MEFFdigital für 40 Euro.


Das ist ein CustomGPT, das ich auf mein Feedback-System trainiert habe. Du gibst ihm deine Copy, dein Angebot, deine Zielgruppe. Und bekommst Feedback, das so klingt, als hätte ich mir das selbst angeschaut – Sonntag um 23 Uhr genauso wie Montag früh um 6.


Bis Mitternacht. Gutscheincode: JETZTWIRDSWILD


https://zukunftsich.thrivecart.com/meff-digital/


Markus


PS: Morgen kommt was anderes. Übermorgen das Hauptding.

Retrospektiv betrachtet…


War das gestern nicht nur ne ganz, ganz dumme Idee – sondern wahrscheinlich auch ein Schnellschuss.


Also vermutlich genau das, was man unter „Midlife-Crisis” versteht, oder, Reader?


Jetzt ist es aber rum, geschrieben, versendet, von genug Menschen geöffnet (und möglicherweise gelesen), dass ich’s jetzt durchziehen muss.


Tag 1:


Stimme. 200 Euro. Heute für 40.


Ich weiß. Ich weiß.


Mein Steuerberater würde weinen. Katti würde schon mal nen Termin beim Arzt ausmachen. Und ich sitze hier und tippe trotzdem diesen Preis.


Weil ich am Donnerstag 40 werde und irgendjemand mir mal gesagt hat, dass man mit 40 aufhört, sich um den Kram zu scheren.


Was kriegst du für 40 Euro?


Die Fähigkeit, die die meisten Copywriter nie richtig lernen: in der Stimme deines Kunden schreiben.


So, dass dein Kunde deine Copy liest und denkt, er hätte sie selbst geschrieben.


Nicht „irgendwie ähnlich” oder „klingt schon okay”.


Nachdem das eine Fähigkeit ist, wegen der Kunden mir haufenweise Geld bezahlen (weil es halt was ist, das nur wenige können und KI schon gar nicht), sind 200 Euro dafür geschenkt. Immerhin lernst du damit einen Skill, der dich von 90% aller anderen Copywritern auf dem Markt abhebt – weil sie keinen blassen Schimmer davon haben, dass das überhaupt möglich ist.


Aber für 40 Euro?


Für 40 Euro ist es Wahnsinn.


Das Angebot läuft bis Mitternacht, dann läuft der Gutscheincode „MarkusDrehtDurch” ab.


Morgen kommt eine neue Mail. Neues Angebot.


Und nein — ich mach den Preis nicht nochmal so. Im Gegenteil:


Ab Sonntag, den 08.03.26 gibt es Stimme einfach gar nicht mehr zu kaufen.


Wenn du Stimme haben willst – klick hier. Gutschein sollte voreingestellt sein.


Markus


PS: Falls du die Aktion heute verpasst und Stimme trotzdem gerne hättest…


Bis Sonntag kannst du noch zum Normalpreis kaufen – dann war’s das.

Diesen Monat ist es soweit…


Theoretisch bleiben mir nur noch 4 Tage, bis es vorbei ist.


Ich…


Ich erreiche ein Alter, in dem für gewöhnlich große Entscheidungen anstehen:


Cabrio. Trennung. Camp-David-Klamotten.


Mein größtes Problem:


Katti hat gegen alle 3 was – und ich will mich echt ungern mit ihr anlegen.


Aber irgendeine radikale Veränderung braucht es wohl.


Also dachte ich mir:


Wenn ich mich schon nicht persönlich verändern darf, dann wird das Business verändert:


Nach nächstem Sonntag kannst du keines meiner Produkte mehr kaufen.


Außer dem Cashcow Copywriting Compendium, das darf bleiben.


Alles andere:


WEG DAMIT.


Und weil die Links ja bestimmt irgendwo an der ein oder anderen Stelle durch den digitalen Äther schwirren…


Werde ich einfach ab nächstem Sonntag alle Preise verzehnfachen – für den Fall, dass trotzdem jemand auf die Idee kommt, noch kaufen zu wollen.


Das heißt konkret für dich, Reader:


Ab 08.03.26 (irgendwann Abends, spätestens am 09.03. morgens) gibt es kein VEED, kein KYCCE, kein MDMR, kein BANG!, kein CRASH, kein MEFFdigital und eigentlich gar nix mehr zu kaufen – alles weg (außer dem Cashcow Copywriting Compendium).


Dafür werd ich mir nächste Woche bestimmt ne ganze Menge witzige (oder irrwitzig günstige) Dinge einfallen lassen, um mein digitales Lager leer zu räumen.


Was ich dir verrate:


Vermutlich gibt es das beste Angebot am Donnerstag – aber: jedes Angebot für sich ist nur am Tag des Erscheinens gültig und kommt auch nicht wieder.


(also 17 Stunden lang, wenn ich richtig rechne)


Ich weiß noch nicht genau wo es hinführt, aber vermutlich wird die ganze Aktion genau so sinnlos, wie jetzt ein Cabrio zu kaufen, Katti mit den Kids sitzen zu lassen und mir ein paar Outfits bei Camp David zuzulegen.


Irgendwas ist halt immer.


Markus


PS: ich muss irgendwo eine Grenze ziehen…


Aber:


Solltest du zwischen 01.02. und 28.02.2026 ein Produkt bei mir gekauft haben, das jetzt in meiner Midlife-Crisis-Promowoche günstiger ist…


Sag mir das bitte.


Und du bekommst einen Gutschein für ein anderes Produkt in Höhe der doppelten Preisdifferenz zu dem, was du bezahlt hättest, wenn du bis dahin gewartet hättest.

Freitagvormittag.


Webinar ist am Sonntag.


Slack Notificatoin.


Ich seh den Namen. Und bevor ich auch nur eine Zeile lese, weiß ich es schon. Dieser eine Moment, wo dein Körper schneller begreift als dein Kopf.


Ich lese trotzdem.


Angebot hat neuen Namen. Und neuen Inhalt. Zoom-Link ist neu. Aufzeichnung soll noch rein. Mailserie bitte anpassen.


Und dann – ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll – es passiert einfach:


Ich spring vom Stuhl auf.


Mein ganzer Körper verspannt sich. Schultern hoch, Kiefer zusammen, Hände zu Fäusten.


NEIN. NICHT SCHON WIEDER. ICH WUSSTE ES. ICH WUSSTE ES. ICH–


Ich dreh mich einmal um mich selbst. Dann nochmal. Dann nochmal.


Steh da. Mitten im Büro. Wie ein Kreisel, der ausläuft.


Tief einatmen. Langsam ausatmen. Nochmal. Nochmal.


Okay.


Ich setz mich wieder hin. Öffne die Mails. Schreibe um. Zum gefühlt zehnten Mal in diesem Launch.


Und dann — zähle ich die CTAs.


Eins. Zwei. Drei.


Vier.


In jeder effing FollowUp Mail.


Ich schließe kurz die Augen und denke an meinen Therapeuten (den ich zwar noch nicht habe, aber langsam ernsthaft brauche).


Und jetzt kommt der Twist:


Ich kenn die Kundin. Gut.


Ich hatte eine Ahnung, dass das passiert. Deshalb hab ich die Mails noch nicht ins System eingepflegt.


Alle Änderungen? Copy-Paste. Bisschen umformulieren, 30 Minuten. Fertig.


Hätte ich die schon in ActiveCampaign in die Automation eingebaut gehabt – ich schreib's nicht auf, weil ich nicht weinen will.


Zurück zu den vier CTAs.


Wer seinem Leser vier Optionen gibt, bekommt als vermutlich einzige Reaktion: keine.


Das Gehirn hasst Entscheidungen. Zu viele davon – und es schaltet ab. Macht es sich leicht.


Es klickt auf gar nichts.


Ein CTA. Eine Entscheidung. Eine Aktion. Das ist die Regel. Immer. Ohne Ausnahmen.


Auch nicht Freitagvormittag, auch nicht wenn die Kundin noch eine Idee hat.


Ich hab ihr das natürlich gesagt, mit Nachdruck. Aber: sie denkt, ihre Leads sind „schlau genug, die kommen schon mit 4 Links klar”.


Bestimmt…


Da müsste ich ihr direkt empfehlen, sich mal das Cashcow Copywriting Compendium anzuschauen, dass sie lernt, wie’s geht.


Oder auch nicht, wer weiß – hinterher schmeißt sie mich dann raus, weil sie’s selbst kann.


Markus


PS: Allein in diesem Launch gab es mehr red flags als in der Sowjetunion und China zusammen.


Das war nicht die erste kurzfristige Änderung und auch nicht nur die fünfte.


Aber das ist eine Geschichte für eine andere Mail.

Ich mein die Frage fast so ernst wie jene, Freundschaften-zerstörende Frage, ob man Nutella mit oder ohne Butter isst…


(bitte keine Antwort darauf, ich lösch dich ungern aus meinen Empfängern!)


Also:


Gurke mit oder ohne Gleitgel, Reader?


Bevor du antwortest:


Natürlich schmecken Gurken grundsätzlich ohne am besten. Aber es geht ja auch nicht ums Essen hier, sondern vielmehr darum:


Ich hab vorgestern ein Reel gesehen von Patrick Helm. Der war einkaufen und hat ein Rudel Gurken gekauft – und dazu die gleiche Anzahl Gleitgel.


Weil:


Die verschickt er an Geschäftsführer.


Also großes Paket, bisschen Füllmaterial, eine Gurke, eine Tube Gleitgel – und ein kleines Post-it mit dem Inhalt:


„Ist Dein Neukundengeschäft ein ‘Pain in the Ass’?”


Drunter nur noch „Patrick” und seine Handynummer.


That’s it.


Nicht einmal fancy copy, die er verwendet, nur ne witzige Idee – und vermutlich hat er zumindest mal die Aufmerksamkeit seiner potentiellen Kunden gewonnen.


Keine Ahnung, wie die Ergebnisse davon waren, aber: müsste ich raten, würde ich sagen, mindestens jeder Zweite hat sich bei ihm gemeldet.


Und darauf kommt’s ja an.


Sollst du jetzt Gurken mit Gleitgel verschicken, um Kunden zu gewinnen?


Ich denke nicht.


Aber klau dir doch die Idee, mal was Verrücktes zu machen – vielleicht wird’s ja gut.


Weil – solange du so „klein” bist, dass du bei potentiellen Kunden nicht auf dem Radar auftauchst…


Solltest du alles tun, um Aufmerksamkeit zu bekommen.


Markus


PS: falls du mir nicht glaubst:


Hier kannst du dir das Reel anschauen.

Die Kugel ist schwer.


Viel schwerer als ich dachte, Reader.


Meine Finger in den Löchern. Der Daumen krallt sich fest. Die Handfläche klebt schon am Plastik.


Ich hol aus.


Ein Schritt.


Das Gewicht zieht nach unten. Mein Arm schwingt zurück.


Zwei.


Die Kugel pendelt. Ich spür, wie mein Körper nach vorne kippt.


Drei.


Und dann lass ich los.


Die Kugel schwebt.


Höchstens eine Sekunde. Wahrscheinlich weniger. Aber ich seh's in Zeitlupe.


Sie fliegt aus meiner Hand. Dreht sich. Langsam. Um die eigene Achse.


Und dann–


BUMM.


Sie knallt auf die Bahn. Hart. Laut. Der Aufprall geht mir durch Mark und Bein.


Alle drehen sich um.


Die Kugel springt. Hebt ab. Landet wieder.


Und dann rollt sie.


Ich kann nichts mehr tun.


Die Hand noch in der Luft. Der Arm noch gestreckt, als könnte ich sie zurückholen.


Kann ich leider nicht.


Die Kugel rollt.


Und ich schau zu.


Sie zieht nach rechts.


Leicht. Kaum merklich. Aber ich seh's.


Mein Herz setzt einen Schlag aus.


„Nicht die Rinne. Bitte nicht die Rinne.”


Die Kugel rollt weiter. Das Geräusch auf der Bahn. Dieses dumpfe Rollen. Endlos.


Sie driftet weiter nach rechts.


Zu weit.


Ich seh schon, wie sie an den Kegeln vorbeirollt. Wie sie die Kante trifft. Wie ich da steh mit leeren Händen.


Die Kegel kommen näher.


Die Kugel rollt.


Immer näher.


Und dann–


Sie dreht.


Ganz leicht.


Kaum zu sehen.


Die Kugel dreht sich zurück. Nach links.


Mein Atem stockt.


„Komm schon. Komm schon. Komm schon.”


Sie rollt direkt auf die Kegel zu.


Zwar nicht so, wie ich mir das theoretisch vorgestellt habe, aber zumindest wird’s keine Nullrunde. Hoffentlich.


Ich kann nicht atmen. Ich kann mich nicht bewegen. Ich steh da wie eingefroren.


Die Kugel ist jetzt fast bei den Kegeln.


Drei Meter.


Zwei.


Einer.


Und dann–


KRACKS.


Der vorderste Kegel explodiert nach links.


Die Kugel rollt weiter. Trifft den zweiten. Seitlich. Der fliegt nach rechts.


Kettenreaktion.


Kegel knallen gegeneinander. Hart. Laut. Überall.


Ich seh nur noch, wie sie fliegen. Wie Dominosteine. Nur schneller, brutaler.


Links. Rechts. Nach hinten. Nach vorne.


Das komplette Chaos.


Und dann–


Stille.


Ich schau auf die Bahn.


Kein Kegel steht mehr.


Alle zehn liegen.


Ich steh da. Die Hand noch in der Luft. Der Mund offen.


Strike.


Zehn Sekunden.


Von „Ich lass los” bis „Strike”.


Zehn Sekunden, in denen ich nichts mehr tun konnte.


Nur zuschauen, hoffen und beten, dass die Kugel trifft.


Wenn’s dir beim Storytelling ähnlich geht und du dich so auf’s Glück verlässt wie ich beim Bowling – dann hab ich wahrscheinlich bald was für dich.


Markus



Ich mag keine Menschen.


Und wenn ich das sage, meine ich das weder übertrieben noch aus Koketterie.


Ich komme nach Hause, schließe die Tür hinter mir – und atme aus. Weil endlich wieder Stille ist. Weil niemand mehr etwas von mir will. Weil ich einfach nur ich sein kann, ohne dass das irgendjemanden interessiert.


Katti nennt das "du brauchst deine Höhle".


Ich nenn's einfach: normal.


Und trotzdem bin ich letzte Woche nach Berlin gefahren.


4 Tage. Essen, Workshops, Bowling, Markthalle, ein Spieleabend – bei dem wir in Teams gegeneinander angetreten sind wie bei Schlag den Raab, nur deutlich lauter und mit weniger Würde.


Permanent Menschen. Permanent Lautstärke. Permanent "sei jetzt social, Markus – sonst halten dich wieder alle für einen Freak".


Auf der Heimfahrt – endlich allein im Auto – war ich erleichtert.


Aber auch: irgendwie traurig.


Es ging gar nicht darum, dass mich die Menschen genervt hätten, ganz im Gegenteil: die Gespräche waren gut. Wirklich gut. Die Art von Gesprächen, die man sonst nicht führt – weil niemand im Alltag versteht, worüber man redet.


Und trotzdem:


Es hat mich Energie gekostet. Wie immer.


Das ist das Ding, das mich auf der ganzen Heimfahrt beschäftigt hat. Ich hab die Gespräche genossen – und war gleichzeitig froh, als sie vorbei waren.


Beides gleichzeitig.


Ich weiß nicht, ob das Introversion ist. Oder ob ich einfach zu lange allein gearbeitet habe. Oder ob das so ist und so bleibt.


Keine Ahnung, Reader.


Ich sitze jetzt seit zwei Tagen wieder in meinem Büro. Hundi schläft neben mir. Draußen ist es grau.


Und irgendwie ist es genau richtig so.


Markus

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