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Gestern Nachmittag.


Töchterchen steht am Fenster. Draußen liegt Schnee. Viel Schnee.


Sie dreht sich zu mir um: „Raus. Jetzt.”


Sie ist 5. Die will Schnee. Sofort.

Ich schau nach draußen. Dann zu Söhnchen. Der spielt in seinem Laufstall mit Bauklötzchen und schaut mich an mit diesen großen Augen.


Und ich denk mir: „Fuck. Wie soll das gehen?”


Kinderwagen im Schnee? Vergiss es. Die Räder stecken nach 3 Metern fest. Ich schieb das Ding keine 10 Meter, bevor ich versink.


Gut, dass ich verheiratet bin und es Kattis Aufgabe ist, da eine Lösung zu finden. Also sag ich ihr: „Töchterchen will raus, Hundi sowieso bei Schnee – lass uns alle rausgehen. Nimmst du den Kinderwagen? Dann nehm ich Hundi und Töchterchen.”


Sie schaut mich an. Aus dem Fenster. Dann wieder zu mir.


„Vergiss es”


„Aber die Kinder sollten schon raus…”


„Ja, aber DU nimmst den Kinderwagen. Ich kämpf mich damit doch nicht durch den Schnee. Du warst ja wieder zu geizig, nen Babyschlitten zu kaufen.”


„60 Euro. Mindestens. Für einen Schlitten, den wir genau eine Saison nutzen. NIEMALS”


Pause.


Du bist so ein Geizhals…


Was soll ich sagen? Das ist einfach der schwäbische Einschlag beim Allgäuer. Brutal effektiv.


Ich steh da. Töchterchen will raus. Söhnchen muss irgendwie mit. Es gibt aber keinen Hundeschlitten.


Und dann – keine Ahnung, wie sie auf die Idee kam – sagt Katti:


„Wäschewanne.”


„Was?”


Pack ihn in die Wäschewanne. Mit dem Sitzsack aus dem Kinderwagen. Dann ziehst du ihn.”


Ich schau zur Wäschewanne. Dann zu Söhnchen. Dann wieder zu Katti.


„Du willst, dass ich unser Kind wie...wie einen Kasten Bier durch den Schnee ziehe?”


„Hast du eine bessere Idee?”


Hatte ich nicht.


Also pack ich Söhnchen in seinen Sitzsack. Stell den Sitzsack in die Wäschewanne.

Schnapp mir die Hundeleine. Befestige sie an der Wanne.


Katti schaut zu. Sagt nichts. Aber ich seh's in ihren Augen: Sie genießt das.


Wir gehen raus.

Töchterchen rennt durch den Schnee, schreit vor Freude.

Ich zieh Söhnchen hinter mir her. In einer Wäschewanne. Mit einer Hundeleine.


Und guess what? Söhnchen grinst. Die ganze Zeit. Der sitzt da, warm und trocken, wird durch den Schnee gezogen wie ein kleiner König auf seinem Thron.

Und ich hab 60 Euro gespart. Mindestens 😎


Aber das ist nicht die eigentliche Story.


Die eigentliche Story ist: Söhnchen hat keine Ahnung, dass das absurd ist. Für ihn ist das normal. Das ist, wie man im Schnee unterwegs ist.


Wäschewanne. Hundeleine. Papa zieht.


Ich hab ihm eine Realität verkauft. Und er hat sie gekauft.


Ohne zu fragen. Ohne zu zweifeln.

Weil ich ihm keine Alternative gezeigt hab – und weil er noch nicht sprechen kann, klar. Aber es geht ja ums Prinzip.


Das ist Manipulation in Reinform.


Auch wenn’s weder böse noch gemein war.


(obwohl die Blicke der Menschen, die uns begegnet sind, so judgy waren, dass…ja. Egal. Hauptsache, alle hatten Spaß – und ich musste keine 60 Euro auf den Tisch legen)


Ich hab die Realität geframt. Ich hab ihm eine Lösung präsentiert, die absurd ist – aber er weiß das nicht.


Für ihn ist das die einzige Lösung. Also akzeptiert er sie.


Und genau so funktioniert Manipulation im Marketing.


Du zeigst Menschen eine Realität. Du framst das Problem. Du framst die Lösung.

Und wenn du es richtig machst, kaufen sie. Ohne zu fragen. Ohne zu zweifeln.


Weil sie keine Alternative sehen.


So treffen Menschen Entscheidungen.


Und wenn du nicht verstehst, wie das funktioniert, wirst du manipuliert. Jeden Tag. Von jedem, der besser ist als du.


Wenn du da mehr drüber wissen willst…


Klick auf keinen Fall hier – sonst gibst du nur wieder Geld aus!


Markus

Heute Morgen Kopfschmerzen. Richtig übel.


Ich hab's nicht mal geschafft, dir zu schreiben, Reader

.

Aber jetzt muss es noch sein.


Weil ich heut Nachmittag mit der Family unterwegs war – und ich hab gezählt:


17 Menschen haben uns angeschaut, als wären wir komplett durchgeknallt.


Nicht normal angeschaut.


So richtig judgy.


Abschätzige Blicke. Kopfschütteln. Eine Frau hat zu ihrem Mann etwas gesagt und dabei auf uns gezeigt.


Ich hab mich gefühlt, als wär ich nackt durch die Stadt gelaufen. Und dann, als wir über die Ampel sind, hab ich verstanden, warum.


Fuck…


Aber das erzähl ich dir morgen.


Weil die Story zu gut ist, um sie jetzt noch schnell rauszuhauen.


Markus


PS: Falls ich morgen etwas pitche (was ich wahrscheinlich tu)...


Und du diese Mail hier gelesen hast…


Würd ich mal den Gutschein "judgeme" probieren.


Nur so als Tipp.

Letztens in nem Call mit ein paar anderen Selbstständigen.


Wir reden über Fokus. Projekte. Was funktioniert, was nicht.


Und irgendwann sagt jemand: „Ich glaub, ich bin einfach zu chaotisch. Ich kann mich nicht auf eine Sache fokussieren."


Nicken in die Runde.


„Ja, ich auch."

„Same."

„Ich hab gleichzeitig 5 Projekte offen und krieg keins fertig."


Und dann lachen wir.


Weil wir alle merken: Fuck, wir sind ALLE so.


Keiner von uns ist der strukturierte Typ.


Keiner macht Wochenpläne und hält sich dran.


Keiner hat eine perfekte Morning Routine.


Und keiner hat das Gefühl, „genug Disziplin" zu haben.


Aber wir alle verdienen Geld. Wir alle haben (mehr oder weniger, so viel Ehrlichkeit darf sein) erfolgreiche Businesses.


Wie passt das zusammen, Reader?


Und wie’s der Zufall will, schreibt mir Inga gestern ne Mail. Wenn du Inga nicht kennst…


Biohackerin. Chronobiologie. Flow statt Frust.


Und sie HASST Struktur genauso wie ich.


War mal im 5 AM Club. ToDo-Listen, Wochenpläne, alles was man so macht.

War produktiv. War unglücklich.


Bis sie gemerkt hat: Das Problem ist nicht, dass sie chaotisch ist.


Das Problem ist, dass sie versucht hat, sich in ein System zu quetschen, das nicht zu ihr passt.


Und natürlich war ihre Mail eine fast schon schamlose Anfrage, ob ich nicht ihr neues Angebot bewerben will:


Eine Audio-Experience für selbstständige Frauen, die genauso ticken.


OWN YOUR CRAZYNESS


Falls du zu den Leuten gehörst, die ständig denken „Ich bin zu chaotisch fürs Business" – schau's dir an.


(heute – und leider nur heute – gibt es sogar noch nen ziemlich nicen Bonus dazu!)


Falls nicht – ignorier's.


Markus


PS: Inga kenn ich schon ewig. Ich empfehl hier nur Zeug, das ich gut finde. Und das hier muss gut sein.


PPS: Falls du sagst „Aber ich LIEBE Struktur!" – dann ist das hier nichts für dich.


Das ist für die Chaoten. Die Verzettelten. Die mit 1000 Ideen im Kopf.

Ich muss heute um 09:00 Uhr eine Copy für eine Salespage abgeben.


Aber ich schreib nicht.


Ich hab noch nicht einmal angefangen damit, Reader.


Kunden, andere Copywriter – ich werd ständig gefragt: „Markus, wie kannst du so schnell Copy schreiben?”


Lass mich ehrlich sein:


Kann ich gar nicht ¯_(ツ)_/¯


Was ich kann, ist: schnell Denken.


Und wenn ich weiß, dass ich Copy schreiben muss, dann denk ich nach.


Ich lauf durch die Wohnung. Ich mach Kaffee. Ich schau aus dem Fenster. Ich geh mit Hundi Gassi.


Ich spiel die Copy im Kopf durch. Die Story. Den Angle. Die Transition. Den Pitch.


Alles muss fertig sein. Im Kopf.


Und wenn's fertig ist?


DANN setz ich mich hin. Und schreib die Copy in 10 Minuten runter.


Das ist mein System.


Die 10 Minuten, die ich dann am MacBook sitz und die Copy „schreibe”, die sind nur das Abtippen.


Die eigentliche Arbeit passiert vorher. Beim Nachdenken. Beim Rumlaufen. Beim Kaffee machen.


Das Problem bei den meisten:


Sie setzen sich hin, OHNE vorher zu Ende gedacht zu haben.


Sie öffnen Google Docs. Cursor blinkt. Und dann?


Dann überlegen sie.


Sie schreiben einen Satz. Löschen ihn. Schreiben ihn neu. Löschen ihn wieder.


Sie starren auf den Bildschirm und warten auf Inspiration.


Und nach 2 Stunden haben sie 200 Wörter. Die auch noch scheiße sind.


Weil sie zu früh angefangen haben.


Sie haben nicht zu Ende gedacht. Sie haben keine klare Story. Keinen klaren Angle. Keine klare Richtung.


Sie dachten: „Ich setz mich hin und schreib einfach los.”


Aber so funktioniert Copy nicht.


Copy braucht Klarheit. Und Klarheit kommt nicht beim Schreiben. Klarheit kommt beim Denken.


Wenn du länger als 10 Minuten für 500 Wörter brauchst, liegt das nicht daran, dass du langsam tippst.


Es liegt daran, dass du nicht weißt, WAS du schreiben sollst.


Und es liegt daran, dass du zu früh angefangen hast.


Du hast deine Hausaufgaben nicht gemacht. Du kennst die Zielgruppe nicht gut genug. Du kennst den Main Benefit nicht klar genug. Du weißt nicht, warum jemand das Angebot JETZT braucht.


Ich setz mich erst hin, wenn mir im Kopf schon vollkommen klar ist, was ich schreib.


Und dann geht’s ganz schnell.


Markus


PS: Ja, die Deadline ist jetzt in ein bisschen mehr als 2 Stunden.


Aber ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie die Copy werden soll.


Erstmal Töchterchen in Kindergarten bringen, Gassi mit Hundi – und dann wird das schon rechtzeitig was.

Ich scroll durch Insta…


Und da ist er wieder.


Mindset Macher-Marvin.


Schlecht sitzender Anzug. Hemd drei Knöpfe zu weit offen. Irgendwas Rolexartiges am Handgelenk.


Im Hintergrund sein AMG (gemietet für 2 Stunden, er hat nur noch 10 Minuten, aber das sagt er nicht).


Und dann der Post:


„Ich arbeite nur noch mit Premium-Kunden. Alles unter 10.000€? Nicht mein Level. Du musst deinen Wert kennen. Act like a CEO, not like a freelancer.”


126 Likes. 14 Kommentare. Alle: „So true, bro 🔥”


Ich scroll weiter.


Nächster Post. Andere Person. Gleiches Schema:


Foto im Co-Working-Space. Laptop aufgeklappt. Kaffee daneben (natürlich Oatly Barista).


Caption:


„Heute wieder einen 5-stelligen Deal abgeschlossen. Wenn du weniger als 5k pro Projekt verlangst, verkaufst du dich unter Wert. Period.”


Und noch einer.


Diesmal mit Sonnenbrille. Im Café. Lässig zurückgelehnt.


„Du bist VA/ Copywriter / Freelancer, kein billiger Auftragsnehmer. Sag Nein zu allem, was nicht Premium ist. Deine Zeit ist wertvoll.”


Fuck off.


Versteh mich nicht falsch, Reader:


Ich find's gut, wenn Leute ihre Preise hochschrauben. Wenn sie wissen, was sie wert sind. Wenn sie nicht für jeden Scheißjob ihre Hand aufhalten.


Aber dann scroll ich weiter.


Und sehe dieselben "Premium-Only"-Typen ein paar Tage später:


„Warum finde ich keine Kunden? Was mach ich falsch? Die Leute wollen nicht für Qualität zahlen.”


Was du falsch machst?


Du bist zu beschäftigt damit, Premium zu sein. Statt einfach zu arbeiten, Macher-Marvin!


Ich mein, ich kenn genug Copywriter, die sich zu schade sind für 200€-Projekte.


Die dann rumsitzen und warten. Auf den großen Deal mit dem Premium-Kunden. Auf das 10k-Projekt.


Und in der Zwischenheit? Nichts.


What the hell is wrong with you, dude?


Nur Insta-Posts über „Know your worth” und „Du bist mehr wert als das”.


Merk dir bitte:


Solange du nichts Besseres zu tun hast, schreib die 200€-Salespage.


Weil 200 € sind 200 €. Und Praxiserfahrung sammelst du währenddessen sogar gratis.


Kannst du später Nein sagen zu 200 € Popelaufträgen? Klar. Wenn du genug bessere Aufträge hast.


Aber bis dahin?


Hör auf, so zu tun, als wärst du dir zu schade dafür.


Und wenns sogar daran scheitert…komm in den Copy Club.


Da unterstützen wir dich, auch wenn's mal kein Premium-Kunde ist. Auch wenn's Grindwork ist – und du hast verdammt viele Ressourcen, die dich besser im Copywriting machen.


(neben der so ziemlich geilsten Community überhaupt – da darfst du dich auch einfach mal ausheulen)


Weil einfach Fakt ist:


Alle erfolgreichen Copywriter haben Grindwork gemacht. Keiner ist als „Premium-Only” gestartet.


Und damit es dir leichter fällt:


Antworte mir und du kriegst nen Code, mit dem du den ersten Monat für 1€ reinschnuppern kannst.


Markus

PS: außer du bist Macher-Marvin.


Dann hab ich auch nen Code für dich – zahlst halt das Doppelte.

(komm schon, das passt – ist eh nur Mindset. Da musst du vielleicht einfach mal ein bisschen dran arbeiten? Bist du heut denn um 4 aufgestanden? 300km joggen und dann 4kg rohes Fleisch? Nein? Ja gut...)

Gestern Abend. Küche.


Töchterchen will Saft.


Ich geh zum Schrank. Mach ihn auf. Fünf Gläser. Alle identisch. Ich greif eins, schenk ein, geb's ihr.


Sie schaut das Glas an.


Dann mich.


„NEIN! NICHT DAS! DAS ANDERE!”


„Welches andere?”


Sie zeigt in den Schrank: „DAS DA!”


Ich schau rein.


Vier Gläser. Alle. Exakt. Gleich.


„Schatz, die sind alle gleich.”


„NEEEEEIIIIN!”


Sie fängt an zu weinen.


Ich steh da. Glas in der Hand. Schrank offen. Vier identische Gläser starren mich an.


Und ich hab keine Ahnung, welches das „richtige” ist.


Ich zeig auf eins: „Das?”


„NEEEIN!”


Anderes: „Das?”


„NEEEIIIIN!”


Sie heult jetzt richtig.


Ich auch. Innerlich. Also greif ich blind eins raus, schenk ein, geb's ihr.


Sie nimmt einen Schluck.


Lächelt glücklich.


Ich schau das Glas an. Dann das erste. 100% identisch. Ich hab keinen Schimmer, was grade passiert ist.


Das Ding ist: Für mich sind das identische Gläser. Für sie gibt es nur EIN richtiges Glas.


Ihres.


Keine Ahnung welches. Keine Ahnung warum. Aber sie weiß es. Und das ist alles, was zählt.


In deiner Copy machst du denselben Fehler, Reader – vermute ich mal stark.


Du denkst: „Feature A ist objektiv besser”, schreibst logisch, rational, mit Fakten. Du zeigst auf dein Produkt und sagst: „Das hier ist das richtige.”


Niemand kauft.


Warum?


Weil Menschen nicht kaufen, was objektiv richtig für sie wäre.


Sie kaufen, was sich für sie richtig anfühlt.


Sie kaufen eine Identität.

Ein Gefühl.

Die Bestätigung: „Das ist meins.”


Es gibt kein objektiv richtiges „Glas”. Es gibt nur das Glas, das sich für DEINEN Kunden richtig anfühlt.


Und wenn du nicht weißt, welches das ist – stehst du mit dem falschen Glas da, während dein Kunde weint.


(oder schlimmer: einfach nicht zum zahlenden Kunden wird, das geht auch ganz ohne Heuldrama)


CRASH zeigt dir, warum Menschen wirklich kaufen.


28 psychologische Trigger.


Nicht was „logisch” ist – sondern was unter der Haut brennt.


Du liest CRASH einmal – und danach weißt du, welches Glas dein Kunde will, bevor er's dir sagt.

.

Markus

Was. Für. Eine. Nacht.



Es ist kaum vorstellbar, Reader – aber: ich schlafe. Tief und fest.


Söhnchen hatte ausnahmsweise Mitleid – und hat durchgeschlafen. Zum ersten Mal seit gefühlt drei Monaten.


Ich träume irgendwas Schönes. Katti liegt neben mir. Alles ist perfekt.


Und dann stupst mich etwas an.


Stupst. Katti wäre da nicht so zimperlich, die schlägt ja immer regelrecht nach mir, wenn ich aufstehen soll…und Töchterchen nimmt einfach Anlauf und springt aus gefühlten 10 Metern Höhe aufs Bett – meistens ziemlich zielsicher: auf mich.


Also bleibt nur: Hundi.


Sie steht neben dem Bett. Schaut mich an. Und ich weiß sofort, was das heißt: Sie muss raus.


Fuck.


Ich quäle mich aus dem Bett, werfe einen Blick in Richtung Handgelenk. Kurz nach 4.


Fuck.


Zieh mir die Jacke über, schlüpf in die Schuhe. Halb im Schlaf, halb im „Warum hab ich mir einen Hund geholt”-Modus.


Tür auf.


Und dann:


BAM.


Mich erwischt ein Gefühl, das wohl am ehesten vergleichbar ist mit dem eines Amateurs, der unvorbereitet an einem internationalen Slap Fighting Turnier antritt – und direkt in Runde 1 auf den späteren Sieger trifft.


FUCKING MINUS 15 GRAD RASEN MIR ENTGEGEN UND TREFFEN MICH MIT VOLLER WUCHT.


Bei jedem Atemzug brennt die Luft in der Lunge. Meine Finger sind nach 10 Sekunden taub.

Die Augen tränen sturzbachartig und frieren direkt beim Austritt aus den Augenhöhlen an Wange und Bart fest.


Es knistert sogar.


Und Hundi? Die trottet gemütlich raus, als wär nix.


Ich steh da, halb erfroren, und hab keine Ahnung, was zur Hölle ich grad eigentlich mache.


Ich dachte, ich wär vorbereitet. Man weiß ja: es ist Winter, da kanns schon kalt werden.


Jacke an, Schuhe an, Mütze auf und mentale Einstellung: „Wird schon gehen.”


Aber -15 Grad ist was anderes als „kalt”.


Das ist der Unterschied zwischen „Ich glaub, ich bin ready” und „Die Realität interessiert sich einen Scheiß für meine Vorbereitung”.


Kälte fragt dich nicht, ob du bereit bist. Die ist einfach da. Und tut weh.


Ist übrigens auch genau das, was mit deiner Copy passiert – sorry to say.


Du denkst, sie ist gut.


Du hast ne Headline, nen CTA, ein paar Bullets. Du hast dir Mühe gegeben, fühlst dich vorbereitet…


Aber dann schickst du sie raus – und die Realität schlägt zu:


Niemand klickt. Niemand kauft.


Copy schreiben ist wie bei -15 Grad rausgehen:


Du kannst dir vorstellen, wie's wird. Du kannst dich mental vorbereiten.


Aber am Ende entscheidet die Realität. Und die interessiert sich nicht für deine Theorien.


Und das ist mit ein Grund, warum ich das CashCow Copywriting Compendium geschrieben hab.


76 Tipps für Copy, die in der Praxis funktionieren.


Markus

Und schon war der Sonntag am Arsch, Reader...


Ich hab mich gestern bei Kit eingeloggt, weil ich eigentlich vorhatte, meine Welcome-Sequenz ein wenig umzubauen…


Was seh ich?


Am 1. Januar – an fucking Neujahr – hat sich jemand abgemeldet.


Bei genau DIESER Mail.


Absolut kein Pitch und schon gar kein „Kauf jetzt”.


Einfach nur ein paar ehrliche Gedanken zum neuen Jahr.


UND DANN KLICKT MAN AUF „UNSUBSCRIBE”??


Weißt du, wie sich das anfühlt?


Wie wenn du jemandem zum Geburtstag gratulierst – und der blockt dich anschließend.

Wie wenn du jemandem die Tür aufhältst – und der spuckt dir ins Gesicht.

Wie wenn du den ganzen Tag für deine Freunde in der Küche stehst, kochst – und dann wird Pizza bestellt.


Es tut weh.


Ich hätte ja erwartet, dass ich einen Tag vorher ein paar Abmeldungen krieg, bei dieser Mail. Aber nein, da gehen scheinbar alle mit – oder zumindest die, die meine Mails lesen…


Und ja, ich weiß. „Ist doch nur ein Newsletter-Abonnent. Reg dich nicht auf.”


Aber es IST mehr als ein Newsletter-Abo weniger.


Es ist MEINE Zeit. MEINE Arbeit. Es ist ein Stück VON MIR, das ich da reinpacke.


Und dann klickt jemand auf „Abmelden” – an Neujahr, bei einer Mail ohne Verkauf – und ich denk mir:


„Wofür mach ich den Scheiß eigentlich und schreib so viel?”


Klar, auf der einen Seite, weil ich Geld verdien, wenn sich jemand CRASH! kauft. Oder BANG! Oder How To Manipulate People Online (fast).


Oder CCC, KYCCE, MEFFdigital, VEED, TRIP, oder MDMR.


Aber mit 9 Pitches in 1 Mail – hast du jetzt wenigstens nen guten Grund, auf „Abmelden” zu klicken 😉


Markus


PS: dieses betrübliche Ereignis gestern hat mich so durcheinander gebracht, dass ich schon wieder jede Menge neue Ideen hatte, anstatt dass ich mich um die Welcome-Sequenz kümmere…


Irgendwas ist halt immer.

Du kennst Tom Liehr wahrscheinlich nicht, oder Reader?


Fast niemand kennt ihn.


Und ich versteh's nicht.


Der Mann schreibt seit über zwanzig Jahren. Dreizehn Romane. Und jeder einzelne ist verdammt gut.


Mein Favorit: Freitags bei Paolo.


Marie und Clemens lernen sich in der Silvesternacht 2000 kennen. Schwören sich: Wenn's nicht mehr knistert, machen wir Schluss.

Nach zwanzig Jahren tun sie's.

Und merken dann erst, was sie gerade weggeworfen haben.


Oder "Sommerhit" – über einen Jungen aus Dresden, der 1980 in den Westen flieht. Zu dick, zu blauäugig, zu Ost. Zwanzig Jahre später ist er ein Star. Und das Klassentreffen wird zur Abrechnung.


Oder "Nachttankstelle" – über Uwe, 38, chronisch migränekrank, schiebt Nachtschichten an der Tanke. Sein Leben ist eine Übergangslösung. Bis er zwei Menschen trifft, die alles umwerfen.


Oder "Pauschaltourist" – zwei Journalisten, sechs Wochen Pauschaltourismus, Bettenburgen des Grauens. Und irgendwann das Gefühl, Teil eines abgekarteten Spiels zu sein.


Tom Liehr schreibt so, wie Menschen wirklich sind. Mit allen Macken. Allen Zweifeln. Allem Scheiß, den wir uns selbst einreden.


Ein verbrannter Pancake. Eine Blume in der Vase. Ein Foto auf dem Tisch.


Und du bist mittendrin.


Falls du grad was zum Lesen suchst: Probier's aus.


Falls nicht: Merk dir den Namen. Für später.


Markus


PS: Wenn du Tom Liehr kennst – schreib mir. Würd mich interessieren.


Einfach, weil ich noch mit niemandem gesprochen hab, der ihn kennt.

Gestern Abend. Küche.


Ich steh am Herd, rühre in irgendeinem Topf rum, und merke: Ich brauch Hilfe.


Töchterchen sitzt keine fünf Meter entfernt auf dem Sofa. Sortiert ihre Bügelperlen. Nach Farben oder so.


Ich ruf: „Töchterchen!"


Nichts.


Keine Reaktion. Als wäre ich Luft.


Ich versuch's nochmal, diesmal lauter: „Töchterchen, kannst du mir bitte mal kurz helfen?"


Immer noch nichts.


Sie sortiert weiter. Lächelt, als sie die Perlen von links nach rechts – und wiedder zurück schubst. Die Welt um sie herum existiert nicht.


Dafür bin ich jetzt leicht genervt.


„TÖCHTERCHEN! HÖRST DU MICH?!"


Nichts. Absolut gar nichts.


Ich spür, wie mein Puls hochgeht. Nicht weil ich wütend bin – DOCH EIGENTLICH GENAU WEIL ICH UNFASSBAR WÜTEND bin langsam…


Als würde ich gegen eine Wand reden. Was ist das immer mit den Frauen in meiner Familie…


Und dann – weil ich in den letzten Jahren ein paar Dinge über Menschen gelernt hab – sage ich laut und völlig beiläufig:


„Hm, ich glaub, ich hab noch Schokolade…”


Keine zwei Sekunden später steht sie neben mir.


Augen groß. Lächeln im Gesicht. Hand schon ausgestreckt.


„Wo?"


Was ist da gerade passiert?


Ich hab drei Mal ihren Namen gerufen. Drei Mal.


Und sie hat mich komplett ignoriert.


Obwohl ich schon kurz davor, sogar ihren zweiten Vornamen zu benutzen.


Aber ein einziges Wort – Schokolade – und plötzlich bin ich der interessanteste Menschder Welt für sie.


Warum?


Weil Namen scheißegal sind.


Du hörst auch nicht auf deinen eigenen Namenl, wenn du gerade in was anderes vertieft bist.


Aber „Schokolade"?


Das ist kein Name, das ist ein Versprechen.


Etwas, das sie will.


Der Unterschied zwischen „vielleicht irgendwann mal" und „ICH BIN SCHON DA, PAPA."


So traurig das für uns ale Eltern ist, Reader...


Genau das machst du in deiner Copy auch.


Du rufst deine Leser beim „Namen”.


„Ich bin Copywriter und helfe dir, bessere Texte zu schreiben."

„Unser Coaching unterstützt dich dabei, dein Business zu skalieren."

„Wir bieten individuelle Lösungen für deine Herausforderungen."


Das klingt professionell. Seriös. Korrekt – und es interessiert keine Sau.


Weil du über DICH redest. Nicht über das, was SIE wollen.


Menschen reagieren nicht auf „Ich helfe dir".


Sie reagieren auf „Du kriegst endlich das, was du seit Wochen suchst".


Ich könnte zum Beispiel schreiben: „Das Cashcow Copywriting Compendium ist ein eBook mit 76 Tipps für bessere Texte."


Das ist so spannend wie ein Elternabend in der Grundschule. Das ist „Töchterchen, kannst du mal herkommen?"


Oder ich könnte schreiben:


„Hier kriegst du 76 Copywriting-Tipps, mit denen du nie wieder auf eine leere Seite starrst und dich fragst: Was zur Hölle soll ich hier schreiben? Weil du ganz genau weißt, wie Copy funktioniert – und nie wieder das Gefühl hast, gegen eine Wand zu reden."


Das wär dann die Schokolade…


Der Grund, warum Leute ihre Kreditkarte rausholen.


Also, vorausgesetzt, du lässt mich jetzt nicht hängen und ignorierst mich wie Töchterchen?


Markus


PS: Und falls du dich fragst, ob Töchterchen ihre Schokolade bekommen hat:


Natürlich NICHT.


Erstens weiß sie ja, dass es Abends keine Schoki mehr gibt…und zweitens hätte ich nen Ruf zu verlieren.


Ich bin ja nicht nur Copywriter – sondern auch professioneller Kindermanipulator.


Hab ich hier sogar mal ein Buch zu geschrieben.

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